Heizungsanlage warten

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Heizungsanlage warten und damit Heizkosten sparen

Heizung warten
Heizung warten © Gina Sanders, fotolia.com

Beim Heizen Kosten zu sparen, ist nicht schwer. Oftmals genügen schon kleine Veränderungen, um die Energiekosten zu senken. Bevor man sich aber an kleine Sparmaßnahmen begibt, wie etwa die Heizkörper nicht mit schweren Möbeln zu verdecken oder sie regelmäßig zu entlüften, sollte man sicherstellen, dass auch gute Grundvoraussetzungen geschaffen wurden. Nur so nämlich führen die Sparbemühungen erst zum Erfolg.

Ein wichtiger Punkt hierbei ist, die Heizungsanlage zu warten und zu optimieren. Besonders die Heizungsanlage hält große Sparmöglichkeiten bereit. Wer sie modernisiert, kann dadurch bis zu 20 Prozent an Heizkosten sparen.

Der richtige Zeitpunkt zum Warten der Heizung

Ein erster Schritt, seine Heizungsanlage zu optimieren, ist der Austausch der Pumpe. Spätestens nach zehn Jahren sollte man sich von seinem „Altertümchen“ trennen und sie durch eine neue, modernere Pumpe ersetzen. Eine veraltete Heizungspumpe kann jährlich bis zu 150 Euro an Stromkosten verschlingen.

In eine Pumpe mit neuerer Technik zu investieren, rechnet sich daher meist schon nach kurzer Zeit. Nur noch rund 20 Euro werden dann im Schnitt pro Jahr fällig. Bei stetig wachsenden Energiekosten haben sich die Anschaffungskosten meist schnell amortisiert. Schon nach drei Jahren hat sich die Investion meist schon gerechnet.

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Veraltete Heizungspumpen austauschen

Die Heizungspumpe hat ihre Aufgabe darin, zuvor auf Temperatur gebrachtes Wasser in der Heizungsanlage umzuwälzen. Rund 6.000 Stunden warmes Wasser wälzt eine herkömmliche Pumpe um. Der Nachteil hierbei ist, dass sie auch dann Wasser umwälzt, wenn dies gar nicht nötig wäre, etwa weil kein Bedarf besteht. Dadurch wird eine große Menge an Energie verschwendet, wenn die Pumpe unnötigerweise im Dauerbetrieb läuft.

Zeitgemäßere Modelle haben dagegen den Vorteil, dass sie erkennen, wann der Bedarf höher und wann niedriger ist. Diese Pumpen, auch geregelte Pumpen genannt, fahren ihre Leistung selbstständig herunter, sobald der Bedarf sinkt. Auch der Wasserdruck wird heruntergeregelt. Im Sommer schalten sie sich sogar ganz ab, wodurch können Hausbesitzer zudem viel Geld sparen. Benötigt man dagegen mehr Wärme, etwa in der kalten Jahreszeit, steigert die Pumpe ihre Leistung wieder.

Heizungspumpe Strom sparen
Heizungspumpe Stromsparpotential Bildquelle: Klima Sucht Schutz

Nach Pumpenaustausch hydraulischen Abgleich nicht vergessen

Eine komplett neue Heizungsanlage einzubauen ist meist nicht nötig, um seine Heizungsanlage zu optimieren. Der erwähnte Austausch der Pumpe reicht meist völlig aus. Dennoch sollte man nicht versäumen, im Zuge dessen auch einen hydraulischen Abgleich durch einen Fachmann machen zu lassen.

Hierbei stellt der Handwerker die Heizungsanlage richtig ein. Die Heizkörper werden beim hydraulischen Abgleich aufeinander abgestimmt: Einerseits soll die Wärme über die Heizung gleichmäßig in den Räumen verteilt werden. Andererseits kann man durch sie auch gezielt festlegen, welche Räume beheizt werden und welche kühler bleiben sollen.
Um den Abgleich durchführen zu können, sind Thermostatventile mit entsprechender Voreinstellung nötig. Aber auch, wenn sie nicht per se an den Heizkörpern zu finden sind, ist auch eine Anbringung im Nachhinein noch möglich.

Hydraulischer Abgleich Wirtschaftlichkeit
Wirtschaftlichkeit des Hydraulischen Abgleichs, Bildquelle: Klima Sucht Schutz

Jährliche Wartung der Heizung

Nach der Energieeinsparverordnung gehört die jährlich Wartung der Heizungsanlage zu den Pflichten jedes Hausbesitzers. Dabei überprüft ein Fachmann, wie funktionstüchtig die Anlage noch ist und stellt fest, wo ein gewisser Verschleiß auftritt und ob, und wenn ja, wo Teile ausgetauscht werden müssen. Der Experte reinigt Filter und Düsen bei Ölheizkesseln und schaut nach, ob alle Komponenten reibungslos funktionieren.

Abgesehen davon werden auch wichtige Sicherheitsfunktionen überprüft. Die Wartung trägt somit entscheidend dazu bei, dass die Heizungsanlage eine höhere Lebensdauer hat.

Thermostatköpfe zum Programmieren

Der Vorteil, falls die Thermostatköpfe für den hydraulischen Abgleich noch nicht an den Heizkörpern vorhanden sind: Man kann die Gelegenheit gleich nutzen, um modernere Varianten zu installieren. Am meisten Einsparpotential bieten Thermostatköpfe, die programmierbar sind.

Im Ventilkopf ist bei diesen Modelle ein Sensor, eine Art Temperaturfühler, eingearbeitet. Im Zusammenspiel mit einer Uhr, einem Minicomputer und einem Elektromotor regeln diese Thermostate exakt, wann die Wärme in einem bestimmten Heizkörper gedrosselt und wann sie wieder gesteigert werden soll.

Gut gedämmte Kellerräume

Eine moderne und gut gewartete Heizungsanlage kann ihre Leistung erst dann optimal erbringen, wenn Kellerräume und Heizungsrohre gut gedämmt sind. Dies gilt vor allem für Keller, die nicht geheizt sind. Sind Wände und Decken nicht solide isoliert, entsteht ein hoher Energieverlust. Das Dämmen von Kellerräumen ist inzwischen allerdings keine freiwillige Angelegenheit mehr. Nach der Energieeinsparverordnung müssen alle Warmwasser- sowie Heizungsrohre, die durch unbeheizte Zimmer führen, isoliert sein.

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