Flüssiggastank

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Flüssiggastank: Lagerung von Flüssiggas im Tank

Flüssiggas muss in Tanks außerhalb des Hauses gelagert werden, da eine Lagerung im Haus nicht zugelassen ist. Durch die Lagerung außerhalb des Hauses ist der Brennstoff Flüssiggas auch sehr gut für nicht-unterkellerte Häuser geeignet. Der notwendige Tank kann einfach im Garten aufgestellt werden und bei Bedarf durch einen geeigneten Sichtschutz „versteckt“ werden. Es besteht außerdem die Möglichkeit, den Tank halb oder komplett einzugraben, sodass er überhaupt nicht sichtbar ist und im Garten kaum Platz wegnimmt.

Flüssiggastank © Maciej, stock.adobe.com
Flüssiggastank © Maciej, stock.adobe.com

Und das geht mit Flüssiggas übrigens auch in Wasserschutzgebieten und in Hochwassergebieten – bei Heizöltanks angesichts der vielen Vorschriften eine schier unbezahlbare Herkules-Aufgabe.

Eine Flüssiggasheizung ist auch im Wasserschutzgebiet möglich
Eine Flüssiggasheizung ist auch im Wasserschutzgebiet möglich

Allerdings ist die unterirdische Lagerung eines Flüssiggastanks deutlich teurer, für das überirdische Aufstellen reicht im Prinzip eine ausreichend große Betonplatte als Untergrund. Schließlich können Flüssiggastanks auch in Räumen aufgestellt werden, deren Wände feuerfest sind und in denen nichts Anderes gelagert wird. In Kellerräumen ist keine Aufstellung von Flüssiggastanks möglich.

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Flüssiggastank

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Die richtige Größe finden

Die richtige Größe für den Flüssiggastank hängt letztlich vom Energiebedarf ab. Ein Einfamilienhaus kommt sicher mit einem kleineren Tank aus als etwa Mehrfamilienhaus. Aber auch die Dämmung des Hauses und die Heiztechnik beeinflussen die Tankgröße. Flüssiggastanks sind in drei Größen, auf dem Markt. Sie haben ein Volumen von 1,2, 2,2 oder 2,9 Tonnen. Das entspricht einem Inhalt von 2700, 4850 oder 6500 Litern Flüssiggas. Für die richtige Auswahl muss zunächst der Jahresbedarf an Heizenergie ermittelt werden.

Bei der Größenabschätzung sollte unbedingt berücksichtigt werden, dass ein Flüssiggastank nur bis zu 85 % betankt werden darf. Diese Sicherheitsreserve beim Volumen in Höhe von rund 15 % ist gesetzlich vorgeschrieben. Eigentlich lässt sich der Energiebedarf einfach über die Rechnungen der Vorjahre ermitteln. Hier ist der Bedarf in kWh angegeben. Wenn nun aber der Bedarf nach einer Sanierung abgeschätzt werden muss, sollte auf den entsprechenden Energieausweis zurückgegriffen werden. Fachunternehmen sind hier die richtigen Ansprechpartner.

Sicherheit bei Flüssiggastanks

  • Es wird eine Sicherheitszone (circa drei Meter) vorgeschrieben.
  • Es dürfen keine Zündquellen oder brennbare Stoffe in dieser Sicherheitszone sein.
  • Auch offene Fenster, Kelleröffnungen oder Kanaleinläufe sind in dieser Sicherheitszone verboten.
  • 1 m Abstand zur nächsten Hauswand sind einzuhalten.
  • Elektroinstallationen in Räumen, in denen Flüssiggastanks stehen, müssen EX-geschützt sein.
  • Der Aufstellraum muss zu anderen Räumen feuerbeständig abgetrennt sein.
  • Es müssen nach außen Öffnungen zum Be- und Entlüften vorgesehen sein.
  • Der TÜV muss den Flüssiggastank alle zwei Jahre prüfen.
Flüssiggastank: Aufstellort und Sicherheit
Flüssiggastank: Aufstellort und Sicherheit
Tipp: Der Flüssiggastank muss zum Füllen mit dem Schlauch des Tankwagens erreichbar sein. Dieser Schlauch ist meist nicht länger als 25 m!
Flüssiggasheizung Voraussetzungen: Schlauchlänge beachten
Flüssiggasheizung Voraussetzungen: Schlauchlänge beachten

Aufstellbare Flüssiggastanks

Flüssiggastanks, die aufgestellt werden, sind am unkompliziertesten. Sie können innerhalb weniger Stunden auf ihren Platz gestellt werden. Allerdings kann der Flüssiggastank nur auf ein Fundament gestellt werden. Hierfür gibt es fertige Fundamentplatten im Handel, es können aber auch die Fundamente selbst hergestellt werden. Schon bei der kleinsten Tankgröße ist ein Fundament von 3 m x 1.40 m notwendig, bei großen Tanks mit einem Volumen von 6400 Litern, muss das Betonfundament 6,0 m x 1,4 m groß sein.

