Wassergeführte Fußbodenheizungen haben am Heizkreisverteiler Ventile; Stellantriebe sitzen darauf, wenn eine automatische Einzelraumregelung vorhanden oder nachgerüstet ist. Der Stellantrieb ist ein kleiner elektrothermischer oder elektromotorischer Antrieb, der auf einem Ventil des Heizkreisverteilers sitzt und es öffnet oder schließt. So beeinflusst er den Heizwasserdurchfluss in die einzelnen Heizkreise einer Fußbodenheizung, um die Wärmeverteilung in den einzelnen Räumen bedarfsgerecht zu regulieren.
Das Wichtigste in Kürze
- Funk-Regelungen verbinden Raumthermostat und Heizkreisverteiler ohne neue Kabel in die Räume – ideal zum Nachrüsten im Bestand.
- Für ein Einfamilienhaus mit rund acht Heizkreisen kostet das Material je nach System etwa 500 bis 1.200 Euro, plus Einbau.
- Beim Kauf auf Spannung (230 oder 24 Volt), Schaltverhalten (NC/NO) und die Kompatibilität mit dem Heizkreisverteiler achten.
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Bei einer intelligenten Heizungssteuerung müssen keine Kabel mehr vom Raumthermostat zum Heizkreisverteiler verlegt werden. Das Thermostat funkt die Raumtemperatur zu einer Steuerung. Diese Steuerung ist mit den Stellantrieben verbunden und gibt den Befehl, ob sich die Ventile öffnen oder schließen sollen. Die Funktechnik und eine Umrüstung auf Smart-Home-Betrieb macht es möglich, die Temperatur der Fußbodenheizung auch per Smartphone einzustellen. Dazu ist ein Hub oder Gateway notwendig. Der funkt die Raumthermostate sowie die Steuerung an und stellt per Datenleitung oder WLAN eine Verbindung zum Internet-Router her. Per App kann dann die Heizungssteuerung eingerichtet werden und die Temperatur in den einzelnen Räumen lässt sich per Handy verändern.

Je nach System kann eine intelligente Heizungssteuerung gegenüber einer konventionellen Regelung vorausschauend arbeiten. Selbstlernende Systeme erfassen das Aufheizverhalten und können Wetter- oder Außentemperaturdaten einbeziehen. Ein Beispiel: Bei niedriger Außentemperatur kann die Regelung früher mit dem Aufheizen beginnen, damit das Bad zur eingestellten Uhrzeit warm ist.

Nachrüstung
Eine Nachrüstung mit einem funkgesteuerten Stellantrieb kann durchaus eine sinnvolle Investition sein. Mit einem Funkstellantrieb für die Fußbodenheizung können nämlich Heizkosten eingespart werden. Wer gar keine automatische Einzelraumregelung hat und die Ventile am Heizkreisverteiler nur manuell einstellt, kann unter Umständen mehr heizen, als notwendig ist. Grund ist bei Anlagen ohne Raumthermostate die fehlende Feinregulierung: Die Ventile am Heizkreisverteiler werden bei der Inbetriebnahme einmal von Hand eingestellt und geben dann kontinuierlich die einmal eingestellte Wärmemenge ab – unabhängig davon, ob die Sonne den Raum längst mitheizt.
Drei Wege der Anbindung
Per Funk
Raumthermostate funken an die Steuereinheit am Heizkreisverteiler.
Geeignet fürBestandsgebäude ohne Leerrohre – der Normalfall beim Nachrüsten
Per Kabel
Thermostate und Stellantriebe sind fest mit der Steuereinheit verdrahtet.
Geeignet fürNeubau und Sanierungen mit ohnehin offenen Wänden oder Leerrohren
Kombination
Stellantriebe per Kabel an der Steuereinheit direkt am Verteiler, nur die Raumthermostate funken.
Geeignet fürVerteiler mit Steckdose in der Nähe, aber ohne Kabelwege in die Räume

Die Nachrüstung mit Funkstellantrieben ist relativ problemlos und ohne aufwändige Installationen möglich. Die Nachrüstung besteht in der Regel aus einer zentralen Steuereinheit, den Funkstellantrieben und mindestens einem Raumthermostat. Für das Material eines Einfamilienhauses mit rund acht Heizkreisen sollte man je nach System etwa 500 bis 1.200 Euro einplanen – selbstlernende Premium-Systeme können bis zu 2.500 Euro kosten. Hinzu kommen Einbau und gegebenenfalls Elektroarbeiten. Wer will, kann seine Räume auch mit Einraumreglern, die per Funk arbeiten, ausstatten. Das macht eine individuelle Wärmeregelung in jedem einzelnen Raum möglich. Funk-Raumthermostate gibt es je nach Ausstattung – mit Display, Programmierung oder App-Anbindung – für rund 50 bis 80 Euro das Stück.
Worauf es bei der Auswahl ankommt
Beim Kauf lohnt ein Blick auf drei technische Details. Erstens die Spannung: Stellantriebe gibt es mit 230 Volt und – meist etwas leiser und teurer – mit 24 Volt. Zweitens das Schaltverhalten: „NC“ (normally closed) bedeutet stromlos geschlossen und ist der Standard, „NO“ (normally open) bleibt stromlos geöffnet – wichtig zu wissen, falls die Steuerung einmal ausfällt. Drittens der Platz: Batteriebetriebene Funk-Stellantriebe speziell für Fußbodenheizungen gibt es praktisch nicht, weil sie deutlich größer bauen und die Ventile im Heizkreisverteiler dicht nebeneinanderliegen – die Stromversorgung läuft daher in der Regel über die zentrale Steuereinheit.
Vor dem Kauf klären
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