Pelletheizung Umwelt und Sicherheit

Weitersagen:

Die Umwelteigenschaften und Sicherheitseigenschaften der Pelletheizung

Pelletheizung Umwelteigenschaften
Pelletheizung & Umwelt © Zihe, fotolia.com

Obwohl die Sicherheitsausstattung von Pelletheizungen Unfälle und Gefahren nahezu ausschließt, bleibt ein gewisses Restrisiko – vor allem bei unsachgemäßer Bedienung der Anlage und falscher Brennstofflagerung. Im Vergleich zur Gas- oder Ölheizung sind mögliche Risiken, die aus dem Betrieb einer Pelletheizung resultieren, jedoch noch geringer.

Auch die Umweltverträglichkeit einer Pelletheizung lässt sich mit denen von auf fossilen Brennstoffen basierenden Heiztechniken kaum vergleichen, zu gut sind die umweltrelevanten Eigenschaften einer Pelletheizung. Vor allem die CO-2-neutrale Verbrennung der Pellets kann sich sehen lassen, aber gerade hier gibt es durchaus auch negative Seiten.

Holzpellet Emissionen
Holzpellets Emissionen im Vergleich, © Bild: Deutsches Pelletinstitut GmbH

Tipp: Finden Sie Heizungs-Experten in Ihrer Region mit unserer Fachbetriebssuche. Fragen Sie kostenlos und unverbindlich Angebote von Fachbetrieben an.

Umweltverträglichkeit von Pelletheizungen

Holz ist ein nachwachsender Rohstoff und birgt bei seiner Ausnutzung als Brennstoff zahlreiche Vorteile.

  • Pellets als Brennstoff für Pelletheizungen werden zu 100 Prozent aus Holz, bzw. Holzresten hergestellt und geben bei ihrer Verbrennung nur so viel CO2 frei, wie bei ihrer natürlichen Verrottung ohnehin entstehen würde. Den Erhalt und die Förderung des Waldes regelt überdies das Bundeswaldgesetz. Hiermit wird sichergestellt, dass der Wald durch ordnungsgemäße Bewirtschaftung als nachhaltiger Rohstofflieferant langfristig erhalten bleibt.
  • Auch die Produktion von Holzpellets ist von Nachhaltigkeit geprägt, denn sie verlangt einen deutlich geringeren Energieaufwand, als die Förderung von Öl oder Gas. Nur rund zwei Prozent des in den Holzpellets vorhandenen Energiegehalts ist für deren Herstellung nötig.
  • Der Energiegehalt von Holzpellets kann sich dabei ebenfalls sehen lassen. Eine Tonne Holzpellets können dabei rund 5.000 Kilowattstunden Wärme erzeugen – genauso viel wie 500 Liter Heizöl!
  • Durch die zumeist kurzen Transportwege von der Rohstoffernte, über die Pelletproduktion, bis hin zum Endverbraucher, entstehen zudem wesentlich weniger Emissionen, als dies bei fossilen Brennstoffen der Fall ist. Von den risikoreichen Transporten und Fördertechniken im Gas- und Ölbereich einmal ganz abgesehen!
  • Zwischenfälle und Störungen, wie sie bei der Gewinnung fossiler Brennstoffe oftmals vorkommen und die daraus resultierende Verschmutzung und Zerstörung der Umwelt, ist durch die Pelletproduktion in keinem Fall gegeben.
  • Holzpellets als Brennstoff haben dabei nicht nur in Sachen CO2-Emission und Energiegehalt einen richtig grünen Daumen, sondern auch hinsichtlich ihrer Feinstaubbelastung und Rückstände. Dank optimierter Pelletqualität und der Tatsache, dass Holzpellets bei der Herstellung keine schädlichen Zusatzstoffe beigefügt werden dürfen, fallen bei ihrer Verbrennung nahezu keine Feinstaubemissionen und nur geringe Aschemengen an. Von einem Kilogramm Holzpellets bleiben nur rund fünf Gramm Asche übrig. Der Feinstaubgehalt, der bei der Verbrennung anfällt, darf zudem 0,06 Gramm pro Kubikmeter nicht überschreiten. Ab 2015 liegt der gesetzlich erlaubte Feinstaubgehalt der Abluft dann nur noch bei 0,02 Gramm je Kubikmeter.

Pelletheizung Emissionen Vergleich
Emissionen und Feinstaubbeslatung Pelletheizung Vergleich, © Bild: Deutsches Pelletinstitut GmbH

Sicherheit von Pelletheizungen

Der sichere Betrieb von Pelletheizungen ist durch zahlreiche Sicherheitseinrichtungen der Brenner gewährleistet und das, auch bei längeren Abwesenheitszeiten des Anlagenbetreibers. Eine Rückbrandsicherung schützt dabei vor Inbrandgeraten des Pelletvorrats, ein Sicherheitswärmetauscher vor Überhitzen der Anlage und eine Unterdruckregelung davor, dass keine schädlichen Gase aus dem Verbrennungsvorgang in den Heizungsraum geraten.

Auch Pellets gelten als sicherer und ungefährlicher Brennstoff, von dem, aufgrund des natürlichen Ursprungs, keine Gefahr ausgeht. Dennoch sollte bedacht werden, dass die natürliche Holzstruktur durch das Pressen zu Pellets teilweise zerstört wurde und hierdurch bei der Lagerung giftige Abbauprodukte entstehen können. Kohlenmonoxid und Kohlenwasserstoff können hierbei in die Umgebungsluft abgegeben werden und sich, in diesem Fall im Pelletlagerraum, anreichern.

Unzureichend durchlüftete Lagerräume und Silos für Holzpellets bergen daher die Gefahr schwerer Vergiftungen durch das geruchlose und unsichtbare Kohlenmonoxid-Gas.

In geschlossenen Lagerräumen ist daher der Einsatz von speziellen Lüftungsdeckeln auf den Einblas- und Absaugstutzen zu empfehlen. Die Deckel dürfen nur an der Außenwand angebracht werden, damit ein Luftaustausch zwischen der Außenluft und dem Lagerraum hergestellt wird. Damit werden Emissionen und Geruchsbeeinträchtigungen der eingeblasenen Pellets wirksam verhindert. Die Lüftungsdeckel sind schon für unter 20 Euro zu bekommen.

Artikel teilen: