Wenn Sie Brennholz kaufen, werden Sie sicherlich die Preise vergleichen. Beachten Sie jedoch, dass sich die Preise oft auf unterschiedliche Mengen beziehen. Gebräuchliche Maßeinheiten sind der Festmeter, der Raummeter und der Schüttraummeter. Bei allen drei handelt es sich um einen Kubikmeter Holz. Ist das Holz ordentlich gestapelt, bekommen Sie jedoch sehr viel mehr, als wenn man das Brennholz beispielsweise in einen 1 x 1 x 1 Meter großen Korb schüttet.
Das Wichtigste in Kürze
- Festmeter, Raummeter und Schüttraummeter enthalten unterschiedlich viel Holz – je nach Stapelung.
- Ein Festmeter ist massives Holz ohne Zwischenräume, ein Schüttraummeter loses Schüttgut mit viel Luft.
- Preise immer auf dieselbe Einheit umrechnen, sonst täuscht der Vergleich.
Der Festmeter (fm)

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Bei einem Festmeter werden sogar die Zwischenräume abgezogen, die beim Stapeln von Brennholz zwangsläufig entstehen. Bei einem Festmeter handelt es sich daher um Holzmasse in einer Größe von einem Kubikmeter. Anders ausgedrückt, können Sie sich einen Festmeter wie einen 1 x 1 x 1 Meter großen massiven Holzwürfel vorstellen. Dies ist natürlich nur ein theoretischer Wert, der mathematisch berechnet wird. So ermittelt man zum Beispiel die Festmeter von ganzen Baumstämmen, indem man die Länge des Baumstamms mit der Kreisfläche aus dem Mittendurchmesser (meist ohne Rinde) multipliziert (Hubersche Formel).
Der Festmeter wird mit fm abgekürzt. Beim ihm unterscheidet man nochmals zwischen dem Vorratsfestmeter, dem Erntefestmeter und dem Schichtfestmeter. Diese Maßeinheiten sind beim Brennholzkauf weniger interessant, sollen aber nicht unerwähnt bleiben.
Beim Vorratsfestmeter (Vfm) wird die Baumrinde mitgerechnet. Diese Maßeinheit kommt vor allem in der Forstwirtschaft bei der Ermittlung der Holzmenge beispielsweise in einem bestimmten Bereich eines Waldes zum Einsatz. Es handelt sich daher in der Regel um noch stehende Bäume.

Beim Erntefestmeter (Efm) zählt die Rinde nicht mit. Auch beim Fällen der Bäume kommt es zu Verlusten. In der Regel reduziert man die Vorratsfestmeter um 20 Prozent, um die Erntefestmeter zu ermitteln. Es gibt jedoch Unterschiede zwischen den einzelnen Baumarten, denn einige bilden eine sehr dicke, andere nur eine dünne Rinde. Bei der Berechnung der Erntefestmeter nutzt man deshalb oft verschiedene Umrechnungsfaktoren für die verschiedenen Baumarten.
Der Schichtfestmeter (Sfm) wird für bereits gespaltene Brennholzscheite verwendet. Er entspricht einem Kubikmeter Brennholz ohne Zwischenräume.

Der Raummeter (rm)

Bei einem Raummeter Brennholz sind die Scheite ordentlich gestapelt. Dennoch verbleiben natürlich Zwischenräume, die bei einem Raummeter anders als bei einem Festmeter nicht abgezogen werden. Diese Maßeinheit ist im Brennholzhandel sehr gebräuchlich und wird auch Ster genannt. Sie wird sowohl für ungespaltenes als auch für gespaltenes Brennholz genutzt. Es kann auch länger als einen Meter sein. Dies ist bei Holz, das Sie direkt in einem Wald kaufen, meistens der Fall. Dort werden zudem in den meisten Fällen nur ganze Stämme verkauft. Wenn diese Stämme übereinander gestapelt werden, verbleiben sehr viel größere Zwischenräume als beim Stapeln von bereits gespaltenem Brennholz. Ein Raummeter Stämme würde daher aus weniger Holz bestehen als ein Raummeter Brennholz. Bei ganzen Stämmen wird jedoch ohnehin in der Regel ein Preis pro Festmeter vereinbart, der sich wie oben beschrieben nach der Huberschen Formel aus dem mittleren Stammdurchmesser und seiner Länge errechnet.
Der Schichtraummeter (Schicht-rm)

Ist Brennholz bereits auf eine für den Kamin optimale Länge von 25, 30 oder 33 Zentimetern geschnitten, verwenden viele Händler die Maßeinheit Schichtraummeter. Ein Schichtraummeter kann etwas mehr Holz enthalten als ein Raummeter, denn kurze, gestapelte Scheite liegen oft dichter; die tatsächliche Menge hängt aber von Scheitlänge, Form und Stapelqualität ab. Der Schichtraummeter wird unter anderem für Brennholz auf Paletten genutzt, das in vielen Baumärkten angeboten wird.
Der Schüttraummeter (srm)

