Brennholz spalten – so hacken Sie Holz ohne großen Kraftaufwand
Möchten Sie beim Heizen mit Holz Geld sparen, spalten Sie Ihr Brennholz selbst. Noch günstiger wird es, wenn Sie Holz in einem Wald sammeln oder vielleicht sogar die Bäume selbst fällen. Für diese Tätigkeiten benötigen Sie allerdings eine Erlaubnis vom Eigentümer des Waldes. Lesen Sie deshalb unseren Ratgeber „Brennholz sammeln – eine Alternative zum Brennholzkauf?“, in dem wir Sie über alle geltenden Vorschriften informieren. Eine weitere Möglichkeit ist der Kauf von Stämmen oder Stammabschnitten bei einem Förster.
Das Wichtigste in Kürze
- Selbst spalten spart Geld – am leichtesten geht Holz entlang seiner Fasern.
- Die Axt nur fallen lassen statt zu beschleunigen, das schont die Kraft.
- Schutzausrüstung und ein stabiler, schulterbreiter Stand sind beim Hacken unverzichtbar.

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Um ganze Stämme oder Stammabschnitte zu Brennholz zu verarbeiten, benötigen Sie
- eine Säge zum Ablängen der Stämme
- einen großen Holzklotz als Unterlage
- eine Spaltaxt, einen Spalthammer oder ein Spaltbeil
- einen Hammer und einen Spaltkeil
Die Säge

Haben Sie sich für den Kauf von ganzen Stämmen entschieden, brauchen Sie ein Werkzeug, mit dem Sie die Stämme zunächst in Stücke schneiden. Hierbei haben Sie die Wahl zwischen einer großen Handsäge und einer elektrischen Säge. Geeignet sind Kettensäge oder Wippsäge – aber nur mit geeigneter Schutzausrüstung und sicher fixiertem Holz.
Wie lang die Stammabschnitte sein sollten, hängt von der Größe Ihres Kamins ab. Orientieren Sie sich an der Bedienungsanleitung Ihres Ofens: Die Scheite sollten etwas kürzer sein als der Brennraum.
Der Hackstock

Ein Holzklotz, der beim Holzhacken als Unterlage dient, wird auch Hackstock, Spaltklotz und Hackklotz genannt. Als Faustregel kann er etwa bis zu den Knien reichen; entscheidend ist, dass der Axtstiel beim Auftreffen möglichst waagerecht steht. Die optimale Höhe hängt aber auch davon ab, wie lang die Holzscheite werden sollen. Im Idealfall endet das Holzstück auf Höhe Ihrer Hüften, wenn es auf dem Hackstock steht.
Als Hackstock eignet sich vor allem ein Stammabschnitt von einer Eiche, denn ihr Holz ist fest und witterungsbeständig. Ein Hackstock aus Eiche hat daher eine besonders lange Lebensdauer. Stammabschnitte von anderen Holzarten können Sie jedoch ebenfalls verwenden. Wichtig ist allein, dass die Unterlage aus einer härteren Holzart besteht als das zu spaltende Brennholz.
Achten Sie bei der Aufstellung eines Hackklotzes auf einen sicheren Stand, damit die Unterlage beim Holzhacken nicht umkippt. Wichtig ist außerdem eine ebene und waagerechte Oberfläche, damit Sie das zu spaltende Holz auf dem Hackstock abstellen können.
Spaltaxt, Spalthammer und Spaltbeil

Brennholz lässt sich mit einer Spaltaxt, einem Spalthammer oder einem Spaltbeil hacken. Die Spaltaxt und der Spalthammer unterscheiden sich vor allem durch ihr Gewicht, denn ein Spalthammer ist größer und schwerer als eine Spaltaxt. Mit ihm können Sie daher selbst große Holzstücke und sehr hartes Holz spalten. Seinen Namen bekam er wegen der Rückseite seines Kopfes, die als Hammer fungiert. Mit ihr lässt sich ein Keil in das Holz schlagen. Den Spalthammer sollten Sie nur dann wie einen Keil eintreiben, wenn der Hersteller das ausdrücklich zulässt; sonst nutzen Sie einen geeigneten Spaltkeil mit passendem Schlagwerkzeug.

Eine weitere Besonderheit ist die sogenannte Wendenase, die zum Heranziehen und zum Drehen von Holz benutzt wird. Ein Spalthammer ist daher ein praktisches Werkzeug, aber nicht ganz einfach in der Handhabung. Sein Gewicht, das in der Regel mehr als drei Kilogramm beträgt, werden Sie spüren, wenn Sie länger Holz hacken. Die meisten Kaminbesitzer verwenden deshalb lieber eine Spaltaxt. Sie eignet sich zudem auch zum Spalten von kleineren Holzstücken, die bei der Verwendung eines schweren Spalthammers leicht zersplittern. Das Spaltbeil kommt dagegen nur dort zum Einsatz, wo kleine Holzstücke aufgetrennt werden sollen.
Hammer und Keile

