Flüssiggas oder Heizöl?
Die Entscheidung, welcher der beiden Energieträger der richtige ist, fällt nicht unbedingt leicht. Für beide, sowohl Flüssiggas wie Heizöl, gilt ja, dass sie gewählt werden müssen, wenn zum Beispiel kein Anschluss an das Erdgasnetz möglich ist oder etwa eine Pelletheizung zu viel Platz wegnimmt oder auch besonderer Wert auf eine Feinstaub- und rußarme Verbrennung gelegt wird.
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Gemeinsamkeiten von Flüssiggas und Heizöl
Vor der sinnvollen Gegenüberstellung der beiden Energieträger Heizöl und Flüssiggas sollten die Gemeinsamkeiten betrachtet werden.
- Sowohl Flüssiggas wie Heizöl sind fossile Energieträger, wobei Flüssiggas in der Erdölraffinerie als Nebenprodukt anfällt. Auch wenn Flüssiggas inzwischen auch aus Abfällen hergestellt werden kann, hängen die Flüssiggasproduktion und auch die Preisentwicklung ebenso wie bei Heizöl von der Entwicklung der Erdölindustrie und der Erdölvorkommen ab. Die Entwicklung der letzten Jahr ezeigt, dass der Markt volatil ist und die Preisentwicklung damit schwer einzuschätzen.
- Auch die Anschaffungskosten für Tank, Heizungsanlage, die Kosten für die Wartung, den Brennstoffbedarf oder die betriebsgebundenen Kosten unterscheiden sich bei Heizöl und Flüssiggas nicht in großem Maße voneinander.
- Die Einsatzmöglichkeiten von Flüssiggas und Heizöl sind ähnlich: Bei beiden gilt, dass kein Anschluss an die öffentliche Infrastruktur notwendig wird. Beide benötigen Tanks, in denen sie gelagert werden und sie bieten sich beide als Energieträger der Wahl in abgelegenen Regionen an. Der Platzbedarf und die Kosten für den Tank sind bei beiden durchaus negative Aspekte, egal ob der Tank im Keller oder im Garten aufgestellt wird.
Unterschiede zwischen Flüssiggas und Heizöl
Die meisten Vergleiche von Flüssiggas und Heizöl ergeben leichte Vorteile von Flüssiggas gegenüber dem klassischen Heizöl.
- Flüssiggastanks dürfen auch in Wasserschutzgebieten aufgestellt werden, in denen Heizöltanks oftmals verboten sind oder nur mit so strengen Auflagen erlaubt sind, dass eine Aufstellung zu teuer wird. Zudem müssen Flüssiggastanks nicht in einem getrennten Raum stehen.
- Flüssiggas kann auch in Gasbrennwert-Heizungen sehr effizient genutzt werden, die deutlich sparsamer und umweltfreundlicher arbeiten als vergleichbare Ölheizungen.
- Flüssiggas verbrennt gegenüber Heizöl deutlich emissionsärmer. Es wird weniger Kohlendioxid bei der Verbrennung freigesetzt. Außerdem entsteht bei der Verbrennung von Flüssiggas kaum Feinstaub und auch kein Ruß.
- Deshalb ergeben sich auch bei der Heizungsanlage ähnliche Vorteile wie bei einer Erdgasheizung, es ist kein großer Schornstein, sondern nur eine kleine, deutlich preiswertere Abgasleitung notwendig und die Kosten für den Schornsteinfeger sind dementsprechend geringer.
- Flüssiggas kann nicht nur für Heizung und Warmwasser genutzt werden, sondern darüber hinaus auch zum Kochen eingesetzt werden. Und sowohl Profi- wie Hobbyköche nutzen bevorzugt Gas in der Küche.
- Ein nicht zu unterschätzender Vorteil von Flüssiggas ist die fehlende Geruchsbelästigung. Bei der Lagerung von Heizöl bleibt diese, zumindest in der Nähe des Öltanks, nicht aus.
Fazit
Vergleicht man ausschließlich Heizöl- und Flüssiggasheizungen, überwiegen die Vorteile der Flüssiggasheizung. Gerade die Umweltaspekte spielen eine große Rolle, sowohl in Hinsicht auf die geringeren Emissionen als auch bezüglich des Risikos einer Gewässerverschmutzung zum Beispiel in Hochwassergebieten. Aber auch einen Vergleich mit Wärmepumpen- oder Pelletheizungen müssen Flüssiggasheizungen nicht scheuen. Sie punkten hier mit den deutlich niedrigeren Anschaffungskosten.
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