Holzbriketts – ein praktischer und effizienter Brennstoff
Wenn Sie mit dem natürlichen und nachwachsenden Rohstoff Holz heizen möchten, können Sie neben Scheitholz und Pellets auch Holzbriketts verwenden. Wie viel Wärme sie liefern, hängt – wie bei allen Holzbrennstoffen – vom Heizwert ab. Dieser Brennstoff zeichnet sich vor allem durch eine komfortable Handhabung aus, hat jedoch noch weitere Vorteile.
Das Wichtigste in Kürze
- Holzbriketts werden aus Säge-Resten gepresst und heizen mit rund 5 kWh/kg stärker als Scheitholz.
- Hartholzbriketts brennen oft länger; Wassergehalt, Pressdichte und Aschegehalt zählen aber ebenso.
- Beim Kauf auf DINplus bzw. DIN EN ISO 17225-3 Klasse A1, naturbelassenes Holz und Ofenzulassung achten.

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Die Herstellung
Holzbriketts werden aus Sägespänen oder Sägemehl hergestellt. Sowohl Späne als auch Sägemehl entsteht in vielen Betrieben wie zum Beispiel in Sägewerken, Tischlereien und Unternehmen, die Parkett herstellen. Die Weiterverarbeitung zu Briketts ist daher eine gute Möglichkeit, diese Reststoffe zu nutzen.

Die Späne beziehungsweise das Sägemehl werden unter hohem Druck zu Briketts gepresst. Das im Holz enthaltene Lignin wirkt dabei als natürlicher Binder. Qualitätsbriketts nach DIN EN ISO 17225-3 beziehungsweise DINplus müssen Rohstoff, Additive und Grenzwerte für Wassergehalt, Asche und Schadstoffe einhalten; nach DINplus sind Additive bis 2 % zulässig und anzugeben. Für den Kaminofen sollten Sie deshalb keine ungeprüfte Import- oder Restholzware verwenden, sondern naturbelassene, passend deklarierte Briketts.

Briketts können jede beliebige Form haben und beispielsweise wie ein Quader oder ein Zylinder aussehen. Selbst Holzpellets sind im Prinzip Briketts. Die Unterteilung in Pellets und Briketts erfolgt daher nur anhand der Größe. Bis zu einem Durchmesser von 2,5 Zentimetern spricht man von Pellets, alle größeren Exemplare heißen Briketts.

Der Unterschied zwischen Hart- und Weichholzbriketts
Holzbriketts werden aus Weichhölzern, bei denen es sich meist um Nadelholz handelt, und aus Harthölzern wie der Buche hergestellt. Hartholzbriketts brennen langsamer und erzeugen dadurch länger Wärme. Zudem entsteht bei der Verwendung von Hartholzbriketts weniger Asche und andere Rückstände, die sich beim Abbrennen von Weichholzbriketts oft an den Sichtscheiben ablagern. Die Folge ist eine stark geschwärzte Scheibe. Form, Wassergehalt und Aschegehalt beeinflussen das Brennverhalten allerdings ebenfalls; im Allgemeinen sind Hartholzbriketts aber die bessere Wahl.
Holzbriketts vs. Pellets und Scheitholz
Im Vergleich mit Holzpellets und klassischem Kaminholz haben Holzbriketts viele Vorteile, aber nur wenig Nachteile. Ob sich für Sie eher Brennholz oder Briketts lohnen, lesen Sie in unserem Vergleich. Hier zunächst ein kleiner Überblick.
Eine Einschränkung sollten Sie dabei kennen: Holz ist zwar ein nachwachsender Rohstoff, gilt aber nicht automatisch als klimaneutral. Beim Verbrennen entstehen Feinstaub und weitere Emissionen, weshalb das Umweltbundesamt das Heizen mit Holz heute kritischer bewertet als früher. Ein moderner Ofen, trockenes Material und ein sparsamer Einsatz sind deshalb auch bei Briketts wichtig.

Vorteile und Nachteile von Holzbriketts

Holzbriketts: Vorteile und Nachteile
Vorteile
- Hohe Dichte und niedriger Wassergehalt (meist 6–9 %): heizen mit rund 5 kWh/kg stärker als Scheitholz (4–4,5 kWh/kg).
- Brennen durch die gleichmäßige Struktur ruhig und ohne Funkenflug.
- Platzsparend zu lagern: brauchen wegen ihrer hohen Dichte deutlich weniger Lagerraum als Scheitholz.
- Wenig Asche – meist unter 1 kg je 100 kg Briketts.
- Häufig aus Säge-Reststoffen gepresst; ökologisch vor allem sinnvoll, wenn das Holz nicht stofflich genutzt werden kann.
Nachteile
- Lassen sich durch die glatte, feste Oberfläche schwerer anzünden – Anzündholz nötig.
- Im offenen Kamin kein Knistern und weniger schönes Flammenbild als Scheitholz.



Worauf Sie beim Kauf von Holzbriketts achten sollten
Holzbriketts werden in vielen Ländern produziert. Für den Einsatz in deutschen Kaminöfen und Kleinfeuerungsanlagen sind Presslinge aus naturbelassenem Holz beziehungsweise Holzbriketts mit gleichwertiger Qualität maßgeblich; die aktuelle Qualitätsnorm für klassifizierte Holzbriketts ist DIN EN ISO 17225-3:2021-06. Achten Sie deshalb auf eine klare Deklaration des Rohmaterials und möglichst auf Klasse A1 beziehungsweise DINplus.

Für private Holzfeuerungen in Deutschland sind nur geeignete, naturbelassene Holzbrennstoffe zugelassen; DIN EN ISO 17225-3 umfasst unter anderem naturbelassenes Holz, Industrie-Restholz und chemisch unbehandeltes Gebrauchtholz. DINplus-Briketts müssen die Klasse A1 nach DIN EN ISO 17225-3 erfüllen; Additive sind nach dem DIN-CERTCO-Programm nur bis 2 % zulässig und müssen nach Art und Menge angegeben werden. Das ENplus-Siegel ist vor allem vom Pelletmarkt bekannt, wird aber auch für Holzbriketts vergeben; besonders aussagekräftig sind beim Brikettkauf DINplus bzw. DIN EN ISO 17225-3 Klasse A1.
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