Mit einer guten Axt zerkleinern Sie selbst größere Mengen Holz zügig in Scheite, die perfekt in Ihren Kamin passen. Äxte gibt es jedoch in zahlreichen Größen und Ausführungen. In diesem Ratgeber möchten wir Ihnen deshalb einige Informationen an die Hand geben, die Ihnen beim Kauf einer Axt helfen.
Das Wichtigste in Kürze
- Für die meisten Kaminbesitzer ist eine mittelschwere Spaltaxt die beste Allround-Wahl fürs Brennholz.
- Spalthämmer treiben große Klötze und Keile, leichte Spaltbeile sind ideal fürs Anmachholz.
- Das Axtgewicht zur eigenen Kraft wählen – schwerer ist nicht automatisch besser.

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Für das Spalten von Brennholz kommen die folgenden Werkzeuge infrage:
- Spaltäxte
- Spalthämmer
- Spaltbeile
- Universaläxte
- Forstäxte
Möchten Sie eine Axt ausschließlich zum Hacken von Brennholz verwenden, ist eine Spaltaxt, ein Spalthammer und eventuell ein Spaltbeil eine gute Wahl. Soll die Axt auch bei anderen Gartenarbeiten zum Einsatz kommen, können Sie zusätzlich einen Blick auf die Universaläxte werfen. Auch eine Forstaxt kann hilfreich sein.
Welche Axt passt zu Ihrem Einsatz?
1. Wofür brauchen Sie die Axt hauptsächlich?
2. Soll die Axt auch andere Arbeiten erledigen?
Die Spaltaxt

Die Spaltaxt kommt beim Hacken von Brennholz am häufigsten zum Einsatz. Sie besitzt einen Kopf, der von der Schneide zur Rückseite hin breiter wird. Durch diese Form, die an einen Keil erinnert, durchtrennt der Kopf nicht nur das Holz, sondern drückt die beiden Teile gleichzeitig auseinander.
Spaltäxte sind in verschiedenen Größen und Gewichtsklassen erhältlich. Die kleinsten wiegen nur etwa ein Kilogramm und eignen sich daher auch für den einhändigen Gebrauch. Die meisten Kaminbesitzer verwenden jedoch schwerere Spaltäxte, die stets mit beiden Händen benutzt werden sollten.
Der Spalthammer

Ein Spalthammer besitzt wie eine Spaltaxt einen keilförmigen Kopf. Sein Rücken ist jedoch geschmiedet, sodass Sie ihn wie einen Hammer verwenden können. Mit ihm lässt sich beispielsweise ein Keil in einen Baumstamm treiben. Setzt sich der Spalthammer im Holz fest, lösen Sie ihn vorsichtig und schlagen Sie nicht mit einem weiteren Stahlwerkzeug auf den Kopf – an gehärtetem Stahl können gefährliche Splitter abplatzen. Tragen Sie beim Spalten von Brennholz grundsätzlich eine Schutzbrille.
Spalthämmer sind außerdem größer und schwerer als Spaltäxte. Je nach Modell liegen sie grob zwischen 2,5 und 5 Kilogramm; viele gängige Spalthämmer bewegen sich um drei Kilogramm. Ein solches Werkzeug immer wieder bis in Kopfhöhe anzuheben, ist auf Dauer durchaus anstrengend.
Ein weiteres typisches Merkmal eines Spalthammers ist die Wendenase an der Seite des Kopfes. Mit ihr lassen sich Holzstücke drehen und heranziehen, sodass Sie einen Spalthammer nicht aus der Hand legen müssen.
Beim Zerkleinern von ganzen Holzstämmen und anderen großen Holzstücken leistet ein Spalthammer gute Dienste. Wenn Sie kleinere Holzscheite mit einem solch großen und schweren Werkzeug bearbeiten, zersplittert das Holz jedoch schnell.
Das Spaltbeil

Ein kleines Spaltbeil eignet sich nur zum Hacken von Holz, das bereits relativ klein ist. Mit ihm können Sie zum Beispiel einzelne Holzscheite in Anmachholz zum Anzünden des Kamins aufspalten. Das Zerkleinern von größeren Holzstücken ist dagegen schwierig bis unmöglich.
Spaltbeile wiegen meist nicht mehr als zwei Kilogramm. Sie können im Unterschied zu den Spaltäxten und Spalthämmern mit einer Hand benutzt werden. Dies hat den Vorteil, dass Sie mit der freien Hand immer wieder neue Holzscheite auf den Hackstock legen können. Auf diese Weise sind Sie schneller mit der Arbeit fertig.
Die Universalaxt
Eine Universalaxt ist – wie ihr Name schon sagt – universell einsetzbar. Mit dieser kleinen und handlichen Axt, die meist zwischen einem und zwei Kilogramm wiegt, können Sie auch viele Gartenarbeiten wie das Abschlagen von Ästen erledigen. Beim Hacken von Brennholz eignet sie sich jedoch nur für das Auftrennen von kleinen Scheiten.
Die Forstaxt

