Holzbriketts

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Holzbriketts – ein praktischer und effizienter Brennstoff

Holzbriketts © Jürgen Wiesler, stock.adobe.com
Komfortabel in der Handhabung: aus Spänen oder Sägemehl gepresste Briketts © Jürgen Wiesler, stock.adobe.com

Wenn Sie mit dem natürlichen und nachwachsenden Rohstoff Holz heizen möchten, können Sie neben Scheitholz und Pellets auch Holzbriketts verwenden. Dieser Brennstoff zeichnet sich vor allem durch eine komfortable Handhabung aus, hat jedoch noch weitere Vorteile.

Die Herstellung

Holzbriketts werden aus Sägespänen oder Sägemehl hergestellt. Sowohl Späne als auch Sägemehl entsteht in vielen Betrieben wie zum Beispiel in Sägewerken, Tischlereien und Unternehmen, die Parkett herstellen. Die Weiterverarbeitung zu Briketts ist daher eine gute Möglichkeit, diese Reststoffe zu nutzen.

Holzbrikettpresse: Holzbriketts selbst herstellen
Holzbrikettpresse: Holzbriketts selbst herstellen

Die Späne beziehungsweise das Sägemehl wird unter hohem Druck zu Briketts gepresst. Dadurch löst sich das im Holz enthaltene Lignin, das wie ein Klebstoff wirkt und die vielen Späne beziehungsweise das Sägemehl zusammenhält. Bei günstigen Produkten werden jedoch auch Klebemittel hinzugefügt, denn um das Lignin zu lösen, ist ein hoher Druck erforderlich. Er lässt sich nur mithilfe von hochwertigen und entsprechend teuren Maschinen realisieren. Wollen die Hersteller die Kosten reduzieren, arbeiten sie daher mit geringerem Druck und fügen dem Rohstoff ein Klebemittel hinzu. Erfolgt die Herstellung mit ausreichend hohem Druck, ist dagegen kein Leim erforderlich, der beim Befeuern eines Ofens Schadstoffe an die Luft abgeben könnte.

Herstellung von Holzbriketts
Herstellung von Holzbriketts

Briketts können jede beliebige Form haben und beispielsweise wie ein Quader oder ein Zylinder aussehen. Selbst Holzpellets sind im Prinzip Briketts. Die Unterteilung in Pellets und Briketts erfolgt daher nur anhand der Größe. Bis zu einem Durchmesser von 2,5 Zentimetern spricht man von Pellets, alle größeren Exemplare heißen Briketts.

Holzbriketts in unterschiedlichen Formen © Manuel Adorf, stock.adobe.com
Holzbriketts – in vielen Formen erhältlich © Manuel Adorf, stock.adobe.com

Der Unterschied zwischen Hart- und Weichholzbriketts

Holzbriketts werden aus Weichhölzern, bei denen es sich meist um Nadelholz handelt, und aus Harthölzern wie der Buche hergestellt. Hartholzbriketts brennen langsamer und erzeugen dadurch länger Wärme. Zudem entsteht bei der Verwendung von Hartholzbriketts weniger Asche und andere Rückstände, die sich beim Abbrennen von Weichholzbriketts oft an den Sichtscheiben ablagern. Die Folge ist eine stark geschwärzte Scheibe. Im Allgemeinen sind Hartholzbriketts deshalb die bessere Wahl.

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Holzbriketts vs. Pellets und Scheitholz

Im Vergleich mit Holzpellets und klassischem Kaminholz haben Holzbriketts viele Vorteile, aber nur wenig Nachteile. Hier ein kleiner Überblick.

