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Gaswärmepumpe mit Flüssiggas

Gaswärmepumpe mit Flüssiggas betreiben

Gaswärmepumpen sind eine besonders effiziente Methode, mit Flüssiggas zu heizen. Sie nutzen das übliche Wärmepumpen-Prinzip: Kostenlose Umwelt- oder Abwärme wird eingebunden und senkt den Bedarf an Primärenergie. Nach Angaben der ASUE (Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e. V.) bringen Gaswärmepumpen prinzipbedingt rund 40 Prozent erneuerbare Energie in das Energiesystem eines Gebäudes ein. Für Ein- und Zweifamilienhäuser spielt die Technik heute allerdings kaum noch eine Rolle: In der aktuellen BEG-Heizungsförderung werden gasbetriebene Wärmepumpen nicht mehr gefördert; nach Angaben der ASUE haben sich fast alle Hersteller aus diesem Segment zurückgezogen – mehr dazu im Abschnitt zur Marktlage weiter unten.

Gasflasche © Sven Böttcher, stock.adobe.com
Gaswärmepumpe mit Flüssiggas betreiben © Sven Böttcher, stock.adobe.com
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Gasabsorptions- und Gasmotorwärmepumpe

Bei Gaswärmepumpen werden zwei Baugruppen unterschieden: Gasmotorwärmepumpen und Sorptionswärmepumpen. Zur Sorptionsgruppe zählen Absorptions- und Adsorptionsgeräte.

Zwei Bauarten: thermisch oder mechanisch verdichtet

Gasabsorptionswärmepumpe

Durchläuft die üblichen Schritte Verdampfen, Verdichten, Verflüssigen und Entspannen des Kältemittels. Das Flüssiggas beheizt dabei den thermischen Verdichter.

Gasmotorwärmepumpe

Gleicher Kreisprozess, aber der Verdichter arbeitet mechanisch und wird von einem Gasmotor angetrieben. Großer Vorteil: Auch die Abwärme des Motors wird genutzt – das macht sie noch effizienter als die Absorptionsvariante.

Quelle: ASUE
Gasmotorwärmepumpe
Gasabsorptionswärmepumpen und Gasmotorwärmepumpen

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BHKW mit Flüssiggas

Blockheizkraftwerke können gleichzeitig Strom und Wärme produzieren. Für Ein- oder Zweifamilienhäuser kommen Mikro- oder Nano-BHKW nur bei ausreichend hohem Wärmebedarf und hoher Laufzeit in Betracht. Diese Mikro-BHKW können auch mit Flüssiggas betrieben werden. Ein BHKW besteht vereinfacht dargestellt aus Verbrennungsmotor, einem Generator und dem Wärmetauscher. Flüssiggas ist gegenüber Heizöl CO₂-ärmer, bleibt aber ein fossiler Brennstoff. Genutzt werden können viele BHKW, die für Erdgas konzipiert sind – die Freigabe des Herstellers für den Flüssiggasbetrieb vorausgesetzt.

Gaswärmepumpe mit Flüssiggas: Stärken und Grenzen

Vorteile

  • Bindet kostenlose Umwelt- oder Abwärme ein – deutlich weniger Gasverbrauch als reine Brennwerttechnik
  • Rund 40 Prozent erneuerbarer Anteil am Energiesystem (ASUE)
  • Funktioniert ohne Gasnetz – Flüssiggas kommt aus dem eigenen Tank
  • Gasmotor-Variante nutzt zusätzlich die Motorabwärme

Nachteile

  • Für Ein- und Zweifamilienhäuser kaum noch Geräte am deutschen Markt
  • Keine staatliche Förderung – anders als elektrische Wärmepumpen
  • Bleibt fossil betrieben, CO₂-Preis verteuert den Brennstoff schrittweise
  • Planung und Wartung erfordern spezialisierte Fachbetriebe
Quelle: ASUE, BEG-EM-Richtlinie

Marktlage: kaum Geräte für kleine Wohngebäude

So überzeugend das Prinzip ist – die Marktverfügbarkeit von Gaswärmepumpen ist stark eingeschränkt. In der aktuellen Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) werden Wärmepumpen, die mit Gas betrieben werden, nicht gefördert; nach Angaben der ASUE haben sich fast alle Hersteller vom deutschen Markt zurückgezogen. Eingesetzt wird die Technik heute vor allem in größeren Wohn- und Gewerbegebäuden, idealerweise dort, wo ganzjährig gleichzeitig geheizt und gekühlt wird. Wer ein Ein- oder Zweifamilienhaus ohne Gasnetzanschluss beheizen will, landet in der Praxis daher meist bei zwei Alternativen: der klassischen Flüssiggas-Brennwertheizung mit eigenem Tank – oder der elektrischen Wärmepumpe, die ohne Brennstoff auskommt und staatlich gefördert wird.

Blockheizkraftwerk BHKW © Gerd, stock.adobe.com
BHKW

Informationen zu Blockheizkraftwerken Ein Blockheizkraftwerk (BHKW) erzeugt Strom und Wärme gleichzeitig – am selben Ort, aus demselben Brennstoff. Dieses Prinzip… weiterlesen

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