Nachtspeicherheizung

Weitersagen:

Nachtspeicherheizung und Nachtspeicheröfen

Nachtspeicherheizung
Nachtspeicherofen, © Bild hea.de, dimplex.de

Nachtspeicherheizungen sind mit Strom betriebene Heizungen oder Einzelöfen, die mit preiswerterem Nachtstrom beheizt werden, die Wärme speichern und diese tagsüber an den Raum abgeben. Dabei gibt es zwei verschiedene Prinzipien:

1. Zentrale Nachtspeicherheizung

Bei einer zentralen Nachtspeicherheizung wird ein Speicher nachts mit Strom beheizt. Zentrale Nachtspeicherheizungen können entweder über einen Wasserspeicher oder einen Feststoffspeicher verfügen. Sie funktionieren aber im Prinzip gleich: Bei einer Nachtspeicherheizung mit Wasserspeicher wird das Wasser nachts elektrisch erwärmt. Tagsüber wird das Wasser dann mit einer Pumpe und über ein Rohrsystem in die Heizkörper transportiert. Dort wird die Wärme an den Raum abgegeben.

Auch bei einem Feststoffspeicher, der meist aus hochspeicherfähigem Magnesit besteht, verfügt die Heizung über ein Rohrsystem mit Heizungswasser und Heizkörper. Allerdings wird die im Magnesit gespeicherte Wärme über einen Ventilator an das Wasser übertragen.

Tipp: Mit dem Heizstromrechner günstige Tarife für Elektroheizungen finden

2. Nachtspeicheröfen

Sogenannte Nachtspeicheröfen sind dezentrale Heizungen. Sie bestehen aus Heizelementen, die innerhalb der Speicherelenente laufen und einer starken Isolationsschicht. Sie sorgt dafür, dass die Wärme im Gerät bleibt. Dennoch wird rund die Hälfte der Wärme über die Gehäusewände abgegeben.

Am nächsten Tag kann die gespeicherte Wärme über einen Ventilator an den Raum abgegeben werden. Ein Nachtspeicherofen kann im Innern Temperaturen von bis zu 700 °C erreichen. Der Nachtspeicherofen verfügt über eine mit einem Thermostat gekoppelte Regelung.

Moderne Geräte verfügen zudem über eine Aufladeregelung, die außentemperaturgesteuert ist. Je nach Heizwärmebedarf kann es notwendig sein, den Nachtspeicherofen auch tagsüber zu laden. Die mögliche Dauer hängt auch vom Vertrag mit dem Energieversorger ab. Sie kann zwischen zwei und vier Stunden liegen.

Tipp: Finden Sie Heizungs-Experten in Ihrer Region mit unserer Fachbetriebssuche. Fragen Sie kostenlos und unverbindlich Angebote von Fachbetrieben an.

Vorteile von Nachtspeicheröfen

Pro und Kontra Nachtspeicherheizungen
Pro & Kontra Nachtspeicherheizung © Wogi, fotolia.com

Nachtspeicheröfen haben eine Reihe von Vorteilen, hier eine kurze Übersicht:

  • geringe Investitionskosten
  • einfache Installation
  • wenig Platzbedarf
  • keine Lagerung von Brennstoff notwendig
  • kein zusätzlicher Gasanschluss
  • kein Schornstein
  • geringer Wartungsbedarf

Nachteile von Nachtspeicheröfen

Auf der anderen Seite müssen bei Nachtspeicherheizungen und -öfen eine ganze Reihe von Nachteilen genannt werden:

  • sehr schlechter Wirkungsgrad
  • sehr hohe Energiekosten
  • Nachtstromtarife nicht überall verfügbar
  • träges System (bei Wetterumschwung)
  • geringe Behaglichkeit wegen hoher Konvektion
  • geringe Strahlungswärme

Artikel teilen: