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Spaltaxt schärfen

Eine Spaltaxt schärfen – so wird’s gemacht

Eine stumpfe Axt macht das Holzhacken mühsam und gleichzeitig gefährlich, denn eine stumpfe Klinge kann am Holz abrutschen. Nach einer gewissen Zeit des Gebrauchs sollten Sie Ihre Axt deshalb von einem Fachmann schärfen lassen oder selbst schärfen. Durch ein wenig Pflege sorgen Sie außerdem für eine lange Lebensdauer.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine stumpfe Axt verkantet, splittert und rutscht leichter ab – rechtzeitig nachschärfen.
  • Grobe Kerben an der Schleifscheibe entfernen, dann die Schneide beidseitig im halben Winkel schärfen.
  • Den Stahl beim Schleifen immer wieder mit Wasser kühlen, sonst verliert er seine Härte.

Ob Ihre Spaltaxt geschärft werden muss, finden Sie mit diesem Schnell-Check heraus:

Schnell-Check: Muss Ihre Axt geschärft werden?

1. Verkantet sich die Axt beim Spalten oft oder bleibt sie im Holz stecken?

Ja

Zeit zum Schärfen

Mindestens ein Anzeichen trifft zu – schärfen Sie die Axt nach den folgenden Schritten.

Ergebnis

Nein

Sitzt gut

Dann weiter zum nächsten Anzeichen.

→ Frage 2

2. Entstehen beim Hacken ungewöhnlich viele Holzsplitter?

Ja

Zeit zum Schärfen

Mindestens ein Anzeichen trifft zu – schärfen Sie die Axt nach den folgenden Schritten.

Ergebnis

Nein

Wenig Splitter

Gutes Zeichen – prüfen Sie noch die Form der Schneide.

→ Frage 3

3. Läuft die Schneide rundlich statt spitz zu?

Ja

Zeit zum Schärfen

Mindestens ein Anzeichen trifft zu – schärfen Sie die Axt nach den folgenden Schritten.

Ergebnis

Nein

Noch scharf genug

Kein typisches Anzeichen für eine stumpfe Klinge. Etwas Pflege gegen Rost genügt vorerst.

Ergebnis

Kleine Kerben in der Schneide müssen Sie nicht sofort vollständig ausschleifen, wenn die Axt noch sauber arbeitet. Tiefe Ausbrüche, Risse oder eine deutlich verformte Schneide sollten Sie dagegen vor der weiteren Nutzung mit Feile, Schleifstein oder fachlicher Hilfe beseitigen.

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Der Axtschärfer – ein praktisches Hilfsmittel zum Nachschleifen

Schwarzer Axtschärfer © lial88, stock.adobe.com
Für ein schnelles Nachschärfen: der Axtschärfer © lial88, stock.adobe.com

Zum Schleifen von Äxten bekommen Sie im Handel Axtschärfer, die in ihrem Aufbau den Messerschärfern für die Küche ähneln. Sie sind sehr einfach im Gebrauch, denn bei einem Axtschärfer ziehen Sie die Klinge der Axt so oft durch das Gerät, bis sie wieder scharf ist. Beschädigungen lassen sich auf diese Weise jedoch kaum beseitigen. Ein Axtschärfer eignet sich daher nur zum Schärfen von Spaltäxten, die ein wenig stumpf geworden sind. In allen anderen Fällen gehen Sie besser folgendermaßen vor:

Spaltaxt schärfen: Schritt für Schritt

1

Leicht stumpf? Axtschärfer nutzen

Eine nur leicht stumpfe Spaltaxt ziehen Sie einige Male durch einen Axtschärfer – das reicht oft schon.

2

Kerben entfernen Kontur markieren

Tiefere Einkerbungen an Schleifscheibe, Feile oder Bandschleifer abtragen. Vorher die Kontur mit einem wasserfesten Stift markieren, damit der Radius erhalten bleibt.

3

Stahl immer wieder kühlen

Die Klinge regelmäßig in Wasser tauchen. Eine bläuliche Verfärbung zeigt, dass der Stahl überhitzt – dann verliert er seine Härte.

