Ölheizung Förderung

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Förderungsmöglichkeiten für Ölheizungen (Stand 2017)

Fördermittel
Fördermittel © Doc Rabe, fotolia.com

Bei Investitionen in eine Ölheizung, ob nun im Neubau oder als Sanierungs- beziehungsweise Modernisierungsmaßnahme, ist es immer interessant zu wissen, welche Fördermittel wo beantragt werden können.

Fördermittel über die KfW

Erste Adresse für günstige Kredite oder Tilgungszuschüsse bei Maßnahmen rund um das Thema Heizung und Energie ist die Bankengruppe KfW, die im öffentlichen Auftrag bestimmte Investitionen fördert. Für Ölheizungen kommen die folgenden Programme infrage:

Energieeffizient Sanieren – Kredit Programm 152
Fördermittel KFW BankDie Kreditanstalt für Wiederaufbau fördert mit dem Programm 152 auch einzelne Maßnahmen, die das Ziel einer höheren Energieeffizienz und die Senkung der Energiekosten haben. Das Programm bezieht sich unter anderem auch auf die Heizungserneuerung, die als einzelne Maßnahme gefördert werden kann. Neben dem Austausch der Ölheizung wird auch der Einbau einer hocheffizienten Zirkulationspumpe und einer Umwälzpumpe gefördert.

Voraussetzung ist, dass ein Sachverständiger bestätigt, dass die Maßnahme angemessen ist. Er beurteilt auch, ob die Heizung nicht überdimensioniert ist, und achtet darauf, dass ein fachgerechter hydraulischer Abgleich erfolgt. Förderfähig sind 100 % der Investitionskosten, inklusive Mehrwertsteuer, Installationskosten, Thermostatventile, Umbauarbeiten, Schornsteinkosten und die Umstellung des Warmwassersystems. Die Antragstellung erfolgt über die Hausbank, mit der auch die notwendigen Sicherheiten vereinbart werden.

Die alte Heizung muss gegen eine Öl-Brennwertheizung ausgetauscht werden.
Das Programm 152 hat unschlagbar günstige Konditionen (Stand Januar 2017):

Wichtige Punkte Konditionen
Zinshöhe 0,75%
Laufzeit 4 bis 30 Jahre
tilgungsfreie Zeit zwischen ein und fünf Jahren
Zinsbindung 10 Jahre
Höchstbetrag 50.000 Euro pro Wohneinheit (bei Einzelmaßnahme)
Sondertilgungen jederzeit kostenfrei möglich
Auszahlung 100 % des Kreditbetrags

In Baden-Württemberg werden Investitionen in Brennwerttechnik, für die Fördermittel nach dem Programm 152 beantragt werden, noch zusätzlich verbilligt.

Seit dem 1. Januar 2016 wird mit dem Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE) zudem ein Tilgungszuschuss in Höhe von 12,5 Prozent auf den Austausch ineffizienter Heizungsanlagen durch effiziente Anlagen in Verbindung mit einer optimierten Einstellung gewährt. Außerdem hat das Bundeswirtschaftsministerium im August 2016 ein weiteres Förderprogramm zur Heizungsoptimierung aufgelegt. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

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Energieeffizient Sanieren – Investitionszuschuss Programm 430
Die Konditionen sind wie folgt: Zuschuss in Höhe von 15 % der förderfähigen Kosten, maximal 7500 Euro pro Wohneinheit. Die Mittel werden direkt bei der KfW beantragt, ohne Umweg über die Hausbank und der Investitionszuschuss wird auch direkt auf das eigene Konto überwiesen.

Die Voraussetzungen sind dieselben wie beim Programm 152 (Sachverständiger, hydraulischer Abgleich, Bauantrag vor 1995, keine gewerblich genutzten Flächen, keine Ferien- oder Wochenendhäuser, Vorhaben noch nicht begonnen). Es sind auch dieselben Maßnahmen förderfähig, also neben dem Einbau einer Öl-Brennwertheizung auch notwendige Baumaßnahmen, neue Heizkörper (Fußbodenheizung), Nebenarbeiten und die Umstellung der Warmwasserbereitung. Die Arbeiten müssen von einem Fachunternehmen durchgeführt werden.

Die Konditionen für Einzelmaßnahmen sind wie folgt: Zuschuss in Höhe von 10 % der förderfähigen Kosten, maximal 5.000 Euro pro Wohneinheit. Die Mittel werden direkt bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau beantragt, ohne Umweg über die Hausbank und der Investitionszuschuss wird auch direkt auf das eigene Konto überwiesen.

Fördermittel vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle

Fördermittel BAFADas Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle fördert die Installation von Solarthermieanlagen mit Förderbeträgen zwischen 500 Euro bis 2000 Euro (bis zu einer Bruttokollektorfläche von 40 qm). Wer gleichzeitig seine alte Heizung austauscht und eine Ölheizung mit Brennwerttechnik einbaut, der erhält vom BAFA dafür einen sogenannten Kesseltauschbonus in Höhe von 500 Euro. Zudem gibt es diverse weitere Zusatzförderungen.

Gleichzeitig muss eine effiziente Umwälzpumpe (Effizienzklasse A) eingebaut werden, die auf der Liste des BAFA aufgeführt sein muss. Die Fördermaßnahme des BAFA kann nicht mit den Programmen 152 oder 430 der KfW für Einzelmaßnahmen kombiniert werden.

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