Brennstoff Heizöl

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Heizöl – Heizölsorten im Überblick

Heizöl
Heizöllieferung, © Bild IWO

Heizöl ist ein aus Erdöl gewonnener flüssiger Brennstoff, der in Ölheizungen verbrannt wird. Heizöl besteht aus verschiedenen Teilen des Erdöls, denen außerdem noch eine Reihe von Additiven zugefügt wird.

Welche Sorten Heizöl gibt es?

Es gibt verschiedene Sorten von Heizöl, die vor allem anhand ihrer Dichte und der Anteile an Additiven unterschieden werden:

  • Schwer – schweres Heizöl wird zum Beispiel als Kraftstoff in Schiffsdieselmotoren verwendet. Aber schweres Heizöl wird auch in Kraftwerken eingesetzt. Sie enthalten recht hohe Anteile an Schwefel.
  • Mittel, Leicht – mittleres Heizöl und leichte Heizöle kommen kaum mehr zum Einsatz.
  • Extra leicht – extra leichtes Heizöl ist das übliche Heizöl zur Verbrennung in Ölheizungen. Die Abkürzung lautet HEL. Es ist auch als Premium-HEL erhältlich, das dann bestimmte Additive enthält. Das können Verbrennungsverbesserer sein oder auch Mittel, die den Geruch überdecken.
  • Extra Leicht Schwefelarm – Heizöl EL schwefelarm ist das richtige Heizöl für Ölheizungen mit Brennwerttechnik. Da der Schwefelgehalt gegenüber HEL deutlich verringert ist, werden deutlich weniger Schadstoffe bei der Verbrennung emittiert. Außerdem entsteht bei der Brennwerttechnik deutlich weniger Kondensat. Wenn keine Neutralisationseinrichtung vorhanden ist, muss für die Brennwertheizung zwingend Heizöl EL schwefelarm getankt werden. Heizlöl EL schwefelarm ist seit 2009 Standard in Deutschland und wird geringer besteuert als Standard Heizöl EL.
  • Bio-Heizöl – seit einiger Zeit ist auch sogenannte Bio-Heizöl erhältlich. Bio-Heizöl wird wie Biodiesel aus Pflanzen hergestellt. Vor allem Raps oder Sonnenblumen kommen zum Einsatz. Zwar hat Bio-Heizöl eine ganze Reihe von Vorteilen gegenüber seinen fossilen Gegenstücken. So ist damit die Versorgung auch bei zur Neige gehenden fossilen Ressourcen gesichert. Zudem lässt sich die Abhängigkeit von den Ölstaaten deutlich mindern. Auch bietet Bio-Heizöl eine CO2-neutrale Verbrennung, da nur so viel CO2 freigesetzt wird, wie die Pflanzen vorher gebunden haben. Auf der anderen Seite machen die Diskussionen deutlich, dass Bio-Heizöl auf Flächen angepflanzt wird, die dann nicht für den Anbau von Nahrungsmitteln zur Verfügung stehen.
  • Heizöl mit Bioanteilen – einige Anbieter haben auch Heizöle im Angebot, denen unterschiedliche Prozentsätze an Bioheizöl zugesetzt sind. Heizöl extra leicht mit einem Anteil von 5 bis 10 Prozent Bioheizöl lässt sich problemlos in herkömmlichen Ölheizungen verbrennnen, ohne dass der Brenner umgerüstet werden müsste.

Heizöl Sorten
Heizölsorten im Vergleich, © Bild: Institut für Wärme und Oeltechnik e.V.

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Preise und Preisentwicklung von Heizöl

Letztlich kennen die Preise von Heizöl seit Jahren nur noch eine Richtung: nach oben. Mit einer kleinen Delle während der Krise in den Jahren 2008 und 2009 zeigt die Kurve der Heizölpreise eine ständig steigende Tendenz. Und der zunehmende weltweite Bedarf sorgt zusammen mit der Endlichkeit der fossilen Ressourcen für einen weiteren Anstieg der Heizölpreise.

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Daran ändert auch die Beifügung von Bioheizöl nichts. Anfang 2017 kosten 100 Liter Heizöl zwischen 57 Euro (Standardheizöl) und 62 Euro (Bioheizöl), je nach Qualität. Von folgenden Faktoren ist der Preis für Heizöl abhängig:

  • Lieferort (regionale Unterschiede)
  • Liefermenge (je mehr, umso billiger)
  • Lieferfrist (kurzfristig benötigte Lieferungen sind teurer)
  • Anzahl der Lieferstellen (gilt für Sammelbestellungen, je mehr Lieferstellen, umso teurer)

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