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Brennholz Übersicht

Das Heizen mit Holz – umweltfreundlich und stimmungsvoll

An einem knisternden Kaminfeuer zu sitzen, ist schon seit langer Zeit beliebt. In den letzten Jahren hat das Heizen mit Holz aus Gründen des Klimaschutzes und der allmählich zur Neige gehenden fossilen Brennstoffe jedoch eine immer größere Bedeutung gewonnen. Mittlerweile besitzen deshalb viele Hauseigentümer einen offenen Kamin, einen Kachelofen oder beheizen das gesamte Haus mit einer Pelletheizung. Dies hat viele Vorteile, denn Holz wächst ständig nach und steht dadurch dauerhaft zur Verfügung.

Holz ist ein nachwachsender Rohstoff: Bei der Verbrennung wird theoretisch nur so viel CO₂ frei, wie der Baum während seiner Lebenszeit aufgenommen hat. Diese gern zitierte „CO₂-Neutralität“ ist allerdings umstritten. Das Umweltbundesamt weist darauf hin, dass das CO₂ sofort entsteht, während nachwachsende Bäume es erst über Jahrzehnte wieder binden – und dass beim Verbrennen zusätzlich Feinstaub, Ruß und weitere klimawirksame Stoffe freigesetzt werden. Holz ist also nicht automatisch klimafreundlich; entscheidend sind ein moderner, sauber betriebener Ofen und ausreichend trockenes Holz. Ebenso wichtig ist vielen Menschen die stimmungsvolle Atmosphäre: Ein knisterndes Feuer sorgt nicht nur für behagliche Wärme, sondern hat auch einen beruhigenden Effekt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Heizen mit Holz ist gemütlich und nutzt einen nachwachsenden Rohstoff – automatisch klimaneutral ist es aber nicht.
  • Effizient und gesetzlich erlaubt ist nur trockenes Holz mit unter 20 % Wassergehalt.
  • Laubholz wie Buche oder Eiche liefert pro Raummeter deutlich mehr Wärme als Nadelholz.
Birke als Brennholz © lappoa, stock.adobe.com
Kaminholz aus regionaler Forstwirtschaft – nur bei nachhaltiger Herkunft sinnvoll © lappoa, stock.adobe.com
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Brennholz in verschiedenen Formaten
Brennholz in verschiedenen Formaten

Kaminholz – vom Rundholz bis hin zu den Holzbriketts

Holz hacken © Jürgen Fälchle, stock.adobe.com
Ideal für den Kamin: gleichmäßig gehackte Scheite © Jürgen Fälchle, stock.adobe.com

Soll ein Raum regelmäßig durch einen geschlossenen Holzofen beheizt werden oder ein offener Kamin gelegentlich für Zusatzwärme sorgen, ist geeignetes Brennholz erforderlich. Es wird auch als Feuerholz und in der Fachwelt als Energieholz bezeichnet, denn bei seiner Verbrennung wird Energie in Form von Wärme freigesetzt.

Brennholz lässt sich außerdem anhand seines Formats und seiner Größe in Rundholz, Scheitholz, Stückholz und Reisig in Form von Ästen und Zweigen unterteilen. Zum Befeuern eines Kamins können Sie aber auch Holzbriketts verwenden. Wenn diese Alternative für Sie in Betracht kommt, sollten Sie unseren Ratgeber Holzbriketts – ein praktischer und effizienter Brennstoff lesen. Berücksichtigen Sie bei Ihrer Entscheidung außerdem die Vor- und Nachteile der beiden Brennstoffe, die wir in unserem Artikel Brennholz oder Briketts? – was ist besser? für Sie zusammengefasst haben.

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Laubholz oder Nadelholz? – Die Unterschiede

Heizen mit Holz © stockphoto-graf , stock.adobe.com
Für eine heimelige Atmosphäre Holz mit einem schönen Flammenbild wählen © stockphoto-graf , stock.adobe.com

Als Brennholz eignet sich das Holz von vielen Laub- und Nadelbäumen. Jede Holzart hat ihre typischen Eigenschaften, ganz allgemein lässt sich jedoch sagen, dass Nadelholz schneller verbrennt als Laubholz und bei der Verbrennung eine höhere Temperatur entsteht. Grund hierfür ist das enthaltene Harz. Laubholz sorgt dagegen für einen längeren Zeitraum für Wärme. Bei der Verwendung von Laubholz müssen Sie deshalb nur hin und wieder neue Scheite nachlegen. Laub- und Nadelhölzer unterscheiden sich außerdem durch ihre Heiz- und Brennwerte.

Laubholz oder Nadelholz – was passt besser?

