Komponenten einer Flüssiggas-Heizung
Im Prinzip besteht eine Flüssiggas-Heizung aus denselben Komponenten wie jede andere Gasheizung.
Das Wichtigste in Kürze
- Eine Flüssiggasheizung besteht aus Brennwerttherme, Abgasleitung, Flüssiggastank, Druckregler mit Verrohrung und gegebenenfalls einem Warmwasserspeicher.
- Die meisten Gas-Brennwertthermen laufen auch mit Flüssiggas – nötig sind meist ein Umbausatz und die Einstellung durch den Fachbetrieb.
- Der Tank steht oberirdisch im Garten oder wird erdgedeckt eingebaut; eine fest verlegte Leitung verbindet ihn mit der Therme.

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Brennwert-Gasheizungen sind in der Regel auch für den Betrieb mit Flüssiggas geeignet – nötig sind dafür meist ein Umbausatz des Herstellers und die fachgerechte Einstellung auf die Gasart. Technisch ist diese Lösung vor allem für Gebäude im ländlichen Raum ohne Gasanschluss interessant. Seit dem 29. Juli 2026 ersetzt das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) das frühere Gebäudeenergiegesetz. Eine feste Erneuerbaren-Quote für neue Heizungen gibt es nicht mehr. Stattdessen gilt für seither neu in Bestandsgebäude eingebaute Gas-, Öl- und Flüssiggasheizungen die sogenannte Bio-Treppe: ab 2029 mindestens 10 % klimafreundlichere Brennstoffe, ab 2030 15 %, ab 2035 30 % und ab 2040 60 %.
Benötigt wird also für eine effiziente Gasheizung ein moderner Brennwert-Kessel, der als Standgerät oder auch als wandhängende Variante erhältlich ist.

Gegebenenfalls ist auch ein Warmwasserspeicher notwendig – hier gelten dieselben Bedingungen und Auswahlkriterien wie für alle Gasheizungen.
Ebenso braucht die Flüssiggas-Brennwerttherme eine geeignete Abgasleitung; Anforderungen ergeben sich je nach Gerät, Aufstellraum und Landes-Feuerungsverordnung sowie aus den TRF.
Anders als bei Heizungen, die mit Erdgas funktionieren, ist bei Flüssiggas zusätzlich ein Tank erforderlich und damit auch Anschlussrohre vom Tank zur Gastherme.
Vom Tank zur Therme: Druckregler und Leitung
Zwischen Tank und Heizgerät sitzt immer ein Druckregler: Er senkt den hohen Druck aus dem Tank auf den niedrigen, konstanten Betriebsdruck, den die Therme benötigt. Vom Regler führt eine fest verlegte Leitung zum Aufstellraum – bei einem Tank im Garten meist erdverlegt. Absperrarmaturen am Tank und vor dem Gerät gehören ebenfalls dazu. Auslegung, Montage und Dichtheitsprüfung übernimmt der Fachbetrieb nach den Technischen Regeln Flüssiggas (TRF).

Möglich ist bei Flüssiggas-Heizungen auch die Kombination mit Solarthermie, damit wird noch weniger CO2 ausgestoßen.
Häufige Fragen zu den Komponenten
Kann die vorhandene Erdgas-Therme weiter genutzt werden?
Braucht eine Flüssiggasheizung einen gemauerten Schornstein?
Wohin mit dem Tank, wenn der Garten klein ist?
Knapp zusammengefasst setzt sich eine Flüssiggas-Heizung also zusammen aus:
Die Komponenten im Überblick
Gas-Brennwerttherme Kernstück
Stand- oder Wandgerät; für Flüssiggas freigegeben oder mit Umbausatz umgerüstet.
Flüssiggastank mit Druckregler Pflicht
Oberirdisch oder erdgedeckt im Garten; der Regler senkt den Tankdruck auf Betriebsdruck.
Verrohrung vom Fachbetrieb
Fest verlegte Leitung vom Tank zur Therme, im Garten meist erdverlegt.
Abgasleitung wie bei Erdgas
Führt die Abgase ab; ein gemauerter Schornstein ist nicht nötig.
Warmwasserspeicher optional
Nur bei Bedarf – Auswahl wie bei jeder anderen Gasheizung.
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