Ölheizung Kosten

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Preise und Kosten von Ölheizungen

Ölheizung Kosten
Ölheizung Kosten © Wolfgang S., fotolia.com

Wer sich mit der Investition in eine neue Ölheizung auseinandersetzt, der sollte sich vorab genau über deren Preise informieren. Neben den Anschaffungspreisen der Ölheizung müssen aber unbedingt auch die anderen zu erwartenden Kosten betrachtet werden. Das sind zum Beispiel die Kosten für die regelmäßige Wartung, Reparaturen, Schornsteinfeger und vor allem die Betriebskosten, die direkt von den Heizölkosten abhängen.

Anschaffungspreise für Ölheizungen

Die Anschaffungspreise von Ölheizungen variieren, sie sind von folgenden Faktoren abhängig:

  • 1. Niedertemperaturheizung oder Brennwertheizung
    NT-Heizungen sind insgesamt in der Anschaffung preiswerter als Ölheizungen mit Brennwerttechnik. Zur Verdeutlichung: Eine Niedertemperaturheizung für ein Ein- bis Zweifamilienhaus ist bei einem deutschen Hersteller für rund 2.300 Euro zu bekommen. Bei demselben Hersteller kostet eine Brennwertheizung mit dem gleichen Leistungsbereich aber 4.000 Euro.

    Eine Brennwertheizung ist also deutlich teurer, kann diesen Unterschied aber zum Teil durch erhebliche Verbrauchseinsparung wettmachen. Soll in die Ölheizung eine Solaranlage oder Wärmepumpe integriert werden, liegen die Kosten schnell im fünfstelligen Bereich.

  • 2. Leistungsbereich
    Der Leistungsbereich muss auf die Heizlast des Gebäudes angepasst sein. Heizungen mit höherer Leistung sind teurer, unabhängig davon, ob es sich um eine NT-Heizung oder eine Heizung mit Brennwerttechnik handelt.

    Als Beispiel: Eine NT-Heizung mit einer Nennleistung von 17 kW kostet 2.800 Euro, dieselbe Heizung mit einer Nennleistung von 34 kW dagegen 3.500 Euro, eine NT-Heizung desselben Herstellers mit einer Nennleistung von 500 kW liegt dann bei 15.000 Euro.

  • 3. Qualität
    Und wie überall gilt auch bei Ölheizungen: Qualität kostet. Das geht schon beim Kessel los, die Wahl, ob Edelstahl oder Gusskessel hat Einfluss auf den Preis. Auch die Auswahl des Herstellers selbst bestimmt den Preis mit.

    Ein deutscher Qualitätshersteller kann eine Heizung gar nicht so billig produzieren wie ein asiatisches No-Name Produkt. Bei der Betrachtung der Kosten über zwanzig Jahre kann sich das Bild dann aber um 180 Grad wenden und das Qualitätsprodukt letztlich preiswerter sein.

    Doch geht auch der Einfluss der Qualität noch weiter: Eine höherwertige Heizungsregelung wird in der Anschaffung teurer sein. Dafür lässt sich mit ihr eher Heizöl einsparen. Diese Bewertung muss jeder individuell nach seinen Vorstellungen vornehmen. Hier hilft eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung über die Kosten des Produktlebenszyklus.

Neben den Anschaffungspreisen sind auch die Kosten für Lieferung, Installation und Inbetriebnahme zu berücksichtigen. Es können auch Kostenanfallen für einen notwendig werdenden Umbau des Heizraums.

Außerdem müssen die Kosten für den Wasserspeicher und die Kaminsanierung berücksichtigt werden.

Kostenart Betrag in Euro
Anschaffungskosten NT- oder Brennwertheizung inkl. Lieferung und Inbetriebnahme 2.800 bis 3.500 Euro
Kosten für Wasserspeicher 500 bis 1.500 Euro
Kosten für die Kaminsanierung 1.000 bis 1.500 Euro

Zu den festen, einmaligen Anschaffungskosten kommen noch die Betriebskosten für die Ölheizung.

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Wartung und Reparatur von Ölheizungen

Auch für Ölheizungen werden Wartungsverträge angeboten. Ein solcher Wartungsvertrag kostet bis zu 200 Euro im Jahr. Eine Wartung ist bei Ölheizungen unbedingt notwendig, gerade wenn es sich um Brennwertheizungen handelt.

Hierbei muss sichergestellt sein, dass keine Korrosionsschäden auftreten, eventuell muss das Neutralisationsgranulat ausgetauscht werden. Außerdem sind kleine Reparaturen im Wartungsvertrag enthalten und Verschleißteile werden ebenfalls ausgetauscht (das sind zum Beispiel Düsen oder Filter).

Auch ohne Wartungsvertrag ist für die genannten Posten mit rund 200 Euro jährlich zu rechnen. Häufig ist im Wartungsvertrag aber auch ein kostenloser Notdienst enthalten.

Schornsteinfeger

Der Schornsteinfeger kommt nicht nur für die Kehrung, sondern auch für die Abgaswegüberprüfung und die Bundesimmissionsschutzmessung und nicht zuletzt für die Feuerstättenschau. Die Intervalle unterscheiden sich je nach Heizung und Tätigkeit zwischen einmal jährlich bis zu einmal alle drei Jahre. Auch die Kosten sind nicht in ganz Deutschland dieselben. Mit rund 75 Euro sollte man aber rechnen, für Brennwertheizungen sind die Kosten niedriger.

Kosten des Heizöls

Die Kosten für den Brennstoff wiederum hängen direkt mit dem Verbrauch zusammen. Der Verbrauch ist abhängig von der Größe der zu heizenden Fläche, der Heizlast des Gebäudes (Dämmung, Fenster etc.) und den individuellen Gewohnheiten. Auch die Heizung selbst spielt eine Rolle. NT-Heizungen haben einen höheren Verbrauch, Brennwertheizungen nutzen den Brennwert effizienter aus.

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Bei Brennwertheizungen ohne Neutralisationseinrichtung muss aber schwefelarmes Heizöl getankt werden, das teurer ist als normales leichtes Heizöl. Zudem schwanken die Heizölkosten bekanntermaßen je nach Angebot und weltpolitischer Lage. Zu den Kosten für Heizöl kommen im Übrigen auch noch die Stromkosten für die Heizungsregelung und die Umwälzpumpe.

Betriebskostenart Euro/Jahr
Wartung und Reparatur 150 bis 250 Euro
Schornsteinfeger 50 bis 80 Euro
Heizöl pro Liter Preise können stark schwanken

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