MerkmalLaubholz (Buche, Eiche)Nadelholz (Fichte, Kiefer)
Heizwert je Raummeterhoch (~2.100 kWh/rm)niedriger (~1.500 kWh/rm)
Abbrandlangsam, lange Glutschnell, hohe Flamme
Funkenfluggeringhöher (Harzgehalt)
Ideal fürDauerwärme, KachelofenAnzünden, schnelle Wärme
Quelle: FNR / LWF Merkblatt 20 – gerundete Richtwerte für lufttrockenes Holz; je nach Holzart, Wassergehalt und Scheitmaß abweichend

Mit diesem Punkt befassen wir uns in unserem Ratgeber „Die Heiz- und Brennwerte von Brennholz – das sollten Sie bei einem Vergleich wissen“. Besitzen Sie einen offenen Kamin, soll das Feuer aber sicherlich auch schön aussehen und möglichst wenig Funken versprühen. Solche Funken entstehen vor allem bei harzhaltigem Holz, denn die Harzgallen und Harzbläschen platzen bei großer Hitze. Auch der Geruch spielt bei einem offenen Kamin eine Rolle, denn beispielsweise Eichenholz verströmt bei der Verbrennung einen eher unangenehmen Geruch. Ideal für den offenen Kamin sind folgende Holzarten:

  • Ahorn
  • Birke
  • Buche
  • Esche
  • Hainbuche
  • Robinie
  • Roteiche
  • Ulme

Worauf Sie bei der Auswahl von Kaminholz sonst noch achten sollten, erfahren Sie in unserem Artikel „Brennholz kaufen – Preise und Einkaufstipps“. Lesen Sie außerdem unseren Ratgeber „Den Brennholzbedarf berechnen – so haben Sie immer genügend Holz“. Durch eine ungefähre Berechnung des Jahresverbrauchs stellen Sie sicher, dass Ihnen nicht mitten im Winter das Holz ausgeht und Sie Kaminholz zu einem eventuell überhöhten Preis nachkaufen müssen.

Klassische Brennholzarten für einen offenen Kamin
Klassische Brennholzarten für einen offenen Kamin

Der Feuchtegehalt von Brennholz

Holzfeuchte messen © maho, stock.adobe.com
Äußerst wichtig: der Wassergehalt von Brennholz © maho, stock.adobe.com

Enthält Brennholz zu viel Wasser, entsteht bei der Verbrennung sehr viel weniger Wärme als bei trockenem Holz. Dies ist darauf zurückzuführen, dass Energie erforderlich ist, um das Wasser in Wasserdampf zu verwandeln. Bei der Verwendung von feuchtem Holz ist der Verbrauch daher entsprechend hoch. Zudem verursacht feuchtes Brennholz leicht Schäden am Kamin und am Schornstein und führt zu einer erhöhten Bildung von Schadstoffen.

Wassergehalt von Brennholz: von frisch bis brennfertig

Frisch geschlagen ~50 %
Nach 1 Jahr ~30 %
Brennfertig < 20 %
Ofen-optimal 15–20 %

Erst unter 20 % Wassergehalt brennt Holz sauber und ist gesetzlich zugelassen.

Quelle: Umweltbundesamt, TFZ

Achten Sie deshalb darauf, dass Ihr Kaminholz ausreichend trocken ist und einen Wassergehalt von weniger als 20 Prozent aufweist. Das ist gemäß der Ersten Bundes-Immissionsschutzverordnung (1. BImSchV) sogar gesetzlich vorgeschrieben. Wie Ihnen dies gelingt, erfahren Sie in unserem Artikel „Brennholz richtig trocknen und lagern – so entsteht perfektes Kaminholz“.

Sauber heizen – die Vorgaben der 1. BImSchV

Wer mit Holz heizt, muss die Erste Bundes-Immissionsschutzverordnung (1. BImSchV) einhalten. Sie begrenzt unter anderem den Feuchtegehalt zulässiger Holzbrennstoffe und den Ausstoß von Staub und Kohlenmonoxid. Einzelraumfeuerungsanlagen, die vor dem 22. März 2010 errichtet wurden, dürfen nach § 26 1. BImSchV weiterlaufen, wenn 0,15 g/m³ Staub und 4 g/m³ Kohlenmonoxid nicht überschritten werden; der Nachweis erfolgt über eine Prüfstandsmessbescheinigung des Herstellers oder eine Schornsteinfeger-Messung. Liegt kein Nachweis vor, mussten Geräte mit einem Datum auf dem Typschild vom 1. Januar 1995 bis einschließlich 21. März 2010 bis zum 31. Dezember 2024 mit einer Einrichtung zur Staubreduzierung nachgerüstet oder außer Betrieb genommen werden. Offene Kamine sind von dieser Übergangsregel ausgenommen, dürfen nach § 4 1. BImSchV aber nur gelegentlich betrieben werden; weitere Ausnahmen gelten unter anderem für Grundöfen, historische Öfen vor 1950 und Einzelraumfeuerungsanlagen, die die Wärmeversorgung der Wohneinheit allein übernehmen.

Brennholz Säcke © Jürgen Fälchle, stock.adobe.com
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