Wärmepumpe Nachteile

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Nachteile einer Wärmepumpe

Pro und Kontra Wärmepumpe
Nachteile Wärmepumpe © Wogi, fotolia.com

Jede Sonnenseite kommt nicht ohne ihre Schattenseite aus. Speziell bei den erneuerbaren Energien arbeiten Experten nach wie vor mit Hochdruck an einer Ausmerzung dieser negativen Seiten. Das gilt nicht nur für Solar-, Wind- und Wasserkraft, sondern ebenfalls für Wärmepumpen. Auch sie sind nicht nur mit Vorteilen behaftet. Wenn eine Wärmepumpe zu Heizzwecken oder zur Erwärmung des Brauchwassers eingesetzt werden soll, finden sich gleichermaßen Nachteile. Allerdings beschränken die sich weniger auf die Technik, als viel mehr auf die Voraussetzungen der örtlichen Gegebenheiten. Teils aufwändige Genehmigungsverfahren, ein ausreichendes Platzangebot und oft hohe Erschließungskosten stehen der Wärmepumpentechnik nicht selten im Wege. Dennoch ist die Wärmepumpe eine der ausgereiftesten Möglichkeiten, die kostenlose Energie aus der Umwelt zu auszuschöpfen – zumindest von der technischen Seite. Stimmen die Bedingungen, so lässt sich mit ihr effizient und umweltschonend Heizen.

Natürlich haben wir auch die Vorteile von Wärmepumpen zusammengefasst

Genehmigungen, Platzbedarf und Örtlichkeit

Das wohl größte Manko der Wärmepumpen ist die Abhängigkeit der Installation von den Örtlichkeiten. Gerade Sole-Wasser-Wärmepumpen und Wasser-Wasser-Wärmepumpen, bei denen auf Erdwärme, bzw. Grundwasserwärme gesetzt wird, sind von den örtlichen Gegebenheiten abhängig. Bei der Wasser-Wasser-Wärmepumpe muss ein ausreichend hoher Grundwasserstand in guter Qualität vorhanden sein, um einen reibungslosen Betrieb der Pumpe zu gewährleisten. Je nach Bohrtiefe muss zudem die Untere Wasserbehörde ihr Einverständnis geben, bei Tiefen über 100 Metern muss zudem eine Genehmigung der Bergbehörde vorliegen. Allerdings arbeiten Wasser-Wasser-Wärmepumpen nur bis zu einer Brunnentiefe von etwa 20 Metern tatsächlich wirtschaftlich. Bei der Sole-Wasser-Wärmepumpe ist es die Bodenbeschaffenheit die stimmen muss, damit ein effizienter Betrieb möglich ist. Hinzu kommen die hohen Erschließungskosten bei den Erdsonden, die zudem das Einverständnis von Unterer Wasserbehörde und Bergbehörde benötigt. Bei den Erdkollektoren ist es der enorme Platzbedarf, der nötig ist, um das horizontale Rohrsystem zu verlegen. Lediglich die Luft-Wasser-Wärmepumpe und die Luft-Luft-Wärmepumpe kommen ohne Genehmigung und mit nur geringem Platzaufwand aus. Dafür stellt letztere hohe Anforderungen an das Gebäude, da ein luftdichter Abschluss der Gebäudehülle, sowie ein spezielles Lüftungssystem für den Einsatz dieser Lüftungswärmetechnik nötig ist.

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Schwankende Betriebskosten

Ein gerne aufgeführter Kritikpunkt an der Wärmepumpentechnik ist der Stromverbrauch. Da Wärmepumpen nicht selber Strom erzeugen können, um die aus der Natur abgezapfte Wärme für das Heizsystem noch weiter zu temperieren, wird eine externe Energiequelle benötigt. Dieser Strom kommt natürlich aus der Steckdose und stammt in vielen Fällen vom Kraftwerk. Hierdurch werden Emissionen frei, die der Öko-Bilanz von Wärmepumpen nicht gerade zuträglich sind. Sie selbst stoßen zwar keine CO2-Emissionen aus, da sie ohne einen Verbrennungsvorgang auskommen, doch gerade an kühlen Tagen wird mehr Strom verbraucht, da die Wärmequellen-Temperatur dann ebenfalls starken Schwankungen unterliegt. Wird hingegen ein Strom-Mix mit hohem Ökostromanteil eingesetzt oder die Wärmepumpe mit anderen erneuerbaren Energiequellen, zum Beispiel Solarkollektoren, gekoppelt, liegen Wirtschaftlichkeit und Ökobilanz deutlich über der von Gas- oder Ölheizungen.

Wirkungsgrad und Heizsystem

Um effizient und wirtschaftlich zu arbeiten, muss der Wirkungsgrad einer Wärmepumpe entsprechend hoch sein. Erst Wärmepumpen mit einer Jahresarbeitszahl (gibt das Verhältnis von eingesetzter Strommenge zu bereitgestellter Wärmemenge unter Bezugnahme sämtlicher Faktoren an) von mindestens 4 arbeiten dabei tatsächlich effizient. In der Praxis wird diese Jahresarbeitszahl hingegen oft nicht erreicht, was die Wärmepumpe wiederum deutlich ineffizienter macht, als ihr Gas- oder Öl betriebenes Pendant. Hinzu kommen die Anforderungen an das Heizsystem. Alte Heizsysteme sind oftmals auf hohe Vorlauftemperaturen angewiesen. Eine Wärmepumpe entfaltet ihren optimalen Wirkungsgrad jedoch nur bei Vorlauftemperaturen bis zu 35 Grad Celsius. Fußboden-, Wandheizungen oder Niedrigtemperaturheizkörper treten diesem Manko entgegen, denn sie kommen mit niedrigen Vorlaufzeiten aus. Für alle Wärmepumpen gelten zudem gewisse Anforderung an das Gebäude, um einen wirtschaftlich Betrieb zu gewährleisten. Über eine entsprechende Dämmung sollte das Gebäude demnach verfügen.

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