Bei der Verwendung von Hammer und Spaltkeil gilt folgender Grundsatz: Schlagen Sie nie mit Stahl auf Stahl, sondern kombinieren Sie einen Stahlhammer oder einen Stahlkeil mit einem Werkzeug aus einem anderen Material.
Der Einsatz eines Spaltkeils empfiehlt sich für Holzstücke, die sich mit einer Axt schlecht spalten lassen. Dies sind vor allem Holzstücke, die stark verwachsen sind oder viele Äste haben. Um Holz mit Keil und Hammer zu spalten, treiben Sie den Keil zunächst mit einigen leichten Schlägen in das Holz. Sitzt er fest, dürfen Sie richtig zuschlagen, damit das Holz in zwei Teile zerbricht.
Holz hacken – eine nicht ungefährliche Arbeit
Beim Spalten von Holz mit einer Axt sollten Sie sich stets der Gefahren bewusst sein. Die Axt kann Ihnen aus der Hand rutschen, große Holzabschnitte fallen Ihnen unter Umständen auf die Füße und herumfliegende Holzsplitter können Ihre Augen verletzen. Sorgen Sie deshalb durch das Tragen von Sicherheitsschuhen, robusten Handschuhen, einer Schutzbrille und einem Helm für Ihre persönliche Sicherheit. Wichtig ist außerdem ein stabiler Stand. Ihre Füße sollten deshalb in einem schulterbreiten Abstand auf dem Boden stehen. Dieser Abstand reduziert gleichzeitig die Gefahr, dass Sie Ihre Beine treffen, falls ein Schlag mit der Axt einmal am Holz vorbeigeht.
Wie bei anderen Werkzeugen kann sich auch bei einer Spaltaxt der Stiel im Laufe der Zeit lösen. Überprüfen Sie deshalb vor jedem Holzhacken, ob Axt und Stiel noch fest miteinander verbunden sind. Die meisten Spaltäxte sind außerdem so konzipiert, dass sie mit beiden Händen gehalten werden sollten. Allein eine sehr kleine Spaltaxt, die nicht mehr als ein Kilogramm wiegt, und ein Spaltbeil können Sie auch mit einer Hand benutzen.
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Holz spalten – Tipps für ein effektives und kraftschonendes Arbeiten
Holz lässt sich immer am einfachsten entlang seiner Fasern spalten. Sie verlaufen in einem Baum von unten nach oben. Die Holzstücke, die Sie hacken möchten, sollten daher genauso auf dem Hackklotz stehen, wie sie zuvor Teil eines Baumes waren. Holz quer zur Faser zu hacken, ist mit einer Spaltaxt ebenfalls möglich. Kommt dies öfter vor, lohnt es sich jedoch, über die Anschaffung einer Forstaxt nachzudenken. Sie wurde speziell für diesen Zweck entwickelt.
So spalten Sie Brennholz kraftschonend
Stämme ablängen
Mit Ketten- oder Wippsäge auf Ofenlänge sägen – meist höchstens 30 cm.
Auf den Hackstock stellen
Scheit aufrecht auf einen festen Hackklotz stellen, so wie es im Baum gewachsen ist.
Entlang der Faser spalten Faserrichtung
In Faserrichtung spaltet Holz am leichtesten; quer zur Faser hilft eine Forstaxt.
Axt fallen lassen
Axt nur bis über den Kopf heben und fallen lassen – nicht beschleunigen, das spart Kraft.
Verwachsenes Holz mit Keil
Astige Stücke mit Spaltkeil und Hammer treiben – nie Stahl auf Stahl schlagen.
Eine Spaltaxt durchtrennt ein Holzstück vor allem durch das Gewicht und die Schärfe ihrer Klinge. Es ist daher vollkommen überflüssig, bei der Abwärtsbewegung die Axt zu beschleunigen. Dies kostet Sie Kraft und lässt Sie vor allem bei größeren Mengen Brennholz vorzeitig müde werden. Heben Sie die Spaltaxt daher nur bis auf eine Höhe oberhalb Ihres Kopfes und lassen Sie sie von dort auf das Holzscheit auf dem Hackklotz fallen. Die Klinge sollte in einem rechten Winkel auf das Holz treffen.

Das Hacken von Brennholz erleichtern Sie sich außerdem, indem Sie
- eine Axt mit einer richtig scharfen Klinge verwenden
- das Holz gleich nach dem Kauf hacken, denn bei frisch geschlagenem Holz ist das Spalten einfacher als bei bereits getrocknetem
- diese Arbeit an kalten Wintertagen erledigen, denn in gefrorenem Zustand lässt sich Holz besonders gut spalten
Noch bequemer zerkleinern Sie Holz mit einem Holzspalter. Solch eine Maschine können Sie in vielen Baumärkten ausleihen und natürlich auch kaufen.
Ein Holzspalter macht das Auftrennen von großen Holzstücken einfach, denn in solch eine Maschine können Sie sogar Baumstämme legen. Sie… weiterlesen




