Strom Sozialtarife

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Strom Sozialtarife für Bedürftige und Harz4-Empfänger

Strom Solzialtarife
Strom ist teuer © gourmecana, fotolia.com

Wie alle übrigen Lebenshaltungskosten, sind auch die Energiepreise in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Dies trifft Geringverdiener und Empfänger von Sozialleistungen naturgemäß am härtesten, denn die Einkommen unterer Gehaltsklassen stagnieren und der Hartz-4-Satz sowie die Sozialhilfe sind nicht entsprechend gestiegen, um diese Entwicklung ausgleichen zu können.

Während die Heizungskosten bei Empfängern von Arbeitslosengeld 2 zumindest anteilig mitgetragen werden, sieht dies der Staat bei den Stromkosten nicht vor. Da der Staat keinen direkten Einfluß auf die Preis- und Tarifpolitik der Stromanbieter nehmen kann und will, liegt es im Ermessen der Unternehmen, günstigere Sozialtarife anzubieten.

Ausgaben Haushalt für Strom
Ausgaben eines Haushalts, Bildquelle: Agentur für erneuerbare Energien

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Strom Sozialtarife: Wer bietet sie an?

Bundesweit gibt es bisher keinen einheitlichen Anbieter von subventionierten Stromtarifen. Während es auf regionaler und kommunaler Ebene Testläufe gab, einen Sozialtarif anzubieten (so etwa in Bayern), wurden diese entweder wieder eingestellt oder haben sich nicht ausgebreitet.

Es bleibt festzustellen, dass es einen Strom Sozialtarif bis heute nicht gibt. Die Stromkonzerne äußern sich bislang auch eher zurückhaltend und skeptisch, wenn es um Sozial- oder Fördertarife geht. Sie verweisen auf günstige Tarife, wie sie schon im regulären Programm der Anbieter zu finden sind und raten zum Strom sparen. Ebenso verhält sich bislang die Politik, die auf den Wettbewerb am Markt verweist und postuliert, dass sich auf diese Weise günstige Tarife entwickeln.

Tipp: Mit unserem Strom-Tarifrechner finden Sie günstige Stromtarife

Anbieterwechsel statt Strom Sozialtarif

Kenner der Stromszene verweisen darauf, dass die mögliche Ersparnis bei den bisher angebotenen Sozialtarifen in den meisten Fällen ebenso mit dem Wechsel in einen günstigen Stromtarif zu erzielen sei. Nach Angaben von Stiftung Warentest lassen sich mit einem Anbieterwechsel bis zu 150 Euro jährlich einsparen – mehr als es bspw. bei dem Sozialtarif-Modellversuch in Bayern gewesen ist.

So bleibt allen Menschen mit knappem Budget nur zu raten: Anbieter vergleichen und den günstigsten Stromtarif auswählen! Mit unserem Tarifrechner wird die Möglichkeit geboten, dies schnell, einfach und übersichtlich vorzunehmen.

Allerdings bleibt eine Gruppe weiterhin benachteiligt: verschuldete Haushalte. Denn viele Anbieter führen vor einem Wechsel eine Bonitätsprüfung durch. Wer die nicht besteht, dem bleibt nur noch der Grundversorger und der ist meist teuer.

Experten raten zu Strom sparen

Während die Stromanbieter Sozialtarifen generell kritisch gegenüber stehen, bauen sie ihre Stromspar-Programme aus. Einige Kommunen und Stromlieferanten bieten Einkommensschwachen und großen Familien kostenlose Stromspar-Trainings an. Eigens ausgebildete Berater führen den Menschen vor Ort vor, wie sich einfach und mit wenigen Handgriffen effektiv Energie einsparen läßt – und damit bares Geld: Um bis zu 100 Euro und mehr im Jahr lassen sich Stromrechnungen reduzieren, wenn man die Energiespartipps konsequent befolgt und umsetzt.

Hier einige Stromspartipps in der Kurzübersicht:

  • Energiesparlampen nutzen
  • TV, DVD-Player und HiFi-Anlage ganz ausschalten statt auf Stand-By
  • Mehrfachsteckdosen mit An-/Aus-Schalter nutzen
  • häufig genügt beim Kühlschrank eine niedrige Einstellung
  • ein 40°C-Waschgang verbraucht 50% Strom als ein 60°C-Waschgang und ist meist auch völlig ausreichend
  • Wäsche an der Luft trocknen statt im Wäschetrockner
  • wenn möglich auf neue energiesparende Elektrogeräte umsteigen

Tipp: Weitere Tipps zum Strom sparen haben wir in unserer Ratgeber Reihe Strom sparen veröffentlicht.

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