Aufstellbare Flüssiggastanks sind normalerweise hell lackiert (es sind zwei RAL-Farben erlaubt: weiß RAL 9010 und hellgrün RAL 6019). Es werden auch speziell designte Flüssiggastanks angeboten, die mit ihren Motiven nicht versteckt werden müssen. Der Aufstellort ist frei wählbar, allerdings müssen die oben genannten Sicherheitsvorschriften eingehalten werden. Es ist kein Problem, einen oberirdischen Flüssiggastank hinter einem Sichtschutz zu verstecken. Das kann ein blickdichter Zaun, eine Hecke oder eine Mauer sein.

Flüssiggastank hinter Sichtschutz verstecken
Flüssiggastank hinter Sichtschutz verstecken

Unterirdischer Flüssiggastank

Viele Flüssiggastanks werden eingegraben, sodass von ihnen nichts zu sehen ist. Das hat den großen Vorteil, dass die Fläche darüber fast ganz genutzt werden kann. So wird die nutzbare Gartenfläche nicht geringer. Lediglich der nicht sehr große, sogenannte Domschachtdeckel, über den die Armaturen des Flüssiggastanks zugänglich sind, bleibt sichtbar. Allerdings muss für den unterirdischen Flüssiggastank eine recht große Grube entstehen. Der Tank muss von allen Seiten von 20 cm Sand umgeben sein. Abgedeckt wird der Tank mit einer 50 cm dicken Erdschicht.

Flüssiggastank: Mögliche Aufstellorte
Flüssiggastank: Mögliche Aufstellorte

Halb oberirdischer Flüssiggastank

Eine weitere Lösung ist die Kombination der beiden vorgenannten Tanktypen. Halb eingetragen und halb aus der Erde herausstehend verbinden sich hier allerdings eher auch die Nachteile der beiden Lösungen: Es muss eine (teure) Grube gegraben werden und gleichzeitig ist die Fläche nicht als Gartenfläche nutzbar. Es entsteht ein sogenanntes „Hünengrab“, das nicht jeder schön findet. Halb oberirdische Flüssiggastanks kommen recht selten vor.

Preise von Flüssiggastanks

Die Preise von Flüssiggastanks hängen ab von der Größe des Tanks und von der Art des Tanks. Sinnvoll ist hier eine Anfrage bei einem Fachberater oder aber Sie nutzen unseren Preisvergleich für Flüssiggastanks.

Die Investition bewegt sich beim Kauf eines Tanks zwischen 1800 Euro für den kleinsten oberirdisch aufgestellten Tank (plus Betonfundament, ca. 250 Euro) und 4000 Euro für einen unterirdischen Flüssiggastank (plus Grubenerstellung und Sand, ca. 500 bis 700 Euro). Hinzu kommen bei einem unterirdischen Tank die Grube für die Rohrleitung, bei 15 m kommen hier noch einmal 250 Euro zusammen.

Es besteht vom Kauf abgesehen auch die Möglichkeit, Flüssiggastanks zu mieten. Das ist auf den ersten Blick sehr bequem und mit rund 10 bis 15 Euro im Monat nicht so teuer, zumal dabei die Preise für Wartung und Instandhaltung enthalten sind. Einziger Nachteil hierbei: Das Flüssiggas muss dann auch vom Anbieter des Tanks abgenommen werden. Es besteht also keine freie Wahl bei der Auswahl des Flüssiggas-Anbieters und hierüber können die Kosten dann insgesamt doch wieder höher liegen als beim Kauf.

Schließlich gibt es eine dritte Variante, die vor allem für Mehrfamilienhäuser und Vermieter geeignet ist. Dabei werden an jeder Abnahmestelle Gaszähler, wie man sie von Erdgas oder auch Strom und Wasser kennt, montiert. Hier kann dann der Verbrauch dann jährlich abgelesen werden und exakt abgerechnet. Diese Lösung ist besonders sinnvoll, wenn mehrere Parteien Flüssiggas aus einem gemeinsamen Tank erhalten. Die monatlichen Mietkosten für den Gaszähler liegen rund 15 bis 20 % über den Kosten für die Tankmiete und enthalten die anderen Kosten. Besonders praktisch ist hierbei auch, dass Mieter ihre Verträge dann direkt mit dem Flüssiggasanbieter schließen, sodass der Vermieter etwa mit der Betriebskostenabrechnung gar nichts zu tun.

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Preisvergleich Kauf oder Miete

Um die Entscheidung für das Kauf- oder Mietmodell einfacher zu machen, hier eine Übersicht über die Anschaffungs- und laufenden Kosten für Flüssiggastanks.

