Wasser sparen: Küche

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Sinnvoll Wasser sparen in der Küche

Wasserverbrauch Küche
Wasserverbrauch Küche © Alephnull,fotolia.com

Die Küche ist einer der Orte in jeder Wohnung, an welchem oftmals unbewusst große Mengen an Wasser verbraucht werden. Allein für das Geschirrspülen wendet jeder Deutsche sechs Prozent seines direkten Wasserverbrauchs auf. Dies entspricht einer Menge von täglich acht Liter Trinkwasser. Pro Jahr ergibt dies einen Trinkwasserverbrauch von 2.920 Liter. Hinzu kommen alltägliche Handlungen in der Küche, die den persönlichen Wasserverbrauch zusätzlich in die Höhe treiben. Der folgende Artikel gibt einen klaren Überblick über einfache Maßnahmen, die auch in der Küche zu einer deutlichen Reduzierung des Wasserverbrauchs führen.

Den Geschirrspüler bewusst einsetzen

Neuere Geschirrspülmaschinen benötigen im Allgemeinen eine relativ geringe Wassermenge pro Reinigungsvorgang. In diesem Fall ergeben sich die Einsparungsmöglichkeiten durch den bewussten Umgang mit dem Gerät.

Dieser beginnt bereits beim Einräumen des Geschirrs in die Maschine. Mit Übersicht und ein wenig Geduld ist es oftmals möglich, deutlich mehr Geschirr in der Spülmaschine unterzubringen, als viele Anwender vermuten. Dabei ist es vollkommen ausreichend, Teller und Co. vor dem Einräumen oberflächlich von größeren Essensrückständen zu säubern.

Das Vorspülen des Geschirrs unter fließendem Wasser führt, entgegen der verbreiteten Meinung, nicht zu einer Verbesserung des Waschergebnisses. Vielmehr wird dadurch wertvolles Wasser vergeudet. Um ein allzu hartnäckiges Ankleben von Essensresten zu vermeiden, genügt es bereits, den Geschirrspüler stets geschlossen zu halten.

Wer die Geschirrspülmaschine erst wirklich dann in Betrieb nimmt, wenn diese tatsächlich komplett gefüllt ist, spart automatisch Wasser. In der Tat arbeiten nur vollständig gefüllte Geräte wirklich energieeffizient. Möglicherweise vorhandene Sparprogramme tragen dazu bei, den Wasserverbrauch zusätzlich zu reduzieren.

Kurz- oder Schnellprogramme sollten im Hinblick auf einen schonenden Umgang mit der Ressource Wasser definitiv vermieden werden. Zwar verkürzen solche Programme die Zeit des Reinigungsvorgangs, hinsichtlich des Wasser- sowie des Stromverbrauchs sind sie jedoch keineswegs effizient und daher nicht zu empfehlen.

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Der neue Geschirrspüler

EU-Label Geschirrspüler
EU-Label © stromeffizienz.de

Die konsequente Weiterentwicklung der Geräte führt dazu, dass sich die Spülmaschinen von Generation zu Generation nicht nur technisch verbessern, sondern gleichzeitig auch einen geringeren Verbrauch hinsichtlich des Wassers und des Stroms aufweisen. Je nach Größe des Geräts kann davon ausgegangen werden, dass ein Geschirrspüler pro Reinigungsvorgang lediglich rund zehn Liter Wasser oder weniger benötigt.

Das zumeist vorhandene Sparprogramm verlängert zwar den jeweiligen Reinigungsvorgang, bewirkt jedoch einen geringeren Wasserverbrauch, als dies bei den jeweiligen Standardprogrammen der Fall ist. Kurzprogramme sind hinsichtlich eines bewussten Umgangs mit unseren Ressourcen zu vermeiden. Sie mögen zwar in Ausnahmefällen praktisch sein, bewirken jedoch insgesamt exakt den umgekehrten Effekt.

Wer sich einen neuen Geschirrspüler kaufen möchte sollte auch auf den Wasserverbrauch achten. Auf dem neuen EU-Label für Geschirrspüler finden Verbraucher auch einen Hinweis zum Wasserverbrauch des Gerätes.

Die Armatur

Direkten und unmittelbaren Einfluss auf den Wasserverbrauch hat der Einsatz der passenden Armatur. Die richtige Wahl spielt in diesem Fall vor allem unter dem Aspekt eine Rolle, als dass mögliche Einsparungseffekte durch eine reduzierte Wasserabgabe nicht nur ein oder zwei Mal, sondern unzählige Male täglich, über einen Zeitraum von mehreren Jahren hinweg, erzielt werden.

Ältere Armaturen können jederzeit mit kostengünstigen Luftsprudlern nachgerüstet werden. Solche Luftsprudler vermischen den Wasserstrahl mit Luft und reduzieren dadurch den Wasserverbrauch um rund ein Drittel. Entsprechende Nachrüstsätze sind um circa fünf Euro erhältlich und können von jedem Laien mit wenigen Handgriffen montiert werden.

Bei einem kompletten Austausch der Armaturen ist der Kauf eines Einhandmischers zu empfehlen. Bei dieser Bauart wird unter anderem die gewünschte Wassertemperatur rascher eingestellt. Im Idealfall reduziert ein Einhandmischer den Wasserverbrauch, im Bezug zu einer Armatur mit zwei Griffen, um mehr als die Hälfte.

Das Geschirrspülen von Hand

Im Allgemeinen hat die Geschirrspülmaschine in beinahe jedem Haushalt den Abwasch von Hand abgelöst. Dies erfreut nicht nur jene Menschen, die gerne auf diese Tätigkeit verzichten oder Spülhände vermeiden wollen. Auch hinsichtlich eines reduzierten Wasserverbrauchs hat diese Entwicklung große Vorteile.

Geschirrspülmaschinen kommen mit deutlich weniger Wasser aus, als dies bei einem Abwasch von Hand möglich ist. So nimmt etwa das Geschirrspülen von Hand eine Wassermenge von 50 Liter für dieselbe Menge an Geschirr in Anspruch, welche eine Spülmaschine mit gerade einmal zehn Liter Wasser reinigt.

Falls ein Geschirrspülen von Hand nicht vermeidbar ist, so empfiehlt es sich, dies zwar seltener zu tun, dafür jedoch stets größere Geschirrmengen zu waschen. Das Abspülen mit klarem Wasser bei gleichzeitig konstant geöffnetem Wasserhahn sollte, wenn möglich, vermieden werden.

Der tropfende Wasserhahn

Ein tropfender Wasserhahn verursacht ein zusätzliches Mehr an Wasserverbrauch, das von den meisten Menschen gänzlich unterschätzt wird. Bereits ein leicht tröpfelnder Wasserhahn bewirkt einen Anstieg des jährlichen Wasserverbrauchs um 800 Liter. Eine schnelle Reparatur lohnt sich daher auf jeden Fall, zumal der Defekt im Idealfall in wenigen Minuten selbst behoben werden kann.

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