Vergleich Gasheizung und Ölheizung

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Vergleich Gasheizung und Ölheizung – Alternative Wärmepumpe

In dem überwiegenden Teil von Neubauten wurden noch bis 2020 Gasbrennwertthermen eingebaut. Inzwischen dominieren angesichts der Gasknappheit, der Klimakrise und den Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes Wärmepumpen. Bei einer Sanierung der Heizung an oder nach dem Kauf eines gebrauchten Hauses, stellt sich für viele Hauseigentümer, die mit Öl heizen, die Frage: Lohnt sich ein Wechsel oder nicht? 

Bleibe ich beim Energieträger Öl oder ist es noch sinnvoll, eine Gasheizung einzubauen? Die Behauptung, eine Gasheizung sei einfach besser, wurde jahrelang kaum hinterfragt. Ein übersichtlicher Vergleich von Öl- und Gasheizung soll eine kleine Hilfestellung bieten und die Argumente verdeutlichen. Dieser Vergleich wird erweitert um die Alternative Wärmepumpe.

Heizkosten sparen © pwmotion, fotolia.com
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Dabei sind die wesentlichen Vergleichsparameter: Bauliche Voraussetzungen und Platzbedarf, Kosten, Umweltfreundlichkeit und Fördermöglichkeiten.

Bauliche Voraussetzungen und Platzbedarf

Für die Gasheizung ist ein Gasanschluss notwendig, der jedoch nicht in allen Straßen und Wohngebieten vorhanden ist. Alternativ könnte sich hier Flüssiggas anbieten, das aber hinsichtlich Umweltfreundlichkeit, Kosten und Platzbedarf dieselben Einschränkungen wie Heizöl aufweist.

Gasheizungen, vor allem als wandhängende Geräte, benötigen sehr wenig Platz, teilweise können sie sogar in Schränken, kleinen Nischen oder auf dem Dachboden untergebracht werden. Eventuell muss natürlich Platz für den Wasserspeicher eingeplant werden, vor allem bei der Kombination mit Solarthermie.

Gastherme: Wandhängende Geräte benötigen weniger Platz
Gastherme: Wandhängende Geräte benötigen weniger Platz

Ölheizungen sind dagegen nicht als Wandgeräte verfügbar. Neben dem Platz für die Heiztherme ist auch hier ggf. ein Wasserspeicher aufzustellen. Zusätzlich muss bei Ölheizungen der entsprechende Platzbedarf für den Tank im Haus oder Garten eingeplant werden.

Durche einen neuen Öltank können Sie Platz gewinnen
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Bei beiden Heizsystemen muss eine Abgasleitung verlegt werden.

Wärmepumpen benötigen einen Aufstellplatz und je nach Modell weitere Erschließungsmöglichkeiten. Gerade Luft-Wasser-Wärmepumpen sind sehr flexibel aufstellbar und können auch außerhalb des Hauses aufgestellt werden. Es ist keine Abgasleitung notwendig und außer einem Stromanschluss auch keine weiteren Anschlüsse.

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Kosten

Gasheizungen sind preiswerter als Ölheizungen. Muss jedoch der Gasanschluss noch verlegt werden, ist der Preisvorteil schnell aufgebraucht. Die laufenden Kosten bewegen sich in einem ähnlichen Rahmen. Während die Erdgaspreise im Jahr 2022 wegen des Kriegs in der Ukraine explosiv gestiegen sind, haben die Preise in den Jahren davor weniger stark geschwankt als die Preise für Erdöl, das jahrelang teurer als Gas war. Durch geschicktes Planen des Erdöleinkaufs besteht die Chance, einen günstigen Preis zu erzielen. Der Wechsel des Lieferanten ist deutlich einfacher als bei dem Gasversorger.

Die CO2-Bepreisung von fossilen Brennstoffen sorgt dafür, dass die Preise sowohl von Erdgas wie Heizöl weiter steigen werden.

Wärmepumpen sind erheblich teurer in der Anschaffung als eine Öl- oder Gasheizung. Sie kosten schnell doppelt so viel wie eine Gasbrennwerttherme. Entscheidend beim Anschaffungspreis ist hier auch die Wahl der Technik, Bohrungen für Erdsonden oder Grundwassersonden sind teuer, Luft-Wasser-Wärmepumpen dagegen am preiswertesten. Wärmepumpen benötigen zum Betrieb nur Strom, wobei die durchschnittlichen jährlichen Kosten unter denen für Erdgas oder Heizöl liegen können. In der Kombination mit einer Photovoltaik-Anlage wird das Gesamtbild noch günstiger.

Kosten für die Ölheizung: Betrieb, Kapital und Verbrauch
Kosten für die Ölheizung: Betrieb, Kapital und Verbrauch
Gasheizung Preise: Viele Faktoren bestimmen den Preis
Gasheizung Preise: Viele Faktoren bestimmen den Preis
Wärmepumpe: Die Betriebskosten sind hauptsächlich Stromkosten
Wärmepumpe: Die Betriebskosten sind hauptsächlich Stromkosten

Umweltfreundlichkeit

Erdgas verbrennt deutlich emissionsarmer als Erdöl. Außerdem erzielen Gasbrennwertgeräte einen höheren Wirkungsgrad als Ölheizungen. Dieser Punkt geht eindeutig an die Gasheizung. Beide Systeme wiederum lassen sich hervorragend mit Solarthermie kombinieren. Ölheizungen dürfen ja sowieso nur noch als Hybridheizung in Kombination mit erneuerbaren Energien neu gebaut werden. Aber unabhängig davon bleibt bei Öl- und Gasheizungen die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen bestehen. Das heißt, es fehlt an Zukunftsfähigkeit bei Öl- und Gasheizungen. Ein Ausweg kann der Betrieb mit blauem oder grünem Wasserstoff sein.

Die hybridfähige Regelung kombiniert die gewünschten Heizsysteme
Die hybridfähige Regelung kombiniert die gewünschten Heizsysteme

Eine wirklich umweltfreundliche Alternative stellen Wärmepumpen dar. Sie nutzen die Wärme aus der Umwelt und können in Kombination mit Photovoltaik-Anlagen betrieben werden.

Ökostrom macht die Wärmepumpe noch umweltfreundlicher
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Moderne Wärmepumpen sind effizient und umweltfreundlich
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Fördermöglichkeiten

Fördermittel für Öl- oder Gasheizungen gibt es nicht mehr. Lediglich für Wärmepumpen und Biomasseheizungen, sowie den Einbau von Solarthermieanlagen oder Brennstoffzellen sind Fördermittel erhältlich.

Die Wärmepumpentechnik wird vom Staat gefördert
Die Wärmepumpentechnik wird vom Staat gefördert

Hier noch einmal der Kriterien Schnell-Check

Vergleich Voraussetzung Platzbedarf Kosten Umwelt Förderung
Gasheizung ++ +
Ölheizung +
Wärmepumpe ++ ++ ++ ++

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