Gasheizung Gastherme

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Gasthermen für Heizung & Warmwasser

Gastherme
Gastherme © Junkers

Manchmal kommt erhebliche Verwirrung auf, weil mal von Gasthermen, mal von Brennwert-Thermen, aber auch von Gas-Durchlauferhitzern oder Gas-Etagenheizung gesprochen wird, ohne eine klare Abgrenzung vorzunehmen gegenüber den Begriffen Gas-Heizkessel, Brennwertkessel oder Niedertemperaturheizungen.

Was genau ist eine Gastherme?

Das Problem ist zunächst: Der Begriff „Gastherme“ ist kein eindeutig definierter Fachterminus. Es hat sich inzwischen eingebürgert, unter dem Begriff Gastherme wandhängende Geräte zusammenzufassen. Das können dann sowohl Geräte sein, die nur zur Warmwasserbereitung genutzt werden, wie auch alle Geräte, die ebenso als Heizkessel genutzt werden. Diese laufen häufig auch unter dem Begriff „Kombi-Therme“. Der große Vorteil von Gastherme beziehungsweise Kombi-Therme: Die Geräte sind kompakt, leicht und relativ preiswert und lassen sich gut innerhalb der Wohnräume oder auch auf dem Dachboden unterbringen.

Wo liegt der Unterschied zwischen einer Gastherme und einem Gasheizkessel?

Eine Gastherme hat im Gegensatz zu einem Gasheizkessel keinen Wasserspeicher – weder einen integrierten noch einen separaten Speicher. Das Heizungswasser wird in einem Rohr an dem Gasbrenner vorbeigeführt. Es wird also nicht ständig ein großer Speicher mit heißem Wasser für die Heizung beheizt. Auch in einer Gastherme sind alle notwendigen Komponenten enthalten, von der Umwälzpumpe über die Steuerung bis hin zu einem eventuell notwendigen Ausdehnungsgefäß.

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Modulierende Arbeitsweise einer Gastherme

Moderne Gasthermen arbeiten leistungsmodulierend. Das bedeutet, dass die Brenner-Leistung an den aktuellen Bedarf angepasst wird. Bei niedrigen Außentemperaturen läuft die Gastherme dann unter Umständen mit voller Leistung, während sie in der Übergangszeit mit nur 40 oder 50 Prozent der Leistung betrieben wird. Bei einer Kombination mit einer elektronisch geregelten Umwälzpumpe kann die Modulationsbreite sogar zwischen 20 und 100 % liegen. Damit wird erheblich der Gasverbrauch gesenkt.

Brennwert-Therme

Gasthermen werden heute in moderner Brennwert-Technik gebaut. Das heißt, es wird auch die im Abgas enthaltene Wärme genutzt. Für Brennwert-Thermen gilt dasselbe wie bei Brennwert-Kesseln: Die Abgase sind so stark abgekühlt, dass eine Abgasleitung mit geringem Durchmesser genügt, die aus Kunststoff oder Edelstahl bestehen kann. Diese Materialien sind ausreichend korrosionsbeständig. Das bedeutet aber auch, dass ein vorhandener Schornstein nicht genutzt werden kann, die Abgasleitung kann aber hierdurch geführt werden.

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Warmwasserbereitung durch eine Gastherme

Mit einer Gastherme kann entweder die Warmwasserbereitung ausschließlich erfolgen oder kombiniert mit dem Heizungsbetrieb. In beiden Fällen funktioniert die Gastherme als „Durchlauferhitzer“, es wird kein großer Warmwasserspeicher benötigt. Das große Plus der Geräte: Warmes Wasser wird immer nur dann erhitzt, wenn es benötigt wird. Das warme Wasser wird also immer frisch zubereitet, es besteht quasi kein Legionellenrisiko. Ist zum Beispiel ein Heizkessel in einem Mehrfamilienhaus für alle Wohnungen installiert und wird das Warmwasser dezentral zur Verfügung gestellt, dann bieten sich Gasthermen als Alternative zum elektrischen Durchlauferhitzer an. Die Menge an Warmwasser, die von der Gastherme erhitzt wird, hängt von der Leistung der Gastherme ab.

Kombi-Therme

Wird in der Gastherme sowohl das Heizungswasser als auch das Brauchwasser erwärmt, so spricht man auch von „Kombi-Thermen“. Die integrierte Heizungssteuerung schaltet dann um, wenn an einer Zapfstelle der Warmwasserhahn aufgedreht wird. Die Warmwasserbereitung mit der Gastherme hat jedoch einen Nachteil: Das warme Wasser steht nicht sofort zur Verfügung, es strömen zunächst ein paar Liter kaltes Wasser aus dem Hahn. Dem wird in einigen Geräten mit einem integrierten Kleinstspeicher (mit einem Volumen von rund fünf bis zehn Litern) entgegenwirkt.

Tipp: Gasthermen sind vor allem dann auch zur Warmwasserbereitung sinnvoll, wenn nicht mehrere Zapfstellen gleichzeitig warmes Wasser benötigen. Außerdem sollten die Zapfstellen nicht zu weit vom Gerät entfernt sein, um Leitungsverluste zu vermeiden und damit das warme Wasser schneller zur Verfügung steht.

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