Gasheizung Betriebskosten

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Betriebskosten einer Gasheizung

Heizungsanlage optimieren
Heizungsanlage © Gina Sanders, fotolia.com

Neben den reinen Anschaffungskosten einer Gasheizung sind die Betriebskosten entscheidend für die Wirtschaftlichkeit. Was nützen geringe Anschaffungskosten, wenn hohe jährliche Kosten die anfängliche Einsparung in kurzer Zeit wieder zunichte machen? Die Betriebskosten einer Gasheizung setzen sich aus folgenden Posten zusammen.

1. Primärenergie – Brennstoff Gas

Der Energieverbrauch macht den größten Anteil der Betriebskosten der Gasheizung aus. Er hängt nicht nur von der gewählten Technik ab, sondern auch von dem Wärme- und Warmwasserbedarf. Eine Gasheizung mit Brennwerttechnik verbraucht gegenüber normalen Niedrigtemperaturheizungen rund zehn Prozent weniger Gas. Wird die Brennwert-Gasheizung zudem mit Flächenheizungen, die eine niedrige Vorlauftemperatur erlauben, kombiniert, liegen die Einsparungen deutlich höher.

Um den Bedarf an Gas zu überschlagen, kann man die beheizte Fläche in Quadratmetern mit dem Wärmebedarf multiplizieren. Je nach Isolierung sollte man durchschnittlich zwischen 50 und 150 Kilowattstunden pro Jahr und Quadratmeter veranschlagen. Das macht für eine durchschnittliche 75 qm große Wohnung rund 10.000 Kilowattstunden, für ein freistehendes Einfamilienhaus mit 150 Quadratmeter sind es dagegen eher 25.000 bis 30.000 Kilowattstunden.

Brennstoffe Entwicklung
Entwicklung verschiedener Brennstoffe im Vergleich, Bildquelle: C.A.R.M.E.N. e.V.

2. Betriebsenergie einer Gasheizung

Neben Gas verbraucht die Gasheizung auch Strom, unter anderem für die Umwälzpumpe und die Steuerung. Allerdings kommt bei einer effizienten Umwälzpumpe da nicht sehr viel zusammen. Die Kosten liegen unter 100 Euro. Alte überdemisionierte Heizungspumpen können allerdings deutlich teurer werden.

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3. Wartung und Instandhaltung einer Gasheizung

Eine Gasheizung sollte unbedingt regelmäßig gewartet werden. Gas ist ein hochexplosiver Brennstoff, eine Wartung ist deshalb unbedingt empfehlenswert. Bei einer Wartung kontrolliert der Heizungstechniker nicht nur die Dichtigkeit der Gasleitungen und alle Anschlüsse. Der Brenner wird gereinigt, die Wärmetauscher überprüft und der Wasserdruck justiert. Vor allem wird auch die Steuerung überprüft und eingestellt, um die vorgeschriebenen Grenzwerte der Emission einzuhalten.

Deshalb sollte die Wartung auch immer vor dem Besuch des Schornsteinfegers erfolgen. Es bietet sich an, einen Wartungsvertrag abzuschließen, weil der Wartungstechniker dann auch selbst auf die Einhaltung der Service-Intervalle achtet und bei eventuell notwendigen Reparaturen einen kostenlosen Notdienst anbietet. Aber auch einzeln beauftragte Instandhaltungen kosten nicht mehr als eine Wartung, die im Rahmen eines Vertrags durchgeführt wird.

4. Schornsteinfeger

Der Schornsteinfeger kommt bei alten Gasheizungen einmal jährlich. Bei Brennwert-Heizungen steht nur noch alle zwei Jahre ein Besuch des Schornsteinfegers an, der dann die Emissionsmessung durchführt. Eine Reinigung der Abgasleitung ist bei Brennwert-Gasheizungen nicht mehr notwendig.

Kostenart Zweipersonenhaushalt, Etagenwohnung 75 qm Vierpersonenhaushalt, frei stehendes EFH 150 qm
jährlicher Gasverbrauch 550 bis 700 Euro 1.500 bis 2.000 Euro
Stromkosten circa 40 Euro circa 50 bis 60 Euro
Wartung 180 bis 200 Euro 180 bis 200 Euro
Schornsteinfeger circa 45 Euro circa 45 Euro
Gesamtkosten Gasheizung 840 bis 990 Euro 1.775 bis 2.300 Euro

Die Gesamtkosten hängen darüber hinaus vom individuellen Heizverhalten ab. Entscheidend sind aber auch die regional unterschiedlichen Preise für Erdgas.

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