Kauf des Flüssiggastanks Miete des Tanks
Tank Anschaffung 1800 bis 4000 Euro Ca. 500 Euro Pauschale
Mietkosten 10 bis 12 Euro pro Monat incl. Wartungspauschale
Zusatzkosten Bodenplatte oder Grube 250 bis 700 Euro incl.
Rohrleitung ca. 250 Euro incl.
Prüfkosten außen alle 2 Jahre ca. 60 Euro Instandhaltungspauschale ca. 100 Euro pro Jahr
Prüfkosten alle 10 Jahre 300 – bis 600 Euro incl.
Instandhaltungskosten jährlich 15 Euro incl.

Ausgehend von einer Nutzung von rund 10 Jahren kann man anhand dieses Überblicks die Kosten eher vergleichen.

Wird ein mittelgroßer unterirdischer Tank mit einer Größe von 2,1 Tonnen angeschafft und regelmäßig die vorgeschriebenen Prüfungen durchgeführt, dann fallen in 10 Jahren rund 5000 Euro an. Für einen gemieteten Tank liegen die Kosten bei rund 2800 Euro. Das ist natürlich deutlich weniger. Allerdings ist man bei einem Miettank verpflichtet, das Flüssiggas von diesem Unternehmen zu kaufen.

Die Preisgestaltung für Flüssiggas ist hier teilweise sehr undurchsichtig. Sicher ist, dass die Preise für Flüssiggas bei der Nutzung von Miettanks höher liegen, teilweise so viel höher, dass es sich lohnen kann, den Vertrag zu kündigen und selbst einen Tank anzuschaffen. So lohnt sich die Miete vor allem, wenn nur wenig Gas benötigt wird, weil dann der Preisunterschied zwischen freien Flüssiggas-Anbietern und dem Vertrags-Anbieter nicht so ins Gewicht fällt.

Ein eigener Flüssigastank: Wechsel des Lieferanten ist möglich
Ein eigener Flüssigastank: Wechsel des Lieferanten ist möglich

Wartung von Flüssiggastanks

Wartung und Instandhaltung von Flüssigtanks sind gesetzlich geregelt. Bei Flüssiggastanks handelt es sich um überwachungspflichtige Druckbehälter. Entsprechende Vorschriften finden sich im Produktsicherheitsgesetz, der Betriebssicherheitsverordnung und den technischen Regeln für Flüssiggas. Sie müssen vor Inbetriebnahme und dann alle 2 Jahre einer äußeren Prüfung und alle 10 Jahre einer inneren Prüfung unterzogen werden. Die Prüfungen müssen selbstverständlich von Fachpersonal, sogenannten befähigten Personen, Fachunternehmen oder „Zugelassenen Überwachungsstellen“ (ähnlich TÜV) durchgeführt werden. Ihr Fachunternehmen berät sie hier.

Flüssiggastank: Regelmäßige Prüfungen sind Pflicht
Flüssiggastank: Regelmäßige Prüfungen sind Pflicht

Prüfung vor Inbetriebnahme

Es liegt nahe, dass vor Inbetriebnahme des Flüssiggastanks überprüft wird, ob alle Komponenten des Tanks einschließlich der Rohrleitung korrekt montiert sind und funktionieren. Es wird auch der Aufstellort überprüft. Die Prüfung wird auch dokumentiert.

Äußere Prüfung alle 2 Jahre

Bei der äußeren Prüfung erfolgt eine Sichtprüfung des Tanks (nur möglich bei oberirdischen Tanks), der Armaturen sowie der (sichtbaren) Verrohrung. Bei oberirdischen Tanks wird auch darauf geachtet, ob die Lackierung in Ordnung ist oder ob starke Verschmutzungen zu erkennen sind. Die Armaturen werden außerdem auf Lecks hin überprüft. Auch wird darauf geachtet, dass die Aufstellbedingungen (also Abstände, Ex-Zone etc.) auch nach wie vor eingehalten werden.

Innere Prüfung alle 10 Jahre

Die Innere Prüfung, die nur alle 10 Jahre stattfinden muss, umfasst zunächst den Umfang der äußeren Prüfung. Zusätzlich soll die innere Behälterbeschaffenheit überprüft werden. Dazu müssen dank alternativer Prüfverfahren die Tanks nicht mehr geöffnet werden. Mit Schallemissions- und Einspeisemessprüfungen wird kontrolliert, ob die Tankhülle innen und außen unversehrt ist. Im Abstand von 10 Jahren wird auch die komplette Rohrleitung auf Dichtheit überprüft. Die Druckprüfung erfolgt sowohl für die Versorgungsrohre (bis zum Haus) wie für die Verbrauchsleitung (im Haus bis zur Gastherme).

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