Pelletheizung Wirtschaftlichkeit

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Kosten und Wirtschaftlichkeit einer Pelletheizung

Holzpellets Wirtschaftlichkeit
Pelletheizung Wirtschaftlichkeit © Zihe, fotolia.com

Die Kosten einer Pelletheizung liegen auf den ersten Blick höher, als die herkömmlicher Heizsysteme, etwa Öl- oder Gasheizungen. Durch die stabilen und niedrigen Brennstoffkosten gleichen sich die höheren Anschaffungskosten von Pelletheizungen jedoch langfristig wieder aus.

Ob sich die Anschaffung einer Holzheizung lohnt, hängt aber nicht nur vom Brennstoffpreis und den Kosten für die Technik selbst ab. Auch andere Faktoren sagen einiges über die Wirtschaftlichkeit einer Pelletheizung aus und geben damit eine gute Entscheidungshilfe bei einem geplanten Heizungswechsel.

Anschaffungskosten einer Pelletheizung

Zu den Anschaffungskosten einer Pelletheizung zählen nicht nur der Kauf von Kessel und Pufferspeicher selbst, sondern auch die anfallenden Kosten für die Installation der Anlage, die Bereitstellung des Pelletlagerraums mit entsprechender Fördertechnik und die damit verbundenen, eventuell nötigen Baumaßnahmen. Bei den Anschaffungskosten kann eine Pelletzentralheizung im Vergleich zur Öl- oder Gasheizung daher sicherlich nicht punkten, denn die liegen mit 10.000 bis 15.000 Euro inklusive Kessel, Pufferspeicher und Installation deutlich über denen für fossile Heizungssysteme.

Eventuelle Baumaßnahmen für das Brennstofflager noch nicht mit einbegriffen. Durch staatliche Förderprogramme und Zuschüsse lassen sich die Kosten einer Pelletheizung allerdings ein wenig reduzieren. Auch die Einzelraumbefeuerung mit einem Pelletofen ist mit Anschaffungskosten ab 3.000 Euro ein günstiger Heizungsunterstützer.

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Betriebskosten einer Pelletheizung

Zu den laufenden Betriebskosten einer Pelletheizung zählen in erster Linie die Kosten für die Brennstoffbeschaffung – und genau hier punktet die Pelletheizung dann ordentlich gegenüber herkömmlichen Heizsystemen. Während die Preise für Öl und Gas immer mehr ansteigen, sind die Preise für Pellets im laufe der Jahre relativ stabil geblieben und haben sich zwischen 4,6 und 4,9 Cent/kWh eingependelt.

Holzpellet Preise
Preisentwicklung Holzpellets im Vergleich, © Bild: Deutsches Pelletinstitut GmbH

Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus schlagen Gas und Öl mit rund 1.500 Euro im Jahr zu Buche, eine Pelletheizung ist mit etwa 600 bis 1.000 Euro (je nach Pelletpreis) pro Jahr somit spürbar günstiger im Betrieb. Sparen lässt sich bei der Brennstoffbeschaffung besonders gut während der Sommermonate, denn dann sind die Preise für Holzpellets in der Regel günstiger, als in den Wintermonaten, wenn die Nachfrage ohnehin steigt.

Holzpellet Preise im Jahresverlauf
Holzpellet Preise im Jahresverlauf, © Bild: Deutsches Pelletinstitut GmbH

Eine rechtzeitige Bevorratung lohnt sich daher und schlägt sich positiv auf die Betriebskosten nieder. Bei besonders niedrigen Preisen für Pellets ist hingegen Vorsicht geboten. Holzpellets, die deutlich unter 200 Euro je Tonne angeboten werden sind in der Regel von minderer Qualität, was sich zum einen im höheren Brennstoffverbrauch niederschlägt und zum anderen durch die schlechten Brenneigenschaften, die mitunter einen erheblichen Schaden an der Pelletheizung hinterlassen können.

Wartungskosten einer Pelletheizung

In Sachen Wartung ist die Pelletheizung durchaus mit einem herkömmlichen Heizsystem zu vergleichen. Viele Heizungsbauer und Installationsbetriebe bieten gleich in Verbindung mit dem Einbau der Pelletheizung günstige Wartungsverträge an. Rund 80 bis 100 Euro müssen hierfür kalkuliert werden – ohne Ersatzteilkosten. Auch der Schornsteinfeger muss die Pelletheizung regelmäßig in Augenschein nehmen, sprich: Emissionswerte kontrollieren und Abgaswege freihalten. Der ein bis zweimal im Jahr nötige Besuch kostet dann ungefähr 100 bis 200 Euro.

Energiekosten einer Pelletheizung

Eine Pelletheizung ist ohne die Zuführung von Primärenergie nicht zu betreiben. Sie benötigt für die Auslösung des Zündvorgangs, die Nachschubregelung des Brennstoffs und den automatischen Betrieb des Thermostats eine gewisse Menge an Hilfsenergie in Form von Strom. Wer seinen Strom nicht durch alternative Energien selber erzeugt, ist auf den herkömmlichen Strom aus der Steckdose angewiesen. Pro Jahr werden hierfür etwa 60 bis 200 Euro fällig.

Wirtschaftlichkeit einer Pelletheizung

Hohe Anfangsinvestitionen bescheren der Pelletheizung auf den ersten Blick keine guten Kennzahlen für die Wirtschaftlichkeit. Dafür machen sich die niedrigen laufenden Kosten schnell bemerkbar und rücken die anfänglichen Investitionen in ein positives Licht. Regelmäßig gewartet wird die hohe Wirtschaftlichkeit dann über Jahre sichergestellt.

Eine gut gedämmte Gebäudehülle und Pellets hoher Qualitätsklassen bestimmen ebenso über die Wirtschaftlichkeit einer Pelletheizung. In Verbindung mit einem Pufferspeicher kann zudem die optimale Ausnutzung der Wärmeenergie sichergestellt werden, was eine Pelletheizung in Punkto Wirtschaftlichkeit zu einem deutlich günstigeren Heizsystem macht, als das durch herkömmliche Heizungen erzielt werden kann.

Pelletanlage Kosten Vergleich Öl und Gas
Gesamtkostenvergleich Pelletheizung im Vergleich, © Bild: Agentur für erneuerbare Energien

Kosten einer Pelletheizung im Vergleich zu fossilen Heizsystemen

Heizungssystem  Anschaffungskosten  Wartungskosten*  Brennstoffverbrauch  Kosten*
Pelletheizung 10.000 -15.000 Euro 180 – 300 Euro 3 – 4 Tonnen Pellets 600 – 1000 Euro
Ölheizung ab 3.000 Euro 90-125 Euro 2.100 Liter 1.780 Euro
Gasheizung 1.200 – 1.500 Euro 80-110 Euro 2.175 Kubikmeter 900 – 1.200 Euro

*regionale Unterschiede möglich

Berechnungsgrundlage ist eine Heizlast von 9 KW, was dem Durchschnittswert eines 150 Quadratmeter großen Einfamilienhauses entspricht.

Kosten einer Pelletheizung im Überblick

Anschaffungkosten incl. Installation  *Kosten für die Wartung  *Kosten für Schornsteinfeger  *Kosten für Brennstoff  *Kosten für Primärenergie
10.000 – 15.000 Euro 80 – 100 Euro 100 – 200 Euro 200 – 250 Euro/Tonne 60 – 200 Euro

*Durchschnittspreise der jährlichen Kosten sind u.a. abhängige von Anbieter, Anlage und Heizverhalten

 

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