4

Schneide beidseitig schärfen

Mit einer Körnung ab 240 beide Seiten im halben Schneidenwinkel schleifen – bei den üblichen 30 Grad also je etwa 15 Grad.

5

Grat entfernen und wetzen

Den entstandenen Grat mit einem angefeuchteten Abziehstein abtragen, zum Schluss optional an einem Stück Leder nachwetzen.

Einordnung der heizsparer.de-Redaktion
Axt schärfen © Olga Soloveva, stock.adobe.com
An einer Schleifscheibe lassen sich Kerben schnell beseitigen © Olga Soloveva, stock.adobe.com

Als Erstes schauen Sie sich die Klinge an. Sie kann beim Gebrauch der Axt beschädigt worden sein und beispielsweise Einkerbungen aufweisen. Diese entfernen Sie an einer Schleifscheibe, an der Sie die Klinge mit wenig Druck schleifen. Achten Sie hierbei darauf, den Radius der Klinge nicht zu verändern, sofern Ihre Axt eine vorn gerundete Klinge besitzt. Am besten zeichnen Sie die Kontur mit einem Edding oder einem anderen Stift auf die Klinge. So können Sie während des Schleifvorgangs immer wieder kontrollieren, ob der ursprüngliche Radius bewahrt bleibt. Beim Abschleifen von Beschädigungen ist es außerdem wichtig, die Klinge in regelmäßigen Abständen in einem Behälter mit Wasser abzukühlen. Eine zu starke Erhitzung des Stahls führt dazu, dass er seine Härte verliert. Dies zeigt sich schlimmstenfalls durch eine bläuliche Verfärbung.

Flache Feile zum Axt schärfen © Viesturs Kalvans, stock.adobe.com
Eine feine flache Feile leistet ebenso gute Dienste © Viesturs Kalvans, stock.adobe.com

Besitzen Sie keine Schleifscheibe oder möchten Sie Ihre Spaltaxt lieber von Hand schleifen, nehmen Sie eine feine flache Handfeile. Auch mit ihr lassen sich Kerben und andere Schadstellen gut entfernen. Ein weiteres mögliches Werkzeug ist der Winkelschleifer. Diese Variante empfiehlt sich allerdings nur für Personen, die häufig mit einem Winkelschleifer arbeiten und im Umgang mit dem Werkzeug entsprechend geübt sind. Darüber hinaus ist bei einem Winkelschleifer die Gefahr, dass der Stahl überhitzt, noch größer.

Unabhängig vom gewählten Werkzeug ist es wichtig, eine Axt immer von beiden Seiten zu schleifen. So behält sie ihre ursprüngliche Form. Zeichnen Sie deshalb auf beiden Seiten die Kontur nach.

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Axt schärfen mithilfe von Schraubstock © GC Fotoestudio, stock.adobe.com
Das Einspannen der Axt in einen Schraubstock erleichtert die Arbeit © GC Fotoestudio, stock.adobe.com

Im zweiten Schritt schärfen Sie die Schneide. Diese Arbeit erledigen Sie ebenfalls an einer Schleifscheibe oder an einem Bandschleifer, den Sie mit feinem Schleifpapier bestücken. Zum Schärfen von Axtklingen eignen sich feine Schleifpapiere in einer Körnung von mindestens 240. Auch beim Schärfen der Klinge sollten Sie den Stahl immer wieder in Wasser abkühlen, um eine Überhitzung zu vermeiden. Sofern Sie einen Bandschleifer verwenden, reduzieren Sie zusätzlich dessen Laufgeschwindigkeit. Ist die Klinge nicht sonderlich stumpf, können Sie aber auch auf den Einsatz von Maschinen verzichten und ausschließlich einen Schleifstein verwenden.

