Energieeinsparverordnung

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Energieeinsparverordnung (EnEV)

Haus Energiesparen
Energiesparen EnEv © Eisenhans, fotolia.com

Ursprung

Ihren Ursprung hat die Energieeinsparverordnung in dem Energieeinsparungsgesetz (EnEG) von 1976 aufgrund der Ölkrise 1973. Das EnEG wurde in der Folge mehrfach geändert, auch aufgrund des europäischen Einflusses auf die nationale Energie-und Klimapolitik.

Grundlage EnEG

Das EnEG ermächtigt die Bundesregierung unter Zustimmung des Bundesrats zum Erlass von Rechtsverordnungen, den Wärmeschutz in Neubauten genauso betreffend wie die Effizienz von wärme- kühl und beleuchtungstechnischen Anlagen und deren Betrieb. Für den Gebäudebestand können Sonderregelungen getroffen werden.

Die EnEV löst die Wärmeschutzverordnung und die Heizungsanlagenverordnung ab. Sie verpflichtet die Bauherren und Eigenheimbestizer zur effizienten Verwendung von Betriebsmitteln durch entsprechende bau-und anlagentechnische Maßnahmen

Geschichte der Energieeinsparverordnung

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Die erste Energieeinsparverordnung 2002 hatte die Reduzierung des Energiebedarfs um 30% gegenüber WschV 1995 und somit die Reduzierung der CO2 Emissionen zum Ziel.

Aufgrund erheblicher Änderungen von Normen und anerkannten Regeln der Technik wurde sie zur EnEV 2004 geändert. In der Fassung 2007 wurde erstmalig der Nachweis über Energieausweise bei Verkauf und Vermietung von Immobilien Pflicht, in öffentlichen Gebäuden müssen seitdem die Energieausweise an sichtbarer Stelle ausgehängt werden.

Mit der EnEV 2009 wurde dann eine verschärfte Version auf den Weg gebracht. Ihre Hauptbestandteile zeigen sich in der 30%igen Senkung des Jahresprimärenergiebedarfs, sowie der zu 15% besseren Dämmung der Gebäudehülle bei Neubau und der Verschärfung bei Änderung von Bauteilen um ebenfalls 30%. Weiterhin wurde im Gebäudebestand die nachträgliche Dämmung der obersten Geschossdecken zur Pflicht. Das Verbot von Heizkesseln, die vor 1978 installiert wurden und das Betriebsverbot für elektrische Speicherheizsysteme ab 2020 wurden beschlossen.

Aktuelle Novellierung, EnEV 2014

Mitte Oktober 2013 hat nun der Bundestag die lang erwartete neue Version mit den Auflagen des Bundesrates beschlossen. Inkrafttreten wird diese 6 Monate nach Verkündung im Bundesgesetzblatt. Sicherlich wird es Übergangsregelungen geben, die insbesondere das Datum des Bauantrags bei Neubau berücksichtigen werden.

Höhere Anforderungen sind beim Jahresenergiebedarf und bezüglich der Gebäudehülle im Neubau ab 01.Januar 2016 zu beachten.
Im Gebäudebestand sind Verschärfungen in der Heizungstechnik und bei der Verwendung der Energieausweise ab Inkrafttreten der neuen Verordnung beschlossen worden.

Durch stichprobenartige Kontrollen soll der Vollzug der neuen EnEV stärker geprüft werden.

Tipp: Weitere Informationen finden Sie dem ausführlichen Artikel zur EnEV 2014

Geltungsbereich

Betroffen von der EnEV sind Gebäude, die unter Einsatz von Energie beheizt oder gekühlt werden. Unterschieden wird zwischen Wohn- und Nichtwohngebäuden. In einem Ausnahmekatalog werden Gebäude mit besonderer Nutzung wie Handwerksbetriebe, Ferienhäuser, Gebäude der landwirtschaftlichen Nutzung etc., die nicht durchgehend oder gering beheizt werden, gesondert behandelt.

Im Vordergrund steht jedoch bei allen anstehenden Maßnahmen die Wirtschaftlichkeit des Vorhabens.

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