Brennstoff Erdgas

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Erdgas als Brennstoff für Gasheizungen

Gasflamme
Gasflamme © ArtmannWitte, fotolia.com

Erdgas ist der am häufigsten genutzte Brennstoff für Gasheizungen in Deutschland. Erdgas besteht zum überwiegenden Teil aus Methan. In Deutschland werden die Verbraucher je nach Region mit verschiedenen Erdgas-Qualitäten: Erdgas L (Low) und Erdgas H (High) versorgt. Je nach Qualität variiert der Heizwert zwischen 9 und 12.

Vorteile der Nutzung von Erdgas für die Gasheizung

Die Nutzung von Erdgas für eine Gasheizung hat eine ganze Reihe von Vorteilen:

  • Es ist kein Lagerraum wie etwa bei Heizöl oder Holzpellets notwendig. Beim Neubau macht dies die Gasheizung insgesamt billiger
  • Die Versorgung mit Erdgas ist relativ sauber und bequem
  • Moderne Installations- und Sicherheitstechnik garantieren ein hohes Sicherheitsniveau
  • Erdgas ist in weiten Teilen Deutschlands verfügbar
  • Erdgas hat einen höheren Brennwert als Heizöl und ist daher für Brennwertheizungen besonders gut geeignet
  • Erdgas ist ungiftig
  • Erdgas erzeugt bei der Verbrennung weniger Kohlendioxid als etwa Ölheizungen. Daher sind mit Erdgas befeuerte Gasheizungen umweltfreundlicher
  • Zudem verbrennt Erdgas ruß- und staubfrei
  • Die Energiewirtschaft kümmert sich ständig um die Versorgungssicherheit von Erdgas
  • Auch am Erdgasmarkt wird der Wettbewerb zunehmend stärker, was sich positiv auf den Preis auswirken kann

Nachteile der Nutzung von Erdgas für die Gasheizung

Einige Nachteile der Nutzung von Erdgas sollten jedoch nicht verschwiegen werden.

  • Erdgas ist explosiv
  • Gasleitungen und -installationen dürfen nur von Fachleuten verlegt beziehungsweise vorgenommen werden
  • Erdgas kann nur genutzt werden, wenn zum betreffenden Grundstück eine Erdgasleitung führt
  • Erdgas ist ein fossiler Brennstoff und damit endlich
  • Deshalb kann auch die Preisentwicklung von Erdgas kaum abgeschätzt werden
  • Zwar ist die Bindung an den Ölpreis inzwischen umstritten, trotzdem steigen die Preise für Erdgas analog den Preisen von Heizöl. Damit ist auch die Erdgasversorgung abhängig von der weltpolitischen Lage
  • Erdgas kann nicht günstig auf Vorrat gekauft werden
  • Bei Erdgas ist Deutschland auf das Ausland angewiesen. So kommt der größte Anteil an Erdgas in Deutschland aus Russland, Norwegen, den Niederlanden und Großbritannien
Tipp: Finden Sie Heizungs-Experten in Ihrer Region mit unserer Fachbetriebssuche. Fragen Sie kostenlos und unverbindlich Angebote von Fachbetrieben an.

Gaspreise und Gaspreisentwicklung

In den letzten zwanzig Jahre ist der Erdgaspreis – analog zum Preis für Erdöl – explodiert. 2010 kostet Erdgas knapp doppelt so viel wie im Jahr 2000. Erdgas wird nicht nur für private Haushalte zum Heizen und Kochen und zur Warmwasserbereitung genutzt. Es ist auch als Kraftstoff für Automobile im Einsatz sowie in Kraftwerken. Der Bedarf steigt also. Steigender Bedarf bedeutet aber auch steigende Preise.

Und nahezu alle Experten gehen davon aus, dass die Gaspreise auch weiterhin steigen. Dafür ist nicht allein die Ölpreisbindung der Gaspreise verantwortlich. Mit dieser Ölpreisbindung, die in den Verträgen großer Produzenten (wie etwa der russischen Gazprom) mit den Energieversorgungsunternehmen vereinbart sind, wird der Gaspreis direkt an die Entwicklung der Erdölpreise gekoppelt. Nach einem Urteil aus 2010 dürfen Energieversorgungsunternehmen diese Vereinbarung jedoch nicht genauso mit ihren Kunden treffen. Das wird aber dennoch bei den Endkunden kaum zu Preissenkungen führen. Hier können Verbraucher höchstens auf eine weitere Liberalisierung des Gasmarktes in Deutschland hoffen.

Brennstoffe Entwicklung
Entwicklung verschiedener Brennstoffe im Vergleich, Bildquelle: C.A.R.M.E.N. e.V.

Lohnt der Gasanbieterwechsel?

Jeder Verbraucher sollte sich darüber informieren, ob für ihn ein Wechsel des Gasanbieters Vorteile bringen kann. Das geht einfach mit unserem Gastarifrechner. Einfach auf der letzten Jahresrechnung den Bedarf an Erdgas ablesen und eingeben. Zusammen mit der Postleitzahl kann man dann schnell abschätzen, welche Anbieter infrage kommen und welche Tarife eventuell Einsparungen versprechen.

Tipp: Vergleichen Sie die Gastarife mit unserem Gastarifrechner

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