Brennholz oder Briketts? – was ist besser?
Wenn Ihre Feuerstätte laut Bedienungsanleitung dafür zugelassen ist, können Sie sie mit Brennholz oder Holzbriketts befeuern. Um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern, deshalb hier ein Überblick über die Vor- und Nachteile dieser beiden Brennstoffe. Sollten Sie dennoch zu keinem Entschluss kommen, besteht aber auch die Möglichkeit, Brennholz und Briketts im Wechsel zu verwenden oder die beiden Brennstoffe zu mischen.
Das Wichtigste in Kürze
- Brennholz ist günstiger (vor allem selbst gemacht), schöner und leichter anzünden.
- Holzbriketts heizen stärker, brennen länger und sind sauber und platzsparend.
- Im Zweifel beides kombinieren – zum Anzünden Holz, für Dauerwärme Briketts.

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Die Vorteile von Brennholz
- Brennholz ist günstiger als Briketts, wenn Sie beispielsweise bei einem Förster oder im Handel Stämme oder Stammabschnitte kaufen und Ihr Holz selbst hacken. Dies ist zwar mit einigem Aufwand verbunden, reduziert die Kosten jedoch erheblich.
- In einem offenen Kamin sieht Brennholz definitiv schöner aus als Briketts. Kaminholz knistert außerdem bei der Verbrennung und sorgt dadurch für eine gemütliche Atmosphäre. Besitzen Sie einen geschlossenen Ofen wie zum Beispiel einen Kachelofen spielt dieser Punkt jedoch eine untergeordnete Rolle.
- Kaminholz lässt sich leichter anzünden als Holzbriketts. Dies gilt im Besonderen für Nadelhölzer in Form von dünnen Scheiten, die schnell für wohlige Wärme sorgen und im Anschluss dickere Scheite in Brand setzen. Briketts beginnen dagegen erst bei einer hohen Temperatur zu brennen. Bei ihnen ist das Anzünden des Kamins deshalb etwas schwieriger.

Die Vorteile von Holzbriketts
- Holzbriketts bestehen aus naturbelassenem Holz und chemisch unbehandelten Holzrückständen wie Spänen oder Sägemehl, die unter hohem Druck gepresst werden. Gute Qualität erkennen Sie an DIN EN ISO 17225-3 A1 beziehungsweise DINplus; Herkunft, Wassergehalt, Heizwert, Aschegehalt und Zusatzstoffe werden dabei geprüft oder deklariert.
- Durch ihre gleichmäßige Form lassen sich Briketts sehr viel leichter stapeln als Holzscheite, bei denen stets Zwischenräume verbleiben. Der Platzbedarf für die Lagerung ist bei Briketts daher geringer.
- Weiteren Platz sparen Sie durch die Tatsache, dass Holzbriketts einen höheren Heizwert als Brennholz haben. Bei zwei gleich großen Stapeln Briketts und Brennholz erzeugt der Stapel Briketts sehr viel mehr Wärme.
- Auch die Handhabung ist durch das kompakte Format einfach. Bei Briketts besteht zudem keine Gefahr, dass Sie sich an Holzsplittern verletzen.
- Durch ihre hohe Dichte brennen Briketts länger als Brennholz. Holzbriketts müssen Sie daher weniger häufig nachlegen. Dadurch eignen sie sich auch sehr gut für Öfen, die konstant Wärme erzeugen sollen.
- Holzbriketts enthalten von vornherein kaum Wasser. Beim Brennholz sollten Sie dagegen stets auf den richtigen Wassergehalt von weniger als 20 Prozent achten. Nasseres Holz zu verheizen, ist nicht nur verboten, sondern schadet auch Ihrem Kamin.
- Holzbriketts sind gebrauchsfertig, während Sie frisch geschlagenes Holz aus dem Wald zunächst trocknen müssen. Dies dauert abhängig von der Größe der Scheite, dem Wetter und anderen Faktoren oft länger als ein Jahr.
- Bei Scheitholz kann es durchaus vorkommen, dass sich Insekten im Holz eingenistet haben oder das Holz durch die Lagerung im Freien schmutzig ist. Dies ist bei den industriell gefertigten Briketts nicht der Fall, deshalb sind Holzbriketts eine besonders saubere Lösung.
- Hochwertige Holzbriketts neigen in der Regel zu weniger Funkenflug als harzhaltiges Nadelholz. Nutzen Sie sie trotzdem nur in dafür zugelassenen Feuerstätten.
- Die Reinigung des Kamins ist ebenfalls leichter, denn bei der Verwendung von Holzbriketts entsteht weniger Asche als beim Befeuern mit Kaminholz.
Brennholz und Briketts in Zahlen

Im Hinblick auf den Umwelt- und Klimaschutz besteht zwischen Brennholz und Holzbriketts kaum ein Unterschied, denn auch Briketts in einer hochwertigen Qualität bestehen ausschließlich aus Holz. Beide setzen bei der Verbrennung das CO₂ frei, das der Baum zuvor aufgenommen hat. Diese oft genannte „CO₂-Neutralität“ ist allerdings umstritten: Das Umweltbundesamt verweist auf die sofortige Freisetzung, die erst über Jahrzehnte nachwachsende Bindung sowie auf Feinstaub und Ruß. Achten Sie bei Holzbriketts stattdessen auf DIN EN ISO 17225-3 A1 beziehungsweise DINplus; Zusatzstoffe sind dort begrenzt und müssen deklariert sein, behandelte Holzreste gehören nicht in den Ofen. Für die Herstellung von Briketts ist außerdem Energie erforderlich. Zum Ausgleich sind Holzbriketts jedoch eine gute Form der Abfallverwertung. Beim Umweltschutz können wir daher nur ein unentschieden vergeben.
Brennholz oder Briketts – was passt zu Ihnen?
Welcher Brennstoff besser passt, hängt von Ihrem Ofen und Ihren Prioritäten ab.
WennSie zünden oft selbst an und mögen Knistern und Flammenbild
Dann Brennholz
schöner, bei Eigenleistung günstig und leichter anzünden – ideal für offene Kamine.
WennKomfort, gleichmäßige Dauerwärme und wenig Lagerplatz zählen
Dann Holzbriketts
höherer Heizwert, brennen länger, sauber und platzsparend.
WennSie sind unentschieden oder heizen mal so, mal so
Dann Beides kombinieren
zum Anzünden Holz, für längere Glutphasen Briketts – aber nicht als Schwelbrand über Nacht.
Faustregel: Beim Umwelt- und Klimaschutz nehmen sich beide wenig – entscheidend sind trockenes Material, ein sauber betriebener und für den Brennstoff zugelassener Ofen.

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