Vorteile und Nachteile
Vorteile und Nachteile

Die Vorteile

  • Aufgrund ihrer hohen Dichte und ihres geringen Wassergehalts von weniger als zehn Prozent sind Holzbriketts ein besonders effizienter Brennstoff. Sie produzieren mit einem Heizwert von etwa 5 kWh pro Kilogramm sehr viel mehr Wärme als Brennholz, das einen Heizwert zwischen 4 und 4,5 kWh pro Kilogramm hat. Der Wassergehalt liegt meist zwischen sechs und acht Prozent, während Brennholz oft einen Feuchtegehalt von etwa 18 Prozent hat.
  • Briketts brennen durch ihre regelmäßige Struktur sehr gleichmäßig. Im Fachjargon wird dies als Brennstoffhomogenität bezeichnet. Auch ein Funkenschlag, der bei Kaminholz beispielsweise durch Harzreste verursacht wird, entsteht bei der Verwendung von Briketts nicht.
  • Der Transport, die Handhabung und das Einfüllen in den Ofen oder den Kamin ist bei den handlichen Holzbriketts sehr einfach. Zudem benötigen Briketts bei der Lagerung sehr viel weniger Platz als Kaminholz. Drei bis fünf Raummeter Brennholz entsprechen im Hinblick auf den Heizwert etwa 1,5 Raummeter Holzbriketts.
  • Holzbriketts am Lager © Patrick Daxenbichler , stock.adobe.com
    Der Platzbedarf bei der Lagerung: sehr viel geringer als bei Kaminholz © Patrick Daxenbichler , stock.adobe.com
  • Im Vergleich mit Brennholz entsteht bei der Verwendung von Briketts weniger Asche. Pro 100 Kilogramm Holzbriketts können Sie mit weniger als einem Kilogramm Asche rechnen. Dementsprechend geringer ist der Aufwand bei der Entsorgung der Asche.
  • Holzbriketts sind ein CO2-neutraler Brennstoff, denn sie geben bei der Verbrennung nur so viel CO2 ab, wie der Baum, von dem das Holz stammt, während seiner Lebensdauer aus der Atmosphäre aufgenommen hat.
  • Weil Briketts aus Reststoffen hergestellt werden, müssen keine zusätzlichen Bäume gefällt werden. Auch beim Naturschutz können Holzbriketts daher punkten.
Vorteile von Holzbriketts
Vorteile von Holzbriketts

Die Nachteile

  • Durch das Pressen von Holzspänen oder Sägemehl entsteht eine Oberfläche, die sehr fest und glatt ist. Dadurch lassen sich Briketts weniger leicht anzünden als Holzscheite, bei denen die Oberfläche unregelmäßig und porös ist. Zum Anzünden von Briketts benötigen Sie deshalb zusätzliches dünnes Holz, das Sie mit Anzündern in Brand setzen.
  • In einem offenen Kamin sehen Briketts bei weitem nicht so schön aus wie Holzscheite. Auch auf das Knacken und Knistern, das viele Kaminbesitzer schätzen, müssen Sie bei der Verwendung von Holzbriketts verzichten. Eine mögliche Lösung ist die Kombination von Kaminholz und Briketts. Möchten Sie größere Flammen, sind außerdem Briketts, die in der Mitte ein Loch haben, eine gute Wahl.
Holzbriketts © Jürgen Wiesler, stock.adobe.com
Für größere Flammen: Briketts mit Loch © Jürgen Wiesler, stock.adobe.com
Tipp: Holzbriketts beginnen erst bei hohen Temperaturen zu brennen. Sorgen Sie deshalb beim Anzünden der dünnen Holzscheite für eine hohe Sauerstoffzufuhr. Ist ausreichend Glut entstanden, fügen Sie die Briketts hinzu und drosseln die Sauerstoffzufuhr wieder, damit die Holzbriketts langsam abbrennen.
Kaminofen © digitalstock, fotolia.com
Für eine schöne Optik Briketts mit Scheitholz kombinieren © digitalstock, fotolia.com

Worauf Sie beim Kauf von Holzbriketts achten sollten

Holzbriketts werden in vielen Ländern produziert. Alle europäischen Hersteller müssen jedoch die Vorgaben der Norm EN 14961 erfüllen. Ihre Briketts enthalten deshalb oft weniger Schadstoffe als die Briketts, die aus Ländern außerhalb der Europäischen Union stammen. Auch eine chemische Behandlung ist in der EU nicht erlaubt. Wenn Sie sich für Holzbriketts aus der EU entscheiden, sind Sie im Hinblick auf Schad- und Giftstoffe daher auf der sicheren Seite. Qualitativ besonders hochwertige Holzbriketts sind außerdem oft mit dem ENplus-Zeichen versehen. Dieses Gütesiegel erhalten Briketts, die sich unter anderem durch einen besonders guten Heizwert auszeichnen.

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