Heizölpreise – Zusammensetzung, Steuern und Entwicklung
Heizöl wird direkt aus Rohöl hergestellt. Daher hängen auch die Preise für Heizöl sehr stark von den Preisen für Rohöl ab. Diese unterliegen wiederum sehr starken Schwankungen. Das liegt daran, dass Rohöl einerseits an der Börse gehandelt wird. Damit unterliegen die Preise zu einem gewissen Teil der Spekulation. Andererseits beeinflussen viele geopolitische Faktoren den Preis für Rohöl. Das zeigt sich immer wieder bei geopolitischen Krisen, Kriegen oder Lieferengpässen, die den Rohölpreis sprunghaft bewegen können.
Das Wichtigste in Kürze
- Rund zwei Drittel des Heizölpreises sind der Produktpreis – er folgt vor allem Gasöl-/Rohölnotierungen und Wechselkursen.
- Staatliche Preisbestandteile: Energiesteuer rund 6,1 Cent pro Liter, CO₂-Preis 2026 brutto rund 17–21 Cent pro Liter, dazu 19 Prozent Umsatzsteuer auf den Gesamtpreis.
- Der CO₂-Anteil bleibt ein relevanter Kostentreiber – ab 2028 über den europäischen Emissionshandel weniger planbar.

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Durch die sehr enge Verbindung von Roh- und Heizöl sind auch die Preise für Heizöl sehr eng an die Rohölpreise gekoppelt. Steigt der Preis für Rohöl steigen in der Regel auch die Heizölpreise entsprechend stark mit an. Aber auch das Heizöl ist also abhängig von Angebot und Nachfrage und von Spekulationen.

Der wichtigste europäische Handelsplatz für Mineralölprodukte ist der Ölmarkt in Rotterdam. Die Preisschwankungen, denen das Heizöl im Einkauf der Ölhändler unterliegt, geben diese meistens direkt an die Endverbraucher weiter.
Zusammensetzung der Heizölpreise für Endverbraucher
Der Heizöl-Preis, den Endverbraucher zahlen müssen, setzt sich aus fünf wichtigen Faktoren zusammen:
- Produktenpreis
- Deckungsbeitrag
- Energiesteuer
- Mehrwertsteuer
- CO2-Preis
Der sogenannte Produktenpreis ist der Preis, den die Händler im Einkauf für Heizöl zahlen müssen. Er setzt sich zusammen aus dem Börsenpreis der auf dem Ölmarkt in Rotterdam gezahlt werden muss sowie den Transportkosten nach Deutschland. Er macht rund zwei Drittel des Gesamtpreises aus.
Der Deckungsbeitrag ist der Anteil, den der Ölhändler für Transport, Handel und natürlich für den eigenen Gewinn auf den Einkaufspreis aufschlägt. Er variiert von Händler zu Händler und macht meist nur einen kleinen Teil des Endpreises aus.
Die Energiesteuer beträgt für schwefelarmes Heizöl EL feste 61,35 Euro je 1.000 Liter – rund 6,1 Cent pro Liter und damit deutlich weniger als auf Diesel oder Benzin.
Hinzu kommt der CO₂-Preis: 2026 liegt er im gesetzlichen Korridor von 55 bis 65 Euro je Tonne CO₂. Das sind netto rund 15 bis 17 Cent pro Liter Heizöl, mit 19 Prozent Mehrwertsteuer rund 17 bis 21 Cent – Tendenz steigend.
Schließlich kommt auf den gesamten Preis – einschließlich Energiesteuer und weitergegebenem CO₂-Preis – noch die Mehrwertsteuer von 19 Prozent hinzu.
Woraus sich der Heizölpreis 2026 zusammensetzt
Ersparnis durch Steuervergünstigung
Schon seit 2009 wird schwefelarmes Heizöl mit einem niedrigeren Energiesteuersatz belastet als schwefelreiche Ware (61,35 statt 76,35 Euro je 1.000 Liter). Da heute praktisch nur noch schwefelarmes Heizöl EL nach DIN 51603-1 gehandelt wird, profitieren Endverbraucher automatisch vom günstigeren Satz.
Heizkosten unter Druck: Der CO₂-Preis steigt weiter
- 2026: gesetzlicher KorridorDer CO₂-Preis ist vorgegeben und macht rund 17–21 Cent je Liter Heizöl aus.Besser: diesen festen Aufschlag bei der Jahresplanung fest einkalkulieren.
- Ab 2028: europäischer EmissionshandelDann bildet sich der CO₂-Preis am Markt (ETS2) und wird weniger planbar.Besser: die Preisentwicklung im Blick behalten und Bestellzeitpunkte gezielt nutzen.
Langfristige Entwicklung der Heizölpreise
Aufgrund vieler verschiedener Faktoren unterliegt Heizöl genau so wie sein Ausgangsprodukt das Rohöl schon immer sehr starken Preisschwankungen. Neben geopolitischen… weiterlesen




