Energieeinsparverordnung 2014

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Energieeinsparverordnung 2014 (EnEV 2014)

Haus Energiesparen
Energiesparen EnEv © Markus Kretschmar, fotolia.com

Was ursprünglich als EnEV 2012 geplant war, ist im Oktober 2013 endlich verabschiedet, im November im Bundesanzeiger veröffentlicht worden und entsprechend am 01. Mai 2014 in Kraft getreten. Der Grund für die lange Verzögerung scheint darin begründet, dass diverse Vorschläge keine Zustimmung im Bundesrat gefunden hatten.

Änderungen

Die ab 01.05.2014 geltende EnEV 2014 zeigt kaum erkennbare Verschärfungen.

Für Neubauten wird die Anhebung der Anforderungen an den Jahres-Primärenergiebedarf von durchschnittlich 25% gegenüber der EnEV 2009 nicht wie zunächst geplant in 2 Schritten 2014 und 2016 vollzogen, sondern in einem Schritt ab dem 01.Januar 2016. Für die Dämmung der Gebäudehülle werden die U-Werte (Wärmedurchgangskoeffizienten) um durchschnittlich 20%. Mit diesen Verschärfungen will man den Anforderungen der EU gerecht werden und dem ab 2021 geltenden Niedrigstenergiegebäude-Standard näher kommen.

Sanierung und Modernisierung

Im Gebäudebestand sind keine weiteren Absenkungen der Werte für Jahresprimärenergiebedarf und Wärmedurchgangswerte im Vergleich zur EnEV 2009 vorgesehen, da die Verschärfung der hier bestehenden Vorgaben in keinem Verhältnis zum energetischen Nutzen stehen würde, so die Meinung in den entsprechenden Gremien.

Durchgesetzt hat sich der Bundesrat bei der Anlagentechnik. Bisher mußten Kessel mit Einbaujahr vor 1978 ausgetauscht werden. Mit der neuen EnEV sind alle Kessel betroffen, die älter als 30 Jahre sind oder vor 1985 eingebaut wurden -mit Ausnahme von Brennwert und Niedertemperaturkesseln mit hohem Wirkungsgrad. Weiterhin ausgenommen sind dabei Ein-und Zweifamilienhäuser, die mit mindestens einer Wohnung vom Eigentümer selbst genutzt werden. Für den Fall des Eigentümerwechsels ist die Umrüstungspflicht hier mit 2 Jahren begrenzt.

Der Paragraph 10 a zur Außerbetriebnahme der Nachtspeicherheizungen wurde aufgehoben.

Bei der Inspektion eventuell bestehender Klimaanlagen soll mit stichprobenartigen Kontrollen der Energieausweise und Berichte dem Vollzug der EnEV 2014 Vorschub geleistet werden.

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Vermietung und Verkauf

Die eigentliche Verschärfung der EnEV findet bei den Pflichten bei Vermietung und Verkauf von Immobilien statt. So müssen künftig bereits in den Immobilienanzeigen energetische Kennwerte bekannt gegeben werden. Der Energieausweis soll schon bei der Besichtigung der jeweiligen Immobilie vorgelegt werden und auf Anraten des Bundesrates die Angabe von Effizienzklassen A-H ähnlich der Kategorisierung bei Haushaltsgeräten aufweisen. Es besteht die Pflicht zur Aushändigung des Energieausweises, auch als Kopie, an Käufer und neue Mieter. Stichprobenkontrollen der Energieausweise sind ebenfalls geplant.

Bis jetzt gab es die Aushangpflicht für Energieausweise lediglich für öffentliche Gebäude. Diese soll nun aber auch in größeren privatwirtschaftlichen Bauten mit Publikumsverkehr gelten wie z.B. in Hotels, Theater, Kongresshallen und Banken

Inkrafttreten der EnEV 2014

Die EnEV 2014 wurde im November im Bundesgesetzblatt veröffentlicht und demnach zum 01 Mai 2014 in Kraft getreten. Bis dahin galt die EnEV 2009 . Übergangsfristen sind besonders im Neubau und bezüglich der Bauanträge zu beachten.

Energieausweise sind nach den Verordnungen 2002 und 2004 weiterhin insgesamt 10 Jahre gültig und müssen entsprechend erneuert werden.

Für Hausbauer empfiehlt es sich unabhängig von Gesetzen und Verordnungen mit Blick in die Zukunft zu bauen. Hier wären also mindestens die Empfehlungen für den Jahresenergiebedarf ab 2016 nach der EnEV 2014 einzuhalten.

Im Hinblick auf vermutlich weiter steigende Energiepreise wird der beauftragte Architekt und/oder Energieberater gerne Empfehlungen geben, wie man energiesparend sowie rechtlich vorausschauend bauen kann.

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