Wasser sparen: Wäsche waschen

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Sinnvoll Wasser sparen: beim Wäschewaschen

Wasser sparen Wäsche
Wasser sparen Wäsche © hans12, fotolia.com

Pro Jahr verbraucht jeder Einwohner Deutschlands rund 5.840 Liter Trinkwasser für das Wäschewaschen. Das entspricht einem täglichen Wasserverbrauch von 16 Liter oder 12 Prozent des direkten, persönlich zuordenbaren Wasserkonsums. Saubere Kleidungsstücke gehören zweifellos zu den Grundvoraussetzungen des Alltags. Dennoch gibt es in diesem Bereich eine Vielzahl an Möglichkeiten, wertvolles Wasser einzusparen, ohne Abstriche in der Sauberkeit der Bekleidung machen zu müssen. Der folgende Artikel gibt einen klaren Überblick über die bestehenden Möglichkeiten, beim Wäschewaschen wertvolles Wasser zu sparen.

Die Waschmaschine bewusst einsetzen

Bereits mit einfachen Mitteln lässt sich der durchschnittliche Wasserverbrauch für das Wäschewaschen von täglich 16 Liter pro Person auf nur zehn Liter oder gar weniger senken. Eine Möglichkeit, dieses Ziel zu erreichen, besteht darin, die Waschmaschine erst dann in Betrieb zu nehmen, wenn diese auch tatsächlich voll ist.

Ein kurzer Blick in das Datenblatt einer Waschmaschine genügt, um herauszufinden, für welche Wäschemenge das Gerät definitiv geeignet ist. Häufig werden Waschgänge gestartet, obwohl das Gerät bestenfalls zu zwei Drittel gefüllt ist. Moderne Geräte arbeiten jedoch erst dann energieeffizient, wenn die Wäschetrommel vollständig ausgefüllt ist. Dies ist erst dann der Fall, wenn gerade noch eine Orange in die volle Wäschetrommel passen würde.

Routinemäßig wählen viele Menschen eine Waschtemperatur von 40 Grad Celsius oder mehr. Bei wenig oder normal verschmutzter Wäsche genügt jedoch zumeist eine Temperatur von 30 Grad Celsius, um dasselbe Waschergebnis zu erzielen. Wer eine niedrigere Wassertemperatur wählt kann erheblich Strom sparen.

Solar sparen Waschmaschine
Strom sparen beim Waschen, © Bild: ASUE

Neuere Modelle weisen generell einen geringeren Wasserverbrauch auf. Die Waschvorgänge selbst dauern jedoch, verglichen mit älteren Maschinen, oftmals deutlich länger. Diese Tatsache verleitet viele Menschen dazu, das zumeist ebenso verfügbare Schnell- oder Kurzprogramm zu wählen. Bei manchen Maschinen benötigen verkürzte Programm jedoch oftmals deutlich mehr Strom und Wasser als das Standardprogramm. Dies mag zwar unlogisch erscheinen, liegt jedoch daran, dass bei manchen Modellen die jeweiligen Schnellprogramme nicht bei der Festlegung der Energieeffizienz einer Waschmaschine berücksichtigt werden.

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Die neue Waschmaschine spart Wasser

Neue Waschmaschinen sind gemeinhin sparsamer als ihre Vorgänger. Der allgemeine Trend zu einem schonenden Umgang mit unseren Ressourcen sowie die konstante technische Weiterentwicklung führten dazu, dass unter anderem der Wasserverbrauch der Geräte deutlich reduziert werden konnte. Alte Modelle benötigten noch bis zu 200 Liter Wasser pro Waschgang. Neue Geräte erbringen dieselbe Leistung mit einem deutlich reduzierten Wasserverbrauch von circa 50 Liter oder weniger.

Beim Kauf einer neuen Waschmaschine empfiehlt es sich auch darauf zu achten, ob das betreffende Gerät etwa eine Mengenautomatik oder ein eigenes Sparprogramm besitzt. Bei der Mengenautomatik passt die Maschine den Wasserverbrauch an die Menge der zu waschenden Kleidungsstücke an. Dadurch sinkt die Menge des verbrauchten Wassers. Auch diverse Sparprogramme führen zu ähnlichen Ergebnissen. Sie sind jedoch von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich ausgerichtet.

Hinsichtlich des Wasserverbrauchs ist von Kombigeräten, also der Kombination von Waschmaschine und Wäschetrockner in einem Gerät, abzuraten. Dieser Gerätetyp benötigt generell mehr Wasser, da dieses auch für den Trockenvorgang eingesetzt wird.

Das regelmäßige Lüften der Bekleidung

Insbesondere nach längeren Abendveranstaltungen oder in den kühlen Monaten nehmen Kleidungsstücke häufig Umgebungsgerüche, wie etwa Zigarettenrauch oder Restaurantgerüche, an. Diese Gerüche werden vielen Menschen erst zu Hause bewusst. Die entsprechenden Textilien wandern danach zumeist direkt in die Waschmaschine.

In den häufigsten Fällen ist es jedoch bereits ausreichend, den Wollpullover oder die Weste auf einen Kleiderbügel aufzuhängen und die Wäsche zum Lüften für mehrere Stunden an die frische Luft zu geben. Auf diese Art und Weise verflüchtigen sich unangenehme Gerüche, und die Wäsche riecht wieder frisch. Regelmäßiges Lüften der Wäsche spart allerdings nicht nur wertvolles Wasser. Zugleich sinkt der Strombedarf des gesamten Haushalts. Auch die Textilien selbst werden geschont und ihre Lebensdauer verlängert.

Die Handwäsche

Das Waschen von Kleidungsstücken per Hand ist gewiss nicht jedermanns Sache. Hinsichtlich des Wasserverbrauchs ist die Handwäsche keine Alternative zum Einsatz einer Waschmaschine. So nimmt die Wäsche per Hand in etwa die doppelte bis dreifache Wassermenge in Anspruch, welche eine Waschmaschine für das Waschen derselben Kleidungsmenge benötigt.

Einige Kleidungsstücke sind jedoch ausschließlich für die Handwäsche geeignet oder zu empfindlich, um sie in der Wäscherei reinigen zu lassen. Um den Wasserbedarf beim Spülen der Wäschestücke zu reduzieren, lohnt es sich, dem Spülwasser einen kleinen Schuss Essig hinzuzufügen. Das erhält nicht nur die leuchtenden Farben, sondern führt gleichzeitig dazu, dass auch der Waschzusatz rascher aus den Textilien gespült wird.

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