Passivhaus Heizung

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Welche Heizung für ein Passivhaus?

Energieversorgung eines Einfamilienhauses © 4th Life Photography, stock.adobe.com
Energieversorgung eines Passivhauses © 4th Life Photography, stock.adobe.com

Die Anforderung an ein neues Heizungssystem für ein Passivhaus ist eine völlig andere, als bei modernen Einfamilienhäusern. Denn es kommt fast ohne aktives Heizungssystem aus. Passivhäuser verbrauchen 75 Prozent weniger Heizenergie als übliche Neubauten und bis zu 90 Prozent weniger als Bestandsgebäude. Der größte Teil seines Heizwärmebedarfs wird „passiv“ gewonnen. Als Energielieferant dient die Sonne, die Abwärme der Bewohner sowie technischen Geräte und eine Wärmerückgewinnung durch eine Lüftungsanlage. Das Heizungssystem dient lediglich dazu, den Spitzenbedarf an Wärme, an besonders kalten Tagen, zu decken.

Das Passivhaus nutzt alle vorhanden Wärmequellen
Das Passivhaus nutzt alle vorhanden Wärmequellen

Die Technik: Energie sparen, wo es nur geht

Das Passivhaus stützt sich im Wesentlichen auf zwei technische Komponenten: die Dämmung des Gebäudes und die Wärmeversorgung des Gebäudes. Die Wärmedämmung der Außenhülle des Hauses riegelt das Haus thermisch komplett ab. Die Gebäudehülle ist dabei weitgehend luftdicht. Die Lüftung erfolgt über ein spezielles Belüftungssystem, das zwar Abluft nach außen ableitet, die Wärme aber ins Haus zurückführt.

Für die optimale Wärmeversorgung wird ein Passivhaus so gebaut, dass es möglichst viel Sonneneinstrahlung erhält und durch sorgfältige Verarbeitung natürlicher Baustoffe und Materialien deren Wärme speichert. Um insbesondere im Winter von der Sonnenwärme zu profitieren, werden beispielsweise auf der südlichen Seite größere Fenster eingesetzt als auf der sonnenabgewandten Seite. Durch die Sonneneinstrahlung, die Wärmedämmung und -rückgewinnung ist es im Passivhaus in der Regel überall gleichbleibend warm. Solarthermische Anlagen sorgen für Warmwasser, Photovoltaik für Strom.

Kombination von aktiver und passiver Solartechnik spart Heizkosten
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Wärmepumpe als ideale Lösung

Ein Passivhaus hat das ganze Jahr über in allen Räumen eine gleichmäßige Temperatur zwischen 19°C und 22°C. Die Temperatur lässt sich aber nicht wie bei einer klassischen Heizanlage regulieren. Ein gewöhnliches Thermostat gibt es nicht. Wer etwa ein kühleres Schlafzimmer und ein wärmeres Wohnzimmer haben möchte, kann dies über die Lüftung einstellen.

Die Lüftungsanlage arbeitet mit einem Wärmetauscher. Dazu wird Frischluft durch die Lüftungsanlagen zugeführt und durch einen Wärmetauscher geschickt, der die im Haus vorhandene Abwärme nutzt, die Frischluft auf Raumtemperatur zu erwärmen. Bei Bedarf kann über die Lüftungsrohre auch geheizt werden, indem beispielsweise durch eine elektrische Heizung die Luft zuvor erwärmt wird. Eine klassische Heizung kann so im Passivhaus überflüssig werden, was sich äußerst positiv auf die Energiebilanz auswirkt. Denn der notwenige Strom kann über eine Photovoltaikanlage selbst produziert werden.

Eine Lüftungsanlage vermeidet Wärmeverlust
Eine Lüftungsanlage vermeidet Wärmeverlust

Da im Passivhaus ausschließlich Luft als Wärmeträger dient, bietet sich als ideale Zusatzheizungssystem ein sogenanntes Wärmepumpen-Kompaktgerät an, in dem Lüftung, Heizung und Warmwasserbereitung integriert sind. Wird allerdings mehr Wärme benötigt, empfehlen Experten als Alternative Pelletheizungen. Wenn es die entsprechende Infrastruktur gibt, ist auch der Anschluss an ein Fernwärmenetz denkbar.

Passivhaus-Energiestandard

Folgende heiztechnischen Werte dürfen bei einem Passivhaus nicht überschritten werden:

Heizenergiebedarf max. 15 kWh/(m²a)
Primärenergieverbrauch (für restlichen Heizbedarf, Warmwasserbereitung, Lüftung und Haushaltsstrom) max. 60 kWh/(m²a)
Luftwechselrate der Gebäudehülle max. n50 = 0,6/h
Wärmerückgewinnung (aus der Abluft) min. 75 %
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