Wasser sparen: Garten

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Sinnvoll Wasser sparen im Garten

Wasser sparen Garten
Regentonne © Jeanette Diet, fotolia.com

Beachtliche fünf Liter Trinkwasser nutzt jeder Einwohner Deutschlands täglich in den Bereichen Garten, Autopflege und Raumreinigung. Dies entspricht einer jährlichen Menge von 1.825 Liter oder vier Prozent des direkten Wasserverbrauchs pro Person. Dabei ist es statistisch irrelevant, ob jemand einen großen Garten oder eine einzelne Topfpflanze auf seinem Schreibtisch besitzt. Insbesondere die Arbeit im Garten bietet ein hohes Einsparungspotenzial beim täglichen Wasserverbrauch. Dieser Artikel zeigt unter anderem, wie sich der tägliche Trinkwasserbedarf in diesem Bereich auf ein absolutes Minimum reduzieren lässt.

Die Wahl der geeigneten Pflanzen

Bereits die durchdachte Auswahl der Pflanzen trägt wesentlich dazu bei, den Wasserbedarf im eigenen Garten deutlich zu reduzieren. Abgestimmt auf die jeweiligen klimatischen Verhältnisse sowie auf die Beschaffenheit des Bodens, trägt die bevorzugte Auswahl heimischer Pflanzen darüber hinaus dazu bei, die heimische Artenvielfalt zu erhalten.

Zu den Wasser sparenden und optisch ansprechenden Pflanzen zählen etwa die Königskerze, die Stockrose oder die Schwertlilie. Ein weiterer Vorteil der bewussten Pflanzenauswahl liegt unter anderem darin, dass die Pflanzen auch während eines längeren Urlaubs ohne eine aufwendige Bewässerung auskommen sowie besonders trockene Perioden mühelos ohne Schäden überstehen.

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Das Gießen von Hand

Viele Hobbygärtner erfreuen sich an der Tätigkeit des Gießens und vergessen dabei oftmals unbewusst, dass allzu großzügiges Gießen einer Pflanze auch schaden kann. Der Großteil der Pflanzen benötigt eigentlich lediglich zwei Mal pro Woche Wasser. Dabei empfiehlt es sich, die Pflanzen nur direkt im Bereich der Wurzeln zu gießen. Dies bewirkt, dass die Wurzeln eher in die Tiefe wachsen, und die Pflanze somit robuster wird.

Hinsichtlich der idealen Tageszeit für das Gießen spricht vieles für die frühen Morgenstunden. Zu dieser Tageszeit nehmen die Pflanzen das Wasser vollständig auf, ehe es verdunstet. Tagsüber ist dies nicht der Fall. Große Teile des Wassers verdunsten und werden somit vergeudet. Werden Pflanzen in den Abendstunden gegossen, so hält sich die Feuchtigkeit auf den Blättern oftmals während der gesamten Nacht. Dies lockt nicht nur Schnecken an, sondern fördert gleichzeitig die Entstehung von Pilzkrankheiten.

Der Rasensprenger

Mit ein wenig Geschick und Gefühl lässt sich der Einsatz eines Rasensprengers im Garten sogar komplett vermeiden. Solche Systeme benötigen zwar viel Trinkwasser, jedoch erreicht lediglich ein Drittel des verbrauchten Wassers auch tatsächlich die Wurzeln der Rasenpflanzen. Rund zwei Drittel des Wassers verdunsten, ohne ihre Wirkung entfalten zu können.

Auch in diesem Fall ist die Auswahl der passenden Rasensorte ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Robuste und widerstandsfähige Sorten sind hier eindeutig im Vorteil. In der heißen Jahreszeit genügt es, den Rasen seltener zu mähen. Durchschnittlich sieben Zentimeter Rasenhöhe reichen zumeist aus, um trockene Rasenstellen zu vermeiden.

Lässt sich der Einsatz eines Rasensprengers, etwa während einer längeren Dürreperiode, tatsächlich nicht vermeiden, so ist es ratsam, die Bewässerung in den frühen Morgenstunden vorzunehmen.

Weitere Maßnahmen zur Reduzierung des Wasserverbrauchs im Garten

Leidenschaftliche Gärtner kennen eine Vielzahl an Tricks, wie sie mit möglichst wenig Wasser und Arbeit zurechtkommen, sämtliche Pflanzen im Garten aber dennoch blühen und gedeihen.

Zu den gängigsten Methoden zählt etwa das Mulchen. Darunter wird das Abdecken der Erde rund um die Pflanzen mit unverrottetem, organischem Material, etwa mit Laub, Grasschnitt oder mit Rindenstücken, verstanden. Ebenso beliebt und effektiv ist das regelmäßige Auflockern der Erde in unmittelbarer Umgebung der Pflanzen.

Bezüglich der geeigneten Anpflanzungs- oder Anbaumethode sei an dieser Stelle das klassische Quadratbeet direkt auf dem Erdboden genannt. Es bietet zahlreiche Vorteile gegenüber dem Hochbeet. So müssen etwa die darin wachsenden Pflanzen deutlich seltener und auch weniger gegossen werden.

Regen- oder Grundwasser statt Trinkwasser

Die einfachste Variante, natürliches Regenwasser zu sammeln und zu speichern, besteht darin, eine Regentonne im Garten aufzustellen. So kann das benötigte Wasser zur Bewässerung einfach gesammelt und zu einem späteren Zeitpunkt verwendet werden. Als Regentonne eignet sich etwa ein altes Fass. Dieses muss nicht extra gekauft werden und stellt zudem einen optischen Blickfang dar.

Wird Regenwasser in größeren Mengen benötigt, so empfiehlt es sich, die Errichtung einer Regenwassernutzungsanlage zu überdenken. Das solcherart gesammelte Regenwasser wird dabei nicht nur zur Gartenbewässerung, sondern auch in anderen Bereichen des Alltags, etwa bei der Toilettenspülung, eingesetzt. Einige Bundesländer und Gemeinden fördern die Errichtung solcher Anlagen, wodurch sich diese bereits binnen weniger Jahre amortisieren.

Insbesondere in älteren Gärten ist oftmals noch eine alte Brunnenanlage vorhanden. Ein Fachmann stellt rasch fest, ob diese für die Bewässerung des Gartens geeignet ist. Bereits eine kleine Handpumpe reicht in den meisten Fällen aus, um ohne Aufwand ausreichend Wasser zum Gießen der Pflanzen zur Verfügung zu haben.

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