Nachts Heizleistung absenken

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Nachts Heizleistung absenken spart Energie

Heizleistung Nachts
Haus bei Nacht © Pixelwolf, fotolia.com

Um Heizkosten zu sparen, gibt es eine ganze Reihe von Möglichkeiten – vom Anbringen programmierbarer Thermostatköpfe über regelmäßige Wartung der Heizungsanlage bis hin zu größeren Maßnahmen wie Fassadendämmung.

Eine ganz einfache und sofort zu realisierende Möglichkeit, den Energieverbrauch zu senken, ist die Heizleistung zu drosseln.
Dies kann tagsüber geschehen, wenn über einen längeren Zeitraum keiner im Haus ist, sowie auch – bzw. gerade nachts.

Im Schlaf Heizkosten sparen

Hausbewohner sollten während der Nachts die Heizleistung in der Regel drosseln. Wer die Vorlauftemperatur nur minimal senkt, kann sich bereits über einen Sparerfolg freuen. Ratsam ist die Anschaffung einer elektrischen Schaltuhr, über die die Temperatur heruntergeregelt werden oder auch ganz ausgeschaltet werden kann.

Die Temperatur nachts von 20 auf 17 Grad zu reduzieren, spart laut dem Verbraucherportal Verivox bei Altbauten fünf bis zehn Prozent an Heizkosten. ein. Täglich benötig man auf diese Weise einen Kubikmeter Erdgas weniger. Die gesamte Ersparnis beläuft sich bei 220 Heiztagen also auf 220 Kubikmeter.

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Was bedeutet „Vorlauftemperatur“?

Bei der Vorlauftemperatur handelt es sich um den Wärmegrad, den das Heizmittel (wie beispielsweise Wasser) hat, wenn es durch die Rohre in die Heizung fließt. Ist von Rücklauftemperatur die Rede, bedeutet das in der Heizungstechnik die Temperatur, die das Heizmittel beim Zurückfließen hat.

Bei Neubauten ist die Vorlauftemperatur zu Anfang meist höher eingestellt als eigentlich notwendig. Der Grund dafür liegt darin, dass die Handwerker beim Einbau sicher sein wollen, dass Eigentümer oder Mieter die Temperatur später nicht als zu niedrig empfinden. Deshalb tendieren sie eher dazu, den Kessel zu hoch als zu niedrig einzustellen. Der Preis für die warmen Wohnräume: Ein überhöhte Heizkostenabrechnung auf Grund des erhöhten Energieverbrauchs.

Die Höhe der Vorlauftemperatur wird über Zimmerthermostate oder Außentemperaturfühler festgelegt werden. Um einen zuverlässigen Wert zu erzielen, sollte das Außenthermostat ungefähr in einer Höhe von zwei Dritteln der Hauswand angebracht sein. Raumthermostate werden meist in einer Höhe von bis zu 1,70 Meter an der Wand angebracht. Entscheidend ist der Energieverlust über die Fassade. Wie viel verloren geht, hängt von der Differenz zwischen Innen- und Außentemperatur ab.

Heizkosten sparen durch niedrigere Heiztemperatur

Neben dem persönlichen Wärmebedarf ist auch die Größe der Heizfläche entscheidend dafür, wie hoch die Vorlauftemperatur eingestellt wird. Auch die Isolierung ist ein wichtiger Punkt. Sind die Versorgungsrohre sowie die die Räume, durch die die Leitungen verlaufen, gut gedämmt, entstehen weniger Wärmeverluste. Das wiederum wirkt sich positiv auf die Vorlauftemperatur aus. Laut Energieeinsparverordnung müssen Leitungen daher entsprechend gedämmt sein.

Letztlich ist auch die Qualität und das Alter der Heizungsanlage entscheidend. Modernere Anlagen, die technisch auf dem neuesten Stand sind, benötigen eine geringere Vorlauftemperatur als ältere Anlagen. Früher waren Vorlauftemperaturen von 90 Grad Celsius normal, heute dagegen reichen 55 Grad aus. Besitzer einer Fußbodenheizung kommen sogar nur mit einer Vorlauftemperatur von 35 Grad aus.

Zu kalte Räume sind eher schädlich

Heizkosten sparen zu wollen, ist ein verständliches Ziel. Jedoch sollte man dabei nicht übers Ziel hinausschießen, indem man die Temperatur zu sehr herunterschraubt. In Zimmern, die dauerhaft zu kühl sind, steigt das Risiko von Schimmelbefall. Begünstigt wird dies oft noch durch falsches Lüften oder eine schlechte Dämmung der Hausfassade. Eine Temperatur von 16 Grad sollte daher nicht unterschritten werden – zumindest nicht dauerhaft.

Energiesparpotential abhängig von Heizungsart, Gebäudedämmung und Gebäudemasse

Bei Fußbodenheizung und Wärmepumpen lohnt sich eine Nachtabsenkung übrigens in der Regel nicht besonders. Die Aufheizzeit für diese Heizvarianten ist zu lang, als das sich großes Einsparpotenzial ergeben könnte. Auch bei gedämmte Häuser kann auf eine Nachtabsenkung in der Regel verzichtet werden, denn auch hier ist das Einsparpotenzial nicht besonders groß. Hohes Sparpotenzial ergibt sich vor allem bei Altbauten mit schlechter Dämmung.

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