Wie der Name schon vermuten lässt, schüttet man bei einem Schüttraummeter das Brennholz in einen Behälter wie zum Beispiel einen Gitterkorb, der ein Volumen von einem Kubikmeter hat. Diese Maßeinheit wird daher vor allem für gespaltenes und kurzes Kaminholz verwendet, das sich schütten lässt. Durch das Schütten entstehen sehr viel größere Zwischenräume als bei einem Raummeter. Ein Schüttraummeter besteht daher aus weniger Holz als ein Raummeter.
Die Brennholz-Maßeinheiten auf einen Blick
Festmeter (fm)
1 m³ massives Holz ohne Zwischenräume – ein rechnerischer Wert, üblich für ganze Stämme.
Raummeter (rm) / Ster
Gestapelte Scheite samt Zwischenräumen, ein 1-m³-Stapel. Im Handel die gebräuchlichste Einheit.
Schichtraummeter
Kurze, ofenfertige Scheite (25–33 cm) gestapelt – etwas mehr Holz als ein Raummeter.
Schüttraummeter (srm)
Lose in einen Behälter geschüttetes Holz – große Zwischenräume, weniger Holz als ein Raummeter.
Klafter
Altes Maß, das Ihnen noch begegnen kann: 1 Klafter entspricht 3 Raummetern.
Neben dem Ster werden Sie beim Brennholzkauf eventuell auf weitere alte Maßeinheiten wie den Klafter stoßen. Heute wird ein Klafter Holz meist mit etwa 3 Raummetern gleichgesetzt; historische und regionale Definitionen können abweichen.

Möchten Sie die Preise für Brennholz in verschiedenen Maßeinheiten vergleichen, hilft Ihnen folgende Tabelle:
| 1 Festmeter entspricht | 1,4 Raummeter | 2,2 Schüttraummeter |
| 1 Raummeter entspricht | 0,7 Festmeter | 1,4 Schüttraummeter |
| 1 Schüttraummeter entspricht | 0,4 Festmeter | 0,7 Raummeter |
Maßeinheiten Festmeter, Raummeter oder Schüttraummeter umrechnen

Diese Umrechnungsfaktoren sollten Sie nur als grobe Richtschnur ansehen, denn bei einem Raummeter kann das Holz äußerst akkurat oder weniger sorgfältig gestapelt sein. Auch die Form der Scheite spielt eine Rolle, denn zwischen krummen Scheiten sind die Abstände größer. Ebenso kann es beim Schütten zu Differenzen kommen, weil sich beispielsweise Holzscheite verkanten. Ganz exakt lässt sich die Holzmenge daher nicht bestimmen.

Berücksichtigen Sie beim Vergleich der Preise aber nicht nur die Maßeinheiten. Die Bearbeitung und das Trocknen des Holzes kostet Geld. Brennholz, das bereits getrocknet und gespalten wurde, damit Sie es direkt verwenden können, ist deshalb teurer als gänzlich unbehandeltes Holz, das Sie selbst trocknen und zerkleinern müssen. Einen großen Einfluss auf den Preis haben außerdem die Holzart und die Abnahmemenge. Größere Mengen sind in der Regel günstiger, deshalb lohnt es sich, einen Lagerplatz einzurichten oder vielleicht zusammen mit den Nachbarn Brennholz zu bestellen.
Was kostet die Wärme wirklich?
Wirklich vergleichbar werden Brennholzpreise erst, wenn Sie Menge und Energiegehalt zusammen betrachten. Ein günstiger Raummeter Nadelholz kann am Ende teurer sein als ein Raummeter Buche, weil schwereres Hartholz pro Raummeter deutlich mehr Wärme liefert. Wer auf die Kosten pro Kilowattstunde schaut, rechnet den Preis über den Heizwert der jeweiligen Holzart um – so zahlen Sie für die tatsächlich nutzbare Energie und nicht nur für das Volumen.
Preisvergleich: typische Fallen
- Immer dieselbe EinheitFestmeter, Raummeter und Schüttraummeter enthalten unterschiedlich viel Holz – rechnen Sie Preise vor dem Vergleich um.
- Holzart berücksichtigenEin Raummeter Hartholz liefert mehr Energie als ein Raummeter Nadelholz, ist aber meist teurer.
- Trocken und gespalten kostet mehrOfenfertiges, getrocknetes Holz ist teurer als frisches Stammholz, das Sie selbst aufarbeiten müssen.
Brennholz kaufen – Preise und Einkaufstipps Beim Kauf von Brennholz dürfen Sie selbst entscheiden, ob Sie es sich einfach machen… weiterlesen