Eine zusätzliche Forstaxt ist sinnvoll, wenn Sie Holz häufig quer zur Faser auftrennen, also beispielsweise dünne Holzstämme zunächst in Stücke teilen möchten. Diese Arbeit ist mit einer Spaltaxt etwas schwierig, denn bei ihr sollten Sie das Holz möglichst in Richtung der Holzfasern hacken. Forstäxte besitzen längere und dünnere Schneiden als Äxte zum Hacken von Brennholz. Ihr Kopf ist zudem weniger keilförmig, damit er nicht im Holz stecken bleibt. Weitere Unterschiede sind der leichtere Kopf und der lange Stiel. Diese beiden Komponenten erleichtern es, die Axt mit einer hohen Geschwindigkeit in das Holz zu schlagen. In sehr großen Ausführungen werden Forstäxte auch zum Fällen von Bäumen genutzt und dementsprechend als Fälläxte bezeichnet.
Die fünf Werkzeuge im Überblick
| Werkzeug | Ideal für | Gewicht | Führung |
|---|---|---|---|
| Spaltaxt | Brennholz aller Größen (Standard) | bis ~2,5 kg | beidhändig |
| Spalthammer | große Klötze, Keile treiben | 2,5–5 kg | beidhändig |
| Spaltbeil | Anmachholz, kleine Scheite | 1–2 kg | einhändig |
| Universalaxt | Gartenarbeit + kleine Scheite | 1–2 kg | ein-/beidhändig |
| Forstaxt | quer zur Faser, Ablängen | leichter Kopf, langer Stiel | beidhändig |
Schwerer ist nicht automatisch besser: Ein zu wuchtiges Werkzeug zersplittert kleine Scheite und ermüdet bei langer Arbeit.
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Der Stiel

Stiele von Äxten werden aus Holz und aus Kunststoff hergestellt. Für ihre Holzstiele verwenden viele Hersteller Eschen- oder Hickoryholz. Hickoryholz ist besonders robust, belastbar und unempfindlich gegenüber Schlägen. Es eignet sich deshalb selbst für die Stiele von Äxten, mit denen Bäume gefällt werden. Zum Hacken von Brennholz reicht eine Axt mit einem Stiel aus dem günstigeren, aber ebenfalls sehr widerstandsfähigen Eschenholz jedoch aus. Es wird auch für die Stiele vieler anderer Werkzeuge genutzt. Einen zusätzlichen Schutz vor Bruch besitzen Äxte mit einer Schlagschutzhülse unterhalb des Kopfes.
Im Idealfall wird ein Axtstiel an seinem Ende etwas dicker. Dies reduziert die Gefahr, dass Ihnen die Axt beispielsweise beim Ausholen zu einem Schlag aus den Händen rutscht. Den gleichen Zweck erfüllt eine Riffelung im Holz.

Besteht ein Stiel aus Kunststoff, ist er meist mit Glasfasern verstärkt. Auch eine Beschichtung aus beispielsweise Gummi ist bei guten Werkzeugen Standard. Sie verhindert, dass Ihnen der Stiel aus den Händen rutscht, wenn Sie nach einer Weile zu schwitzen beginnen. Ein Kunststoffstiel ist ebenso gut wie ein Holzstiel. Wählen Sie daher einfach das Material, das Ihnen mehr zusagt.
Welches Axtgewicht ist das richtige?
Beim Kauf zählt nicht das schwerste Werkzeug, sondern das, mit dem Sie sicher und ausdauernd arbeiten können. Eine zu schwere Axt ermüdet schneller, wird ungenauer und erhöht so die Verletzungsgefahr. Für die meisten Erwachsenen ist eine Spaltaxt von rund 1,5 bis 2,5 Kilogramm ein guter Kompromiss aus Wucht und Kontrolle – die eigentliche Spaltkraft kommt ohnehin aus der Fallhöhe und nicht aus reiner Muskelkraft. Harthölzer mit hohem Heizwert wie Buche und Eiche lassen sich schwerer spalten als Weichholz: Wer regelmäßig dicke, kurzfaserige Klötze zerkleinert, greift dann eher zum Spalthammer.
Tragen Sie beim Hacken grundsätzlich eine Schutzbrille und feste Handschuhe und achten Sie auf einen stabilen, schulterbreiten Stand – worauf es bei der Technik ankommt, zeigt der Ratgeber zum Holzhacken ohne große Kraftanstrengung. Stoßen Sie bei sehr dicken, verwachsenen oder zähen Stämmen mit der Axt an Ihre Grenzen, ist ein Holzspalter die kraftschonendere Alternative.
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