In diesem Fall empfiehlt es sich, die Axt in einen Schraubstock einzuspannen, damit Sie mit beiden Händen arbeiten können. Alternativ setzen Sie sich hin, legen den Axtkopf auf den Oberschenkel und den Stiel gegen die Schulter. Danach führen Sie den zuvor mit Wasser angefeuchteten Schleifstein mit kreisenden und möglichst kleinen Bewegungen über eine Seite der Schneide. Hat sich ein Grat gebildet, setzen Sie die Arbeit auf der anderen Seite der Schneide fort. Auch bei diesem Arbeitsschritt ist ein wasserfester Stift hilfreich. Durch eine Markierung sehen Sie, ob Sie die gesamte Schneide gleichmäßig bearbeitet haben. Die Schneide schärfen Sie ebenfalls von beiden Seiten. Hierbei ist es wichtig, dass Sie den Schneidenwinkel nicht verändern. Viele Spaltäxte liegen beim Schneidenwinkel eher um 30 bis 35 Grad; maßgeblich sind Herstellerangabe und vorhandene Fase. Äxte für andere Zwecke haben dagegen oft einen kleineren oder größeren Schneidenwinkel. Beachten Sie hierbei, dass der Winkel einer Schneide aus ihren beiden Seiten berechnet wird. Daraus ergibt sich, dass Sie die beiden Seiten der Schneide im halben Schneidenwinkel schleifen müssen. Bei einem für eine Spaltaxt typischen Winkel von 30° wären dies also zweimal 15°.

Schleifstein für Axt © Kzenon, stock.adobe.com
Für den Feinschliff benötigen Sie einen Abziehstein © Kzenon, stock.adobe.com

Beim Schleifen entsteht häufig ein Grat. Ihn entfernen Sie mithilfe eines Schleif- oder Abziehsteins. Diesen Stein feuchten Sie mit Wasser an und bewegen ihn kreisförmig über die Schneiden.

Wenn Sie möchten, können Sie die Schneide zum Schluss an einem Stück Leder wetzen. Dadurch wird sie noch schärfer. Das Leder ziehen Sie von der Schneide weg und entfernen dadurch die letzten Grate.

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Schutz und Pflege für die Spaltaxt

Mit der richtigen Aufbewahrung und Pflege bleibt Ihre Axt lange funktionstüchtig. Ein Schneidenschutz verhindert Beschädigungen, wenn die Axt in einem Regal in Ihrer Werkstatt liegt. Achten Sie beim Überziehen des Schutzes jedoch darauf, dass der Kopf der Axt trocken ist, damit der Stahl nicht zu rosten beginnt. Auch sämtlichen Schmutz sollten Sie natürlich vom Kopf und dem Stiel entfernen.

Etwas Fett oder Öl, mit dem Sie den Axtkopf einreiben, schützt den Stahl vor Rost. Diese Pflege bietet sich an, wenn ausreichend Brennholz gehackt ist und Sie die Axt für eine Weile nicht benutzen werden, kann aber auch nach jedem Gebrauch erfolgen. Der optimale Lagerraum für eine Spaltaxt ist weder feucht noch trocken. Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit lässt schnell Rost entstehen. In einer zu trockenen Umgebung schwindet dagegen der Holzstiel und ist dadurch nicht mehr ganz so sicher mit dem Axtkopf verbunden.

Einen Axtstiel aus Holz können Sie bei Bedarf abschleifen, damit die Oberfläche wieder glatt ist. Etwas Leinöl hält das Holz geschmeidig und verhindert, dass es austrocknet. Solch ein Öl tragen Sie mit einem fusselfreien Tuch sparsam auf den Stiel auf.

Denken Sie außerdem an die Reinigung des Schleifsteins, damit Sie die Axtklinge beim nächsten Schleifen nicht mit anhaftenden Graten beschädigen. Für seine Säuberung reicht eine Bürste und eventuell etwas Spüli.

Wie oft muss eine Spaltaxt geschärft werden?

Wie häufig eine Axt nachgeschärft werden muss, hängt vor allem davon ab, wie oft und welches Holz Sie spalten. Wer regelmäßig hartes, dichtes Holz mit hohem Heizwert wie Buche oder Eiche bearbeitet, stumpft die Schneide schneller ab als bei Weichholz. Als Faustregel gilt: lieber öfter mit ein paar Zügen nachschärfen, als selten viel Material abtragen zu müssen. Prüfen Sie die Schärfe am besten vor jeder größeren Hack-Session – eine scharfe Axt arbeitet sicherer und kraftschonender.

Holz hacken mit Axt © Ivan, stock.adobe.com
Brennholz mit der